Wie Kinder Fremdsprachen lernen

kinder2Fremdsprachen im Kindergarten lernen

Kinder schon nach kurzer Zeit verstehen“, sagt Prof. Norbert Huppertz, der im Rahmen des Programms „Bilinguale Bildung – Französisch im Kindergarten“ 40 deutsche Kitas entlang des Oberrheins bei der Einführung des Fremdsprachenangebots wissenschaftlich begleitet hat. Das kann auch Marie-Josèphe Robert vom Deutsch-französischen Kindergarten Bierlehof in Neuenburg bestätigen: „Die meisten Kinder können den Tagesablauf im Kindergarten schon nach wenigen Wochen in der neuen Sprache bewältigen“, sagt die Erzieherin, die mit den Kindern in ihrer Gruppe ausschließlich Französisch spricht. Das Gleiche machen ihre zwei französischen Kolleginnen in den beiden anderen  Kita-Gruppen. Auch sie sprechen mit den Kindern nur in ihrer Muttersprache, die deutsche Kollegin unterhält sich mit ihnen dagegen grundsätzlich auf Deutsch. „Eine Person – eine Sprache“ lautet das  Prinzip, bei dem schon Dreijährige täglich in die neue Sprache eintauchen. Besonders gut funktioniert dieses „Immersion“ genannte Sprachbad, weil der Erwerb der Fremdsprache spielerisch und systematisch erfolgt. So lernen die Kleinen Redewendungen wie „Guten Morgen“, „Zieh dir die Jacke an“, „Putzt euch die Zähne“ oder „Ruhe bitte!“ allein dadurch, dass sie jeden Tag in den entsprechenden Situationen wie selbstverständlich wiederholt  – und nach kurzer Zeit verstanden werden. „Länger dauert es, bis die Kinder anfangen, selbst  Französisch zu sprechen“, sagt Elisabeth Marcisieux, die den bilingualen Kindergarten Bierlehof leitet.  Frühestens mit vier, fünf Jahren beginnen sie, sich in der Zweitsprache zu verständigen – wobei sich das Gesagte meist auf kurze Äußerungen beschränkt.

Es gibt immer mehr zweisprachige Kindergärten

Dass der frühe Erwerb einer Fremdsprache ungeahnte Chancen birgt, haben  Pädagogen, Bildungspolitiker und Wirtschaftsexperten schon vor Längerem erkannt. Um dem Ziel des dreisprachigen Schulabgängers näher zu kommen, lernen  die Kinder in den Grundschulen aller 16 Bundesländer seit 2003 Englisch oder Französisch – meistens ab der 3. Klasse, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bereits ab Klasse 1. Weniger verbreitet ist das Fremdsprachenlernen im Kindergarten. Aber die Kitas holen auf: So besuchen im Saarland mittlerweile 25 Prozent aller Kinder einen zweisprachigen Kindergarten, und in Hamburg haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind in einer der zwölf bilingualen Kitas anzumelden. Zwar wird nicht in allen Kindergärten mit Fremdsprachenangebot lupenrein und ganztägig zweisprachig gearbeitet, dafür gibt es dann aber zeitlich begrenzte Angebote, um die Kinder schon früh und möglichst sanft mit einer anderen Sprache und Kultur in Kontakt zu bringen. „Entscheidend ist, dass wir das Potenzial der Kinder nutzen, die im Vorschulalter über eine sehr hohe natürliche Motivation zum Erlernen einer Fremdsprache verfügen“, sagt Prof. Norbert Huppertz. Die einmalige Phase, in der sich Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ungehemmt, spielerisch und allein durch Imitieren eine Fremdsprache mühelos aneignen könnten, dürfe man nicht ungenutzt verstreichen lassen, beteuert der Erziehungswissenschaftler – und verweist darauf, dass Millionen Kinder weltweit ganz selbstverständlich zweisprachig aufwachsen.

Prinzip «eine Person – eine Sprache» wichtig

Bedenken von Eltern, ihre Kinder könnten mit dem Erlernen einer weiteren Sprache überfordert sein, zerstreuen Fachleute wie der Kieler Sprachwissenschaftler Henning Wode mit dem Hinweis darauf, dass sich das Aneignen einer Fremdsprache sogar positiv auf den Erwerb der Muttersprache auswirke. Werde das Prinzip „eine Person – eine Sprache“ eingehalten bzw. die Zweitsprache nur zu festgelegten Zeiten oder in einem eigens dafür reservierten Raum gesprochen, komme es keineswegs zu dem von vielen Eltern befürchteten Sprachchaos. Das ist auch die Erfahrung von Caroline Santener, die den Kindern im Bierlehof seit sechs Jahren die französische Sprache nahebringt: „Natürlich kommt es vor, dass ein Kind auf die Frage, ob es schon gegessen habe, antwortet: ,Ich habe schon mangé.‘“ Das aber sei am Anfang ganz normal und zeige, dass sich das Kind aktiv mit der neuen Sprache auseinandersetze.

