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Die Stadt der Musikanten

Bremen – Stadtstaat mit einer über 1000 Jahre zurückreichenden Geschichte

Bremen gehört wie Berlin und Hamburg zu einem der drei Stadtstaaten Deutschlands. Streng genommen ist Bremen jedoch ein zwei Städte Staat, da offiziell auch das 50 km entfernte Bremerhaven zum Bundesland Bremen zählt. Beide sind nicht nur politisch, sondern ebenfalls über den Fluss Weser miteinander verbunden. Die gemeinsame Vergangenheit in der Hanse ist bis heute in beiden Städten mehr als nur im Stadtbild präsent. Der Name findet sich ebenfalls in der offiziellen Bezeichnung des Bundeslandes als Freie Hansestadt Bremen wieder. Als offizielle Hauptstadt des Bundeslandes Bremen fungiert die Stadt Bremen. Beide Städte dieses Bundeslandes sind komplett umgeben vom Bundesland Bremen, agieren politisch jedoch komplett unabhängig von den dort geltenden landesrechtlichen Verfügungen und Gesetzen. Mit einer Fläche von etwas weniger als 420 km ist Bremen das kleinste Bundesland Deutschlands. Das spiegelt sich auch in der Anzahl an Einwohnen wider, welche ebenfalls mit 670.000 Menschen zu dem Bundesland mit den wenigsten Einwohnern zählt.

Die Geschichte der Freien Hansestadt Bremen

Das Fleckchen Erde, welches heute auf den Namen Bremen hört, wurde aufgrund der geographischen Lage am Fluss Weser bereits sehr frühzeitig besiedelt. Obwohl Funde bei Ausgrabungen belebten, dass Menschen schon in der Bronzezeit auf diesem Gebiet lebten, dauerte es doch bis zum ersten Jahrhundert nach Christus als auch die ersten Siedlungen nachgewiesen werden konnten. Zur damaligen Zeit waren Regionen rund um Flüsse und Seewege besonders beliebt, da diese einen unkomplizierteren Handel ermöglichten. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde die Besiedlung der Region durch den aus Alexandria stammenden Geografen Claudius Ptolemäus. Menschen wie diese bereisten damals weite Teile Europas, um die ersten wirklich aussagekräftigen Landkarten anzufertigen.

Der Namen Bremen taucht dagegen erst acht Jahrhunderte später zum ersten Mal in gefundenen Aufzeichnungen auf. Aus den damals noch geläufigen Begriffen wie Brema und Bremun entwickelte sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte der bis heute geläufige Städtename Bremen. Zur gleichen Zeit trat auch eine zweite Entwicklung ein. Da die Menschen zunehmend geschickter im Umgang mit Baumaterialien und den Leben an Flüssen wurde, konnten die Siedlungen wesentlicher näher am Fluss gebaut werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde aus beiden Flussseiten ein kilometerweiter Abstand gehalten, um im Falle des Hochwassers die wirtschaftliche Existenz nicht in Gefahr zu bringen.

Ab dem Mittelalter begangen die Siedlungen deutlich stärker anzuwachsen, was zur Bildung erster Städte mit einer deutlich weitreichenderen Infrastruktur führte. Ein Hauptgrund dafür war die Schifffahrt, welche nun nicht nur einzelne Städte, sondern auch Kontinente miteinander verband. Bremen war daher bereits zu einem frühen Zeitpunkt ein Handelsplatz mit einem internationalen Charakter. Ein zweiter sehr wesentlicher Punkt für die Geschichte Bremens ist die Christianisierung. Die Religion war bereits ab dem siebten Jahrhundert nach Christus eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Dies zeigt sich auch in der Ernennung zum Bistum durch Karl den Großen, welches ebenfalls in diesem Zeitpunkt stattfand. Weiteren Einfluss auf die Stadt übte auch der Kaiser Friedrich Barbarossa aus. Dieser sicherte den Bürgern Bremens im Jahr 1196 vollen Schutz und alle damals bekannten Bürgerrechte im Rahmen der Gelnhauser Privilegien zu. Dies unterstrich die Bedeutung des Handelsplatzes Bremens und des dortigen Wachstums weit über die Stadtgrenzen hinaus.

In den folgenden Jahrhunderten war die Geschichte Bremens in erster Linie durch die Blütezeit der Hanse geprägt. In dieser Zeit entstanden die ersten Zollunionen und viele weitere Handelsstandards, welche bis heute in der Wirtschaft Gültigkeit besitzen. Seine Sonderstellung als selbstverwalteter Stadtstaat begann nicht erst in der Bundesrepublik. Bereits durch die erklärte Reichsunmittelbarkeit während des dreißigjährigen Kriegs sichert Bremen seinen Status und verhinderte eine Fremdverwaltung durch Dritte. Erst im 1811 gelang es mit dem französischen Feldherrn Napoleon dem ersten Fremden Bremen zu besetzen und somit unter Fremdherrschaft zu stellen. Doch bereits drei Jahre später mussten sich die französischen Truppen dem schweren Widerstand geschlagen geben.

In den nächsten zwei Jahrhunderten veränderte die Industrialisierung die Wirtschaft in Bremen und ganz Europa. Kurz gebremst durch die Auswirkungen des zweiten Weltkriegs gelang es Bremen sich wirtschaftlich rasch zu erholen und in Verbindung mit Bremerhaven zu einem der Bundesländer des damals noch geteilten Deutschlands zusammenzuschließen. Traditionell wird in Bremen anstatt eines Landtags die Bürgschaft gewählt. Hierbei wird ein neuer Landeschef für die nächsten vier Jahre gewählt. Dieser bildet neben dem Posten als Regierungschef auf das Oberhaupt des Senats im Landesparlament. In jeder der bisher durchgeführten 19. Wahlperioden gelang es der SPD die meisten Stimmen zu erhalten und somit ihren politischen Einfluss in diesem Bundesland voll geltend zu machen.

Interessantes in und zu Bremen

Obwohl Bremen offiziell eines der kleinste Bundesländer Deutschlands ist, gilt dies nicht für die Bevölkerungsdichte. Hier liegt Bremen hinter Berlin und Hamburg auf Platz 3. Durchschnittlich leben hier 1600 Menschen auf einem km². Dies zeigt, dass so gut wie das ganze Gebiet Bremens besiedelt ist. Dies spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Souveränität Bremens.

30.000 der 670.000 Einwohner Bremens sind Studenten. Diese verteilen sich auf vier Hochschulen und zwei Universitäten. Bremen bildet damit nicht nur für die Metropolregion Bremen/Oldenburg einen Hot Spot für Studenten, sondern besitzt auch über die Grenzen der Region einen guten Ruf für die dort zu erhaltende Ausbildung. 2005 konnte sich Bremen zudem gegen 37 weitere Bewerber durchsetzen und sich den Titel Stadt der Wissenschaft, vergeben durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sichern.

Das Land Bremen konnte sich im Jahr 2009 über ein Flächenwachstum von 14,95 km² freuen. Dieser war dem Land Niedersachsen sowie dem abgeschlossenen Staatsvertrag zu verdanken. Im Jahre 2010 wurde die Luneplatte offiziell in das Stadtgebiet von Bremen integriert.

Die Wirtschaft in Bremen

Die Wirtschaft in Bremen steht noch immer stark mit der Schifffahrt in Zusammenhang. Nach Hamburg ist Bremen nach wie vor der zweitwichtigste Platz in Deutschland für den nationalen und internationalen Handel mit per Schiff transportierten Gütern. In Bremerhaven ist zudem ein gesonderter Fischereihafen vorhanden. Bis heute sind daher die Auswirkungen der Hanse spürbar und tief im Leben der Bremer Bevölkerung verwurzelt.

Neben der Schifffahrt florieren in Bremen auch weitere Wirtschaftszweige. Zu dem neuesten gehören fast 350 Hightechfirmen, welche sich im Technologiepark von Bremen angesiedelt haben. Diesen gehört ebenso wie auch der Wind- und Elektrotechnik die Zukunft der Wirtschaft im Bundesland Bremen. Zudem gehört Bremen zu den zehn beliebtesten Städten bei Touristen. Bis zu 1,4 Millionen Hotelübernachtungen können somit in einem Jahr gezählt werden. Ein Großteil der Besucher hält sich zu geschäftlichen Zwecken in Bremen auf. Dies ist ein zusätzliches Symbol für die wirtschaftlichen Verflechtungen innerhalb Deutschlands sowie auf allen sechs Kontinenten.

Das Bruttoinlandsprodukt liegt über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Das Wachstum lag allein im Jahr 2015 1 % schneller als im Rest Deutschlands. Nur Hamburg verfügt im direkten Vergleich über eine bessere Bilanz. Mit dem zweiten Platz ist jedoch gleichfalls eine hohe Attraktivität für Bremen als Standort zur Ansiedlung von Unternehmen verbunden. Im Hinblick auf die Arbeitslosenzahlen ist ebenfalls eine interessante Entwicklung zu beobachten. Denn auch diese liegt etwas über dem gesamtdeutschen Schnitt. Mit bis zu 3 % mehr ist es wichtig diese Zahl etwas genauer zu untersuchen. Was dabei auffällt ist, dass Bremen selbst in etwa den Zahlen im Rest Deutschlands entspricht. In Bremerhaven sind die Arbeitslosenzahlen jedoch erhöht, was das schlechtere Ergebnis von aktuell 10 % Arbeitslosenquote für das Bundesland Bremen erklärt.