Kinder lernen Fremdsprachen spielerisch

Im Kindergartenalltag geschieht dies ausschließlich auf spielerische Weise. Im Vordergrund steht dabei die Lebenswelt der Kinder: Geburtstage, Jahreszeiten, Feste, Spiele, Mahlzeiten, Familie, Freunde – all das sind Gelegenheiten, in die Sprache des nur wenige Kilometer entfernten Nachbarlandes einzutauchen. Gelernt wird mit allen Sinnen, durch Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Singen, Sprechen, Klatschen und Lachen – Hauptsache, die Kinder haben Spaß und kommen zwanglos und ohne jeden Leistungsdruck mit der neuen Sprache in Berührung. Dem Ziel, das Gehörte verstehen und sich mündlich schon ein bisschen verständigen zu können, dienen auch die regelmäßigen Besuche von Kindergärten in den französischen Partnergemeinden. Nils (6) kennt das Lied, das die Kinder dann gemeinsam singen, schon auswendig: „Merci pour la pomme, merci! Merci pour le pain, bon appetit!“

Tipps für den Alltag

Am leichtesten lernen Kinder Fremdsprachen, wenn sie einen direkten
Bezug zu dem haben, was sie in ihrem Alltag erleben. Hier ein paar Anregungen:

  • Fahren Sie in den Ferien in ein Land, mit dessen Sprache Ihr Kind schon einmal Bekanntschaft gemacht hat – echter und effektiver kann kein Unterricht sein. Beim Bäcker „trois Croissants“ zu bestellen oder sich den Weg zum „beach“ zeigen zu lassen, macht den Kleinen einfach Spaß.
  • Lassen Sie Musik-Kassetten, Audio-CDs und Hörbücher in englischer oder französischer Sprache beim Spielen nebenbei laufen. Einfache Lieder mitsingen, auf Englisch Einkaufen spielen und sich anhand von Abzählreimen mit  viel Bewegung an die Rhythmik der Sprache gewöhnen, fällt kleinen Kindern besonders leicht.
  • Machen Sie mit Ihrem Kind einen Wohnungsrundgang  und benennen Sie mit ihm gemeinsam Dinge des Alltags in der Fremdsprache. Bezeichnet Ihr Kind sein Zimmer stolz als „My room“, so setzt es sich in einen persönlichen Bezug zur Zweitsprache – und eignet sie sich umso leichter an.
  • Sehr intensiv und systematisch kommt Ihr Kind mit einer Fremdsprache in Kontakt, wenn Sie ein Au pair beschäftigen, dessen Muttersprache Ihr Kind lernen soll. Auch regelmäßige Kontakte zu fremdsprachigen Familien in der Nachbarschaft sind von Vorteil.
  • Volkshochschulen und private Sprachschulen bieten Kurse an, in denen schon  Vorschulkinder spielerisch Englisch oder Französisch lernen können.

Quelle: http://www.familie.de/kind/fremdsprachen-im-kindergarten-lernen-511941.html

Wie lernen Kinder Fremdsprachen erfolgreich und mit Spaß?

Vor nicht allzu vielen Jahren war es noch üblich, dass Kinder erst nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule mit einer Fremdsprache in ersten Kontakt kamen. Doch die Zeiten haben sich bekanntermaßen rasant geändert. Und so scheint heute vor allem das Englische schon im Umfeld der Jüngsten omnipräsent. Würde man einen Tag lang zählen, wie viele englische Begriffe man liest, hört und benutzt, man wäre sicherlich erstaunt.

Für Kinder ist es natürlich eine wunderbare Sache, dass sie schon früh und ohne Berührungsängste Englisch lernen. Denn die Fähigkeit, diese Sprache sprechen und lesen zu können, ist wahrlich eine nützliche und wichtige fürs ganze Leben.

Doch nicht jedes Kind ist ein Sprachgenie. Manch eines tut sich schon im Deutschunterricht schwer mit Grammatik und Rechtschreibung. Und dann wird die zusätzliche Sprache schnell zur Last anstatt zur Freude.

Natürlich können engagierte Lehrkräfte und zeitgemäße Schulbücher viel dazu beitragen, die Freude an der Fremdsprache zu fördern. Doch darüber hinaus können natürlich auch Eltern ihren Teil leisten. Sei es, um kleine Schwächen auszugleichen und das Kind neben dem Unterricht zu fördern. Oder aber, zusätzlichem Wissensdurst und Lerneifer gerecht zu werden. Möglichkeiten dafür gibt es viele!

1. Vokabeltraining – regelmäßig und mit System

Auch wenn bei dem Wort allein sich vielen Kindern die Nackenhaare aufstellen. Vokabeln sind und bleiben das A und O jeder Sprache. Egal wie wortgewandt und kreativ man in der eigenen Sprache ist. Ohne ein umfangreiches Vokabular wird es immer an Ausdrucksfähigkeit in der Fremdsprache hapern und man bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Das Thema „Vokabeln lernen“ gehört dabei wohl zu jenen, die in fast jeder Familie immer mal wieder zum Alltag gehören. Und darum haben wir diesem wichtigen Aspekt schon ganze Artikel gewidmet. Beispielsweise HIER.

2. Nur Mut! Sich in der Familie gemeinsam an der Fremdsprache versuchen

Sprechen Sie doch mal Englisch oder Französisch mit Ihren Kindern, wenn Sie es auch in der Schule einmal gelernt haben. Womöglich haben Sie diese Kenntnisse lange nicht mehr genutzt und sie sind etwas eingestaubt? Macht nichts! Denn das ist doch eine wunderbare Motivation, Wissenslücken zu schließen und fehlende Vokabeln nachzuschauen. Brauchte man dafür früher umfangreicher Wörterbücher, liefern nun bekannte Verlage und andere Anbieter im Internet sehr differenzierte Übersetzungsmöglichkeiten und Synonyme.

Zudem sind lebendige Dialoge über Alltagsthemen beste Basis, über Redensarten und grammatikalische Fragen nachzudenken. Und: sich gegenseitig zu helfen! Den Nachwuchs wird es jedenfalls ungemein beruhigen zu sehen: Auch Erwachsene lernen nie aus!

3. Noch keine Fremdsprachenkenntnisse? Dann ist dafür nie zu spät!

Das Kind lernt eine Sprache, die man selber spannend findet, mit der man bislang jedoch kaum Berührungspunkte hatte? Dann kommt einem womöglich die Idee, sich mit dem Kind gemeinsam an Spanisch, Italienisch oder Französisch zu versuchen.

Dabei genügt es garantiert aber nicht, regelmäßig in die Schulbücher des Kindes zu schauen. Nicht ohne Grund findet Fremdsprachenunterricht in der Schule mehrere Stunden pro Woche statt. Und das über viele Jahre hinweg.

Vielleicht weckt das regelmäßige Abhören der Vokabeln aber ein eigenes, tieferes Interesse an der Sprache? Perfekt! Denn es ist nie zu spät, diese neu zu erlernen! Und es dürfte nicht schwer sein, für die gängigsten Fremdsprachen einen Kurs – beispielsweise an der Volkshochschule – zu finden. Oder alternativ einen unterrichtenden Muttersprachler, vielleicht auch einen Studenten für privaten Unterricht. Das Langzeitziel dabei vielleicht: Die Sprache im Urlaub zu sprechen.

4. Der Praxistest: Ein Aufenthalt im Ausland

Kommt es für Ihr Kind in Frage, einige Wochen oder gar Monate im Ausland bei einer Familie zu leben? Perfekt, denn so einfach wie vor Ort übt sich eine Fremdsprache nie! Erkundigen Sie sich frühzeitig, ob es beispielsweise Partnerprogramme mit Schulen im Ausland gibt. Idealerweise schon beim Wechsel auf die weiterführende Schule

Ansonsten kann man einen Auslandsaufenthalt auch selbst organisieren, sollte sich aber rechtzeitig über Möglichkeiten und vor allem Kosten schlau machen.

5. Bücher und Hörbücher, wie Kinder woanders auf der Welt sie lesen und hören

Motivierend und daher eine gute Sache ist es immer, wenn man etwas aus eigenem Antrieb heraus lernt. Nicht, weil der Lehrer will, dass man die Vokabeln parat hat. Sondern weil diese einem Möglichkeiten eröffnen, die einen selbst begeistern. Wie toll ist es schließlich, wenn man plötzlich einen Film in Originalsprache gucken kann und alles versteht! Wie cool, wenn man als einziger am Urlaubsort den Nachrichten im Radio folgen kann! Das beweist schließlich: Das Lernen, die Anstrengung haben sich gelohnt! Es geht immer weiter voran! Und man kann die Sprache wirklich brauchen. Nicht nur, um gute Noten in der Klassenarbeit zu schreiben und den Zeugnisschnitt zu verbessern!