Die Geographie in Bremen

Die geographische Lage Bremens erstreckt sich auf eine Fläche von insgesamt knapp 420 km². Aufgeteilt sind diese auf jeweils 325 km² der Stadt Bremen sowie 95 km² für Bremerhaven. Beide Gebieten sind komplett getrennt voneinander. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Landmasse. Über die Weser ist die Distanz von 50 km relativiert, da die Schifffahrt weiterhin den führenden Wirtschaftszweig darstellt. Trotz des dicht besiedelten Gebiets besteht Bremen zu 8,5 % aus unberührten Naturschutzgebieten. Diese verteilen sich auf 20 unterschiedliche Flächen, welche sich zum Großteil in Gewässernähe befinden. Mit der Kennzeichnung als Naturschutzgebiet wird trotz der Schifffahrt ein Gegengewicht hergestellt, um die natürliche Flora und Fauna der Gegend zu erhalten. Noch einmal 30 km² der Fläche entfallen auf die Häfen in Bremen sowie Bremerhaven. Diese bilden das Fundament der Wirtschaft und besitzen zeitgleich einen hohen Identifikationfaktor innerhalb der Bevölkerung.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Bremen

Wer den Namen Bremen hört, denkt fast zwangsläufig an die Bremer Stadtmusikanten. Das berühmte Kunstwerk bestehend aus Esel, Hund, Katze und Hahn haben nicht nur den Gebrüdern Grimm zu internationaler Popularität verholfen. Die gleichnamige Statue ziert nicht nur zahlreiche Souvenirs aus der Hansestadt Bremen, sondern kann in Form der Bronzestatue von Gerhard Marcks auch jederzeit vor Ort bewundert werden. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt bildet der Bremer Roland. Diese Statue mit einer stattlichen Höhe von knapp über zehn Meter thront seit mehr als sechs Jahrhunderten über der Stadt. Der Roland wurde 1404 als Zeichen für die Unabhängigkeit der Hansestadt errichtet. Bis heute ist es Bremen gelungen diesen Status zu behalten und den Geist der Freiheit zu bewahren. Dieser Symbolcharakter über so viele Generationen ist auch der UNESCO nicht verborgen geblieben, welche den Bremer Roland in das Weltkulturerbe aufgenommen hat.

Diese Ehre ist auch dem Bremer Rathaus zuteil geworden. Mit einem Alter von ebenfalls mehr als 600 Jahren, hat dieses Gebäude die Blütezeiten der Hanse erlebt und ist bis heute ein sehr lebendiger Zeitzeuge bedeutender geschichtlicher Momente. Das Bremer Rathaus bildet bis heute einen zentralen Anlaufpunkt auf dem Marktplatz. Eingerahmt von weiteren historischen Gebäuden ist das Rathaus ebenso wie die komplette Altstadt ein Muss für jeden Besucher. Hier zwischen diesen Gebäuden zu schlendern entspannt nicht nur die Seele, sondern lässt auch die Augen auf Wanderschaft über die Fassaden gehen. Heute zählt der Marktplatz von Bremen zu einer der wenigen aus dem Mittelalter, die noch immer so gut wie unverändert den Glanz vergangener Epochen und Jahrhunderte widerspiegeln.

Wer in Bremen sein Herz für die Vergangenheit entdeckt hat, wird sich im Schnoorviertel wie Zuhause fühlen. Hier befindet sich ein ganzer Stadtzug, der heute noch an die Anfänge der Hanse erinnert und dort für viele Jahre den Fischern und Hafenarbeitern ein Zuhause bot. Die engen Gassen und kleinen Geschäfte sind eine willkommene Abwechslung zu den großen Shoppingcentern und spiegeln zudem den historischen Charakter Bremens wider. Ein ganz besonderes Cafe befindet sich in der Mühle am Wall. Diese ist eingerahmt von Blumen und zeigt weitere Züge des historischen Stadtbildes in einem modernen Gewand. Zu den neueren Sehenswürdigkeiten in Bremen zählt das Universum Museum. Dieses erinnert von außen an einen Wal und zeigt im Inneren verschiedene interaktive Ausstellungsstücke, welche für die ganze Familie ein attraktives Ausflugsziel darstellt.