Am spannendsten sind daher auch für Kinder schon Bücher, wie Kinder im Heimatland der Sprache sie lesen. Filme und Serie, in denen Muttersprachler sprechen. Zum Glück ist es in Zeiten des Internets keine Schwierigkeit mehr, altersgerechte Kinder- und Jugendbücher in praktisch jeder Sprache zu ordern.

6. Internetseiten, die das wahre Leben erzählen

Geschichten sind schön, aber Nachrichten erzählen vom echten Leben. Und viele Nachrichtenseiten bereiten die News des Tages leicht verständlich und kindgerecht für ihre jüngsten Leser auf. Nicht nur in Deutschland natürlich, sondern auch in anderen Ländern. Machen Sie es sich zum Ziel, jeden Tag einen kleinen Artikel der Nachrichtenwelt in der zu erlernenden Fremdsprache zu lesen. So begegnet man automatisch vielen unterschiedlichen Themenbereichen. Und vielfältiges Vokabular aus dem Alltag, aber auch zu Spezialgebieten, gesellt sich zum Wortschatz hinzu.

7. Immer ein Highlight? Ein Kinobesuch!

Das Kind hat schon einige Zeit Englischunterricht? Und es gibt aktuell einen Kinofilm, der zusätzlich zur synchronisierten Fassung auch in originaler, englischer Sprache läuft? Dann sollte man den Versuch wagen, den Geschehnissen auf der Leinwand in dieser Version zu folgen.

Idealerweise wählt man für die ersten Versuche aber die Variante „Original mit Untertitel“. Ansonsten ist es besonders für jüngere Kinder zu frustrierend, kaum etwas zu verstehen und nicht in die Handlung hineinzukommen. Und zum Trost sei auch Fortgeschrittenen gesagt. Manches ist auch für geübte Ohren so schlecht zu verstehen, dass man sich in 90 Minuten kaum ausreichend „einhören“ kann.

Quelle: https://www.abc-kinder.de/wie-lernen-kinder-fremdsprachen-erfolgreich-und-mit-spass/

Zehn gute Gründe, warum Kinder eine Fremdsprache lernen sollten

1. Eine gute Grundlage

Das Erlernen einer Fremdsprache führt dazu, dass wir unsere Muttersprache besser verstehen und sogar die eigene Grammatik sicherer beherrschen. Zu erfahren, wie eine andere Sprache funktioniert, bringt uns dazu, die Mechanismen unserer eigenen Sprache zu erkunden.

2. Wachstumsschub fürs Gehirn

Untersuchungen zu den Auswirkungen von Zweisprachigkeit bei Kindern lassen den Schluss zu, dass die Gehirnentwicklung durch die Beherrschung von mehr als einer Sprache angeregt wird, ja sogar neue Gehirnzellen aufgebaut werden! Demnach weisen zweisprachig aufgewachsene Kinder einer Studie in Nature zufolge eine deutlich höhere Dichte von „grauen Zellen“ in ihren Gehirnen auf.

3. Mehr Selbstvertrauen

Das Erlernen einer neuen Sprache ist ein einzigartiges Erfolgserlebnis – in jedem Alter. Bei Kindern erfolgt der Spracherwerb intuitiv und natürlich, und die Leichtigkeit und Freude an dieser Erfahrung kann dazu beitragen, ihr Selbstvertrauen und ihre Lernbereitschaft zu steigern.

4. Verbesserte schulische Leistungen

Zahlreiche Untersuchungen bestätigen, dass Schüler, die eine Fremdsprache erlernt haben, in vielen Tests sehr viel besser abschneiden als diejenigen, die nur ihre Muttersprache beherrschen.

5. Bessere Lesefähigkeiten

Eine Studie der Universität von York (Kanada) verweist darauf, dass zweisprachige Schüler durch ihre Fremdsprachenkenntnisse einen Vorteil beim Lesen lernen haben. Dieser erklärt sich dadurch, dass sie die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der einen Sprache auf die nächste anwenden können und bereits größere Erfahrung im Umgang mit Sprache haben.

6. Der entscheidende Unterschied

In Zeiten, in denen der Zugang zum Hochschulstudium immer härter umkämpft ist, kann die Kenntnis einer oder zwei Fremdsprachen das Profil des Bewerbers stärken. Wer mehrere Fremdsprachen beherrscht ist in einer zunehmend globalisierten Welt klar im Vorteil.

7. Was hast du gesagt…?

Kinder besitzen die Fähigkeit, feine Unterschiede in Lauten und Tönen wahrzunehmen, weshalb sie leicht Akzente imitieren können. Ihre sensiblen Ohren helfen ihnen dabei, auch schwierige Laute zu erfassen und nachzuahmen, woran ältere Lerner häufig scheitern. Je früher Kinder hiermit beginnen, desto fließender und sicherer können sie sprechen.

8. Horizonterweiterung

Wenn wir uns auf Reisen ins Ausland sicher in der Landesprache verständigen können, sind wir in der Lage, an der Kultur und am Alltag des Landes teilzuhaben und nicht nur Besucher auf der Durchreise zu sein.

9. Neue Freunde

Durch den Erwerb einer neuen Sprache können wir Menschen außerhalb unseres Umfelds kennenlernen, mit denen wir sonst nicht sprechen könnten, und eine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen. Fremdsprachenkenntnisse helfen uns dabei, anderen Menschen, ihrer Kultur und ihren Geschichten nahe zu kommen.

10. Spaß für die ganze Familie!

Eine Sprache kann man als Familie auch daheim in der Freizeit zusammen lernen. Am besten so früh wie möglich damit anfangen!

Quelle: https://www.helendoron.de/parentalk/zehn-gute-gruende-warum-kinder-eine-fremdsprache-lernen-sollten/

Fremdsprachen – Je früher, desto besser?

International ist schick. Immer früher sollen Kinder Sprachen lernen, am besten schon im Kindergarten. Passt so viel Sprachwissen in so kleine Köpfe?

Viele Eltern spekulieren auf eine rosige Zukunft, wenn ihre Kinder polyglott werden. Schulen mit mehrsprachigem Unterricht sind gefragt, genauso wie internationale Kindergärten. Hörspielkassetten wie „Englisch lernen mit Benjamin Blümchen“ für Kinder ab drei Jahren unterstreichen den Trend.

Doch bei allem Ehrgeiz befürchten einige Eltern babylonische Sprachverwirrung: Wird mein Kind überfordert? Gibt es Sprach-Mischmasch? Der Mensch sei ein einsprachiges Wesen – das war noch vor 50 Jahren der Tenor unter vielen Sprach- und Bildungsforschern. Ihre Warnung: Nicht nur die Muttersprache würde leiden, wenn ein Kind zu früh eine weitere Sprache lernt. Vom Risiko für Neurosen oder sogar Intelligenzdefiziten war die Rede. „Die Sorgen sind unbegründet“, sagt der Linguist Georges Lüdi von der Universität Basel. „Im Gegenteil. Wenn man früh eine andere Sprache lernt, profitiert auch die Muttersprache davon.“ Frank Königs, Leiter des Informationszentrums für Fremdsprachenforschung an der Universität Marburg, bestätigt das. Kinder könnten problemlos mit mehr als einer Sprache aufwachsen. Studien weisen sogar darauf hin, dass der frühe Kontakt mit zwei Sprachen die allgemeine Gedächtnisleistung positiv beeinflusst, ist die Schlussfolgerung eines Artikels in der Wissenschaftszeitschrift Spektrum.

Die Kinder könnten Informationen schneller verarbeiten und ihre Aufmerksamkeit gezielter lenken. Ihre exekutive Kontrolle, also die Fähigkeit, sich auf bestimmte Aspekte zu konzentrieren und andere auszublenden, scheint besonders ausgeprägt. Anders gesagt: Zweisprachige Kinder können besser zwischen zwei Aufgaben umdenken. „Wer mit mehreren Sprachen aufwächst, lernt ja, zwischen unterschiedlichen Sprachsystemen hin- und herzuschalten“, erklärt die Psychologin und Sprachwissenschaftlerin Pauline Schröter vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ein Beispiel: Wenn ein Junge deutsch und dänisch gelernt hat und nun Besuch von seiner dänischen Tante hat, dann spricht er mit ihr dänisch. Währenddessen unterdrückt er das deutsche Vokabular und die Grammatik, also die unwichtigen Informationen in seinem Kopf.

Ab welchem Alter fördern?