Quelle: https://bundesland24.de/staedte/bremen/

WAS IHR IN DER HANSESTADT BREMEN NICHT VERPASSEN SOLLTET

Das UNESCO-Welterbe Rathaus und Roland

Es ist das Schmuckstück am Marktplatz, der „guten Stube“ von Bremen: das vor über 600 Jahren errichtete und bis heute fast unveränderte Rathaus. Der gotische Bau wurde zwischen 1405 und 1409 errichtet und die davorgesetzte Renaissance-Fassade mit üppiger Steinmetzkunst 1612 fertiggestellt, mit Reliefs, Fabeltieren und Figuren, so weit das Auge reicht. Nicht minder prächtig ist das Innere. Unbedingt ansehen: die Güldenkammer, die vom Künstler Heinrich Vogeler im reinsten Jugendstil gestaltet wurde. Die Obere Halle ist Bremens Festsaal und dient heute unter anderem als Kulisse für die berühmte Schaffermahlzeit, das älteste Brudermahl der Welt.

Seit 2004 zählt das Rathaus zum UNESCO-Welterbe, genau wie sein Nachbar, der Roland. Diese 10 Meter hohe Skulptur steht mitten auf dem Marktplatz, trägt gewelltes Haar, Kettenhemd und Schwert – so wacht sie seit 1404 über die Freiheit und Rechte der Stadt. Sie stellt den Neffen Karls des Großen dar, den man im Mittelalter als Volksheld feierte, und wurde von den UNESCO-Experten zum schönsten Rolanddenkmal Deutschlands erklärt. Zum Abschluss kann man dann gut den Bremer Ratskeller besuchen – dort werden seit 1405 deutsche Weine ausgeschenkt.

Die Bremer Stadtmusikanten

Jeder will sie sehen, diese kauzigen Musikfreaks. Westlich vom Rathaus steht die berühmte Tierpyramide aus Esel, Hund, Katze und Hahn. Sie versinnbildlicht das Märchen von vier Haustieren, die sich aufmachten, ihr Glück zu finden. Das war zu einer Zeit, als eine Flucht in die Stadt als Ausweg aus der Knechtschaft galt. 1819 wurde das Märchen der Bremer Stadtmusikanten erstmals von Jacob und Wilhelm Grimm notiert. Die Geschichte der vier wilden Gesellen machte Bremen berühmt – und das, obwohl die Tiere in der Legende gar nicht bis in die Hansestadt kamen.

In Folge irrten immer wieder Besucher durch die City auf der vergeblichen Suche nach den berühmten Vier. 1951 gab der Bremer Verkehrsverein daher dem Bildhauer Gerhard Marcks (1889–1981) den Auftrag, eine Skulptur zu schaffen. Heute zählen die Bremer Stadtmusikanten zur Nummer Eins der Sehenswürdigkeiten und zum ersten Selfie-Stop. Übrigens: Wer die beiden bronzenen Vorderläufe des Esels umfasst, dem bringt das Glück, so heißt es. Wobei man dabei Hygienemaßnahmen nicht außer acht lassen sollte…

Der Schnoor, Bremens ältestes Viertel

Der Name Schnoor bedeutet auf Plattdeutsch so viel wie Schnur. Kein Wunder, denn hier reihen sich Bürgerhäuser aus dem 15. bis 18. Jahrhundert wie an der Perlenkette aneinander. Nur gut 300 Meter Luftlinie vom Marktplatz entfernt liegt Bremens ältestes Stadtviertel. In den engen Gassen sorgen kleine Läden, Kunsthandwerker-Ateliers, Cafés und Restaurants für ein charmantes Flair. In der Wüstestätte Nr. 5 etwa findet sich das historische „Hochzeitshaus“ – im Mittelalter benutzten Paare vom Land diese Adresse zur Eheschließung. Mit seinen gerade mal 48 Quadratmetern ist es heute eines der kleinsten Hotels der Welt.

Für Unterhaltung im Schnoor sorgen unter anderem das Packhaustheater, das Theaterschiff Bremen sowie das Geschichtenhaus. Letzteres hat den Beinamen „lebendiges Museum“. Besucher werden hier nämlich während der Besichtigung von Akteuren begleitet, die dabei alte Bremer Persönlichkeiten darstellen. Darunter ist auch Heini Holtenbeen (Holzbein), der von 1835 bis 1909 im Schnoor lebte und nur Platt sprach. Durch einen Unfall hatte er ein steifes Bein, was ihm seinen Spitznamen einbrachte – und er war stadtbekannt, weil er auf dem Marktplatz stets Tabak schnorrte. Nahe der Weser erinnert heute ein Denkmal an dieses Original.