Wie früh also sollten Kinder eine zweite Sprache lernen? Eine aktuelle Studie der Universität Princeton in der Fachzeitschrift Developmental Science zeigt: Schon im Alter von 20 Monaten können Kinder in bilingualen Haushalten zwei Sprachen auseinander halten und bilden daraus keinesfalls ein „Kuddelmuddel“. Um dies zu beweisen, wurde beobachtet, wie sich die Pupillen der Kinder weiterten, wenn von einer in die andere Sprache gewechselt wurde. Der Mitautor der Studie Casey Lew-Williams, Psychologieprofessor an der Princeton Universität, schreibt. „Die Kinder denken nicht, dass „dog“ und „chien“ nur zwei Versionen derselben Sache sind. Sie verstehen, dass es sich dabei um zwei verschiedene Sprachen handelt.“ Nach Überzeugung der Studienautoren sind Kinder dazu in der Lage, eine Fremdsprache fließend vor dem Alter von sieben Jahren zu beherrschen. Die Sprachwahrnehmung der Kinder ist dann intuitiv aufnahmefähig für Aussprache und grammatikalische Strukturen eines Muttersprachlers. Diese Wahrnehmung verliert sich nach dem elften Lebensjahr, weshalb es Erwachsenen schwerer fällt, eine Fremdsprache zu erlernen. Lernt das Kind die erste Fremdsprache noch vor dem siebten Lebensjahr, ebnet sich auch der Weg für weitere Fremdsprachen. Tests haben ergeben, dass Kindern, die bereits eine Fremdsprache sprechen, das Erlernen der zweiten oder dritten Fremdsprache wesentlich leichter fällt.

Eine Fremdsprache wird also am besten schon im Kindergarten erlernt. Allerdings gilt: „Wer möchte, dass sein Kind eine zweite Sprache genauso gut spricht wie seine Muttersprache, wird das nicht mit wöchentlich ein bis zwei Stunden erreichen“, sagt die Psychologin Pauline Schröter vom Max-Planck-Institut. Immer mehr Kindergärten böten solche Sprachprogramme inzwischen unter dem Namen „bilingual“ an. Das schüre jedoch falsche Erwartungen. In Kindergärten, die wirklich bilingual sind, arbeiten festangestellte Erzieher aus beiden Sprachräumen. Die zweite Sprache gehört so zur tagtäglichen Kommunikation dazu.

Quelle: https://sprachennetz.org/2017/08/fremdsprachen-je-fruher-desto-besser/

Wieso Kinder leichter Fremdsprachen lernen

Die Immersionsmethode vermittelt Kindern Fremdsprachen fast beiläufig indem sie in alltägliche Situationen versetzt werden. In Frankfurt gibt es eine Einrichtung der Terminal for Kids, die dieses Angebot schon erfolgreich umgesetzt hat.

Babys sind in der Lage, zehntausende von Lauten wahrzunehmen, heißt es. Verantwortlich dafür ist ein bestimmtes Areal im Gehirn: Je mehr Laute durch verschiedene Sprachen dort einfließen, umso größer bleibt dieser Teil des Gehirns. Passiert das nicht, schrumpft dieser Part und beim späteren Erlernen einer Fremdsprache muss ein neues Areal angelegt werden. Dies bedeutet dann ein größerer Energieaufwand beim Fremdsprachenunterricht an weiterführenden Schulen. Kinder sind im jungen Alter deshalb neugieriger und offener für neue Sprachen, weil ihr Gehirn speziell dafür ausgelegt ist, was das Lernen von anderen Sprachen für sie umso leichter macht. Eine bedeutende Frage, die sich Wissenschaftler in diesem Bereich stellen, ist, wie Kinder zwei Sprachen parallel erlernen können.

Die Immersionsmethode – auch Sprachbad genannt – hat sich für dieses Ziel besonders in Einwanderungsländern wie Kanada erfolgreich etabliert. Darunter wird in der Sprachwissenschaft und der Pädagogik eine Situation verstanden, in der Personen – allen voran Kindern – in ein fremdsprachiges Umfeld versetzt werden und so fast beiläufig die fremde Sprache erlernen. In Deutschland beträgt der Anteil der Kindertagesstätten, in denen Kinder eine Fremdsprache durch Immersion erwerben können, noch weniger als zwei Prozent. Doch in Frankfurt und Wiesbaden wird die Immersionsmethode bereits bei den Einrichtungen von Terminal for Kids angeboten, und zwar seit circa zwei Jahren in insgesamt drei Häusern: zwei in Wiesbaden und eine in Frankfurt. Dabei verfolgt die Terminal for Kids die Variante „Eine Person, eine Sprache“. Das heißt: Ein Erzieher spricht ausschließlich Englisch mit den Kindern, die anderen nur Deutsch.

Nach Eleonora Koch von der Fachbereichsleitung für Sprache bei Terminal for Kids, ist die Immersionsmethode „die erfolgreichste Methode, da sie dem Erlernen der Muttersprache am Ähnlichsten ist. Es ist kein externes Modell in Verbindung zur Pädagogik“, erklärt sie. „Die Kinder begreifen erst mit zweieinhalb Jahren, dass es zwei Sprachen sind, mit denen gesprochen wird. Für die Kinder ist dies normal. Die Immersionsmethode erzielt mehr Erfolge aufgrund der Intensität, da die Erzieher acht Stunden da sind. Auch das Feingefühl der Kinder zeigt, wie authentisch die Methode ist, denn Kinder merken, wenn es aufgezwungen ist. Die Immersionsmethode wird im Unterbewusstsein aufgenommen, da sie stark im Alltag eingebettet ist.“

Nach den Kinderbetreuungseinrichtungen der Terminal for Kids besteht die Möglichkeit, die Immersionsmethode mit den Kindern auch auf einer weiterführenden Schule fortzusetzen. Die Erasmus Frankfurter Stadtschule ermöglicht dieselbe Art von multilingualem Lernen, denn sie ist eine trilinguale, reformpädagogische und ganztägige Schule. Mit den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch hat die Erasmus-Schule die Immersionsmethode ebenfalls erfolgreich etabliert. Die Sprachen werden im Unterricht als fächerübergreifende Arbeitssprachen verwendet und jeweils von einem muttersprachlichen Fachpersonal ganz nach dem bereits erwähnten Prinzip „Eine Person, eine Sprache“ vermittelt. Die Intention ist, dass nach beendeter Grundschulzeit jedes Kind neben der Hauptsprache Deutsch, auch einen sicheren Umgang in Schrift und Wort in der jeweils gewählten Hauptfremdsprache pflegt. Nach dem gymnasialen Abschluss sind auch die Drittsprachkenntnisse entsprechend ausgebaut. Wer näheres Interesse hat, kann sich an dem „Tag der offenen Tür“ am 15. September 2018 (Grundschule) und dem „Gymfo-Tag“ am 17. November 2018 (Gymnasium) von 10 bis 14 Uhr genauere Informationen einholen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Kinder-8/Immersionsmethode-in-Frankfurter-Kitas-Wieso-Kinder-leichter-Fremdsprachen-lernen-32512.html

Kinder VS Erwachsene – Lernen Kinder wirklich leichter als Erwachsene? 

Im Folgenden finden Sie ein Transkript der deutschen Untertitel zu unserem Video, in dem Ihnen Lehrerin Lize das spannende Thema Kinder VS Erwachsene erläutert. Damit Ihnen beim Anschauen des Video’s ganz sicher nichts entgeht…:

Hallo, hier ist Lize von MosaLingua. Die Behauptung, dass Kinder bessere Sprachlernende sind als Erwachsene ist wahrscheinlich so alt, wie das Sprichwort “Man kann einem alten Hund keine neuen Tricks beibringen”. Aber was das Sprachenlernen betrifft… stimmt denn diese allgemein bekannte Vermutung wirklich? Oder ist es einfach eine weitere Fehlanschauung?

Worum es bei dem heutigen Vergleich geht…

Treffen wir uns auf dem “Spielplatz” und finden wir es heraus! Bevor wir beginnen, habe ich eine Frage an Sie: Haben Sie schon unseren YouTube Kanal abonniert? Wenn ja, grossartig! Wenn nicht, worauf warten Sie dann noch? Klicken Sie auf das grosse Feld unten, damit Sie keines unserer Videos mit grossartigen Tipps und Tricks verpassen, wie Sie am besten Sprachen lernen. Und wenn Sie das Video auf Facebook oder einem anderen Social Media Kanal sehen, dann vergessen Sie nicht es zu liken und unserer Seite zu folgen.

Zunächst einmal geht es im heutigen Spiel um die Fähigkeit erfolgreich in einer Fremdsprache zu kommunizieren. Es geht nicht darum zweisprachig zu sein oder wie ein Muttersprachler zu sprechen. Denn seien wir ehrlich, wir wollen schliesslich keine internationalen Spione werden. Die meisten von uns wollen nur gut genug in einer Fremdsprache kommunizieren können, stimmt’s? Also wenn das Ziel ist, eine Fremdsprache zu lernen, dann spielen wir jetzt ein Spiel und sehen uns an, wer wirklich besser abschneidet.

Kinder lernen sehr schnell

Ja genau… Kinder sind wie Schwämme. Sie haben das wahrscheinlich schon gehört. Und wir können nicht leugnen, dass Kinder sehr schnell lernen. Es gibt einige Theorien, die das erläutern, aber grundsätzlich sind sich Wissenschaftler einig, dass Kindergehirne einfach schneller neue Informationen absorbieren. Das ist etwas, das Kinder unbewusst tun. Nun… also ein Punkt für die Kleinen!