Die Kunstmeile Böttcherstraße

Bremens expressionistische Kunstgasse wurde vom hiesigen Kaffeekaufmann Ludwig Roselius ins Leben gerufen. Der Mann, der den koffeinfreien Kaffee in Bremen erfand, wünschte sich für seine Stadt ein Ensemble aus Handel, Kunst und Genuss. Zwischen 1922 und ’31 wurde sein Wunsch von den zwei Architekten und dem Bildhauer Bernhard Hoetger umgesetzt. Die Häuser an der 108 Meter kurzen Böttcherstraße waren damals weitgehend marode und sollten eigentlich abgerissen werden. Roselius ließ sie nach und nach instand setzen und verwandelte die Straße so in ein Gesamtkunstwerk aus Architektur und traditionellem Handwerk.

In dem altbremischen Patrizierhaus des 16. Jahrhunderts mit den Hausnummern 6 bis 10 verbirgt sich heute das Ludwig Roselius Museum, das Kunst und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zum Barock zeigt. Auch das Paula Modersohn-Becker Museum hat hier einen festen Platz, die Malerin (1876–1907) gilt als Wegbereiterin der Moderne und bekam in der Böttcherstraße als erste Frau der Welt eine eigene Dauerausstellung. Ebenfalls schön anzusehen und zu hören ist das Haus des Glockenspiels – zu jeder vollen Stunde erklingen 30 Meißner Porzellanglocken, und parallel dazu rotieren zehn geschnitzte Holztafeln an der Hausfront, die alte Seefahrer zeigen.

Das alternative Quartier „Viertel“

Wer es weniger touristisch mag, sollte einmal ins „Viertel“ spazieren. Vom Ostertorsteinweg geht es hinein in dieses alternative Quartier. Schon ein farbenfroh gespraytes Chamäleon an einer Hausfront nahe des Bremer Theaters macht klar: Dieses Viertel ist bunt! Street Art ist dort überall zu finden.

Individuelle Läden, Cafés, vegane Restaurants, Secondhand-Shops, Kulturzentren und Programmkinos gibt es hier ohne Ende. Viele Bars und Kneipen locken abends die Partygänger. Das „Bermuda-Dreieck“ aus den Straßen Fehrfeld, Römerstraße und Humboldtstraße zählt zu den Top-Ausgehmeilen, die Dichte an Kneipen und die Schnapsvariationen sind hier enorm hoch. Bremen-Neulinge müssen unbedingt einen Krabeldiwandenuff im „Eisen“ probieren – so heißt eine Kneipe im Sielwall 9, die seit über 25 Jahren Punk und Rock’n’Roll spielt und genau wie der Schnaps ein echtes Unikum ist.

Quelle: https://entdecke-deutschland.de/bundeslaender/bremen/was-ihr-in-der-hansestadt-nicht-verpassen-solltet/

Zwischen Rathaus und Roland: Unesco-Stadt Bremen

Wahrscheinlich verbinden die Meisten die Stadt Bremen als Erstes mit einem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm: die „Bremer Stadtmusikanten“. Bekannt wurde die Hansestadt aber auch dadurch, dass zwei wichtige Sehenswürdigkeiten seit 2004 auf der Unesco-Weltkulturerbeliste stehen. Wie in einigen anderen deutschen Städten kann man auch in Bremen eine Rolandstatue besichtigen. Die wohl beeindruckendste frei stehende Statue ihrer Art wurde 1404 errichtet und symbolisiert seitdem für die Handels-, Markt- und Freiheitsrechte der Hansestadt.

Das Rathaus mit seinem funkelnden Dach

Daneben ist auch das Rathaus ein geschütztes Weltkulturerbe. Das ursprünglich gotische Gebäude stammt aus dem Jahr 1405. Im 17. Jahrhundert wurde die Fassade des Rathauses von dem Architekten Gabriel von Siedl und dem Bildhauer Julius Siedler erneuert und schmückt seitdem im Stil der Renaissance den Marktplatz: Zahlreiche Figuren, Symbole und Verzierungen erzählen in Stein gehauene Geschichten. Noch heute dient das Rathaus als Regierungs- und Senatssitz der freien Hansestadt Bremen. Bekannt ist das Gebäude eigentlich für sein grünes Dach – doch momentan funkelt es bronzefarben in der Sonne. Erst vor Kurzem wurden die Sanierungsarbeiten am Dach abgeschlossen, weshalb es wohl erst in zwanzig Jahren wieder seine charakteristisch grüne