Erwachsene begreifen neue Konzepte leichter

Erwachsen sind andererseits besser darin Assoziationen und Verbindungen herzustellen. Und das kann ein grosser Vorteil sein, wenn man eine Sprache lernt. Ideen miteinander auf eine komplexe Art und Weise zu verbinden, ist eine Fähigkeit, die Erwachsenen hilft neue Konzepte leichter in ihre bereits existierenden kognitiven Gehirnstrukturen zu integrieren. Sie sind also diejenigen, die in der Gegenwart punkten. Ausserdem muss man sich durch das Erwachsenwerden kontinuierlich mit neuen Situationen auseinandersetzen und auch Herausforderungen meistern, die gute Kommunikationsfähigkeiten erfordern. Wie sollte man sonst mündliche Präsentationen halten in der Schule, oder bei Jobinterviews oder jemandem einen Heiratsantrag machen bzw. diesen annehmen/ablehnen?

Das wappnet Erwachsene natürlich besser dafür zu kommunizieren und sich auszudrücken. Und das ist auch der Grund, warum ältere Menschen vielleicht sogar schneller Sprachen lernen. Also ein paar extra Kilometer auf der “Autobahn des Lebens” können etwas Gutes sein!

Kinder lernen ohne Furcht!

Was aber die Furchtlosigkeit betrifft bekommen Kinder einen weiteren Punkt. Denn während Erwachsene normalerweise Angst haben Fehler zu machen oder etwas Falsches zu sagen und dafür verurteilt zu werden, haben Kinder diesen Druck nicht und schämen sich kaum, ihren Mund zum Sprechen zu öffnen. Unentschieden!

Zwischen Aussprache und Grammatik

Die Aussprache scheint ein weiterer Bereich zu sein in dem die Kleinen besser abschneiden. Zunächst einmal, weil Kinder normalerweise besser Töne imitieren können. Zweitens, weil sie auch dazu tendieren, besser subtile Unterschiede aus Klängen herauszufiltern, was es einfacher macht, eine neue Sprache von Beginn an richtig auszusprechen. Je jünger das Kind ist, wenn es beginnt eine Sprache zu lernen, um so besser ist seine Aussprache. Aber Erwachsene haben bereits ihre eigene Muttersprache gelernt. Also sind sie bereits vertraut mit den fortschrittlichen Elementen von Grammatik und Syntax. Das gibt uns ein besseres Verständnis davon, wie Sprache funktioniert, und natürlich: ist das ein weiterer Punkt für uns! 

Ein wichtiger sozialer Aspekt der den Kindern zu Gute kommt, ist die Zeit. Wenn es darum geht, eine zweite oder dritte Sprache zu lernen dann tun dies Kinder oft zuhause, weil ihre Eltern diese Sprachen sprechen. Und natürlich ist es so, dass je mehr man mit der Sprache in Kontakt ist, man sie umso besser und schneller lernt. Also… 4 zu 3 für die Kleinen! Obwohl das natürlich von Person zu Person verschieden ist; Kinder und Teenager haben gewöhnlich eine geringere Erinnerungsrate, eine Fähigkeit, die ausschlaggebend ist, wenn Sie eine neue Sprache lernen wollen; und sie sind ausserdem meist weniger konzentriert als Erwachsene.

Kinder und Erwachsene haben unterschiedliche Aufmerksamkeitsspannen

Die normale Aufmerksamkeitsspanne reicht von 5 Minuten bei einem 2 Jahre alten Kind bis hin zu 18 bis 20 Minuten bei Erwachsenen. Also ein weiterer Punkt für die Erwachsenen! Und schliesslich ein weiterer wichtiger Aspekt, den man berücksichtigen sollte beim Sprachenlernen: alle hier bei MosaLingua sprechen normalerweise von der Motivation. Anders als Kinder, die manchmal gezwungen werden eine neue Sprache in der Schule zu lernen, lernen die meisten Erwachsenen eine zweite Sprache, weil sie das auch wirklich wollen. Oder… weil sie es müssen – und zwar um etwas zu erreichen was sie wollen.

Also auch hier bekommen jene von uns, die schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel haben Punkte… und gewinnen somit das Match! Wenn Sie also schon immer davon geträumt haben eine zweite oder dritte Sprache zu lernen, sich aber selber erzählen, dass diese Tage längst vorbei sind… dann hoffe ich, dass ich Sie davon überzeugen konnte, dass dies nicht so ist. Warten Sie nicht länger, und sehen Sie sich die Video-Beschreibung an um ein paar weitere Werkzeuge zu finden, mit denen Sie sofort durchstarten können und haben Sie viel Spass beim Lernen!

Quelle: https://www.mosalingua.com/de/kinder-lernen-schneller/

Video:

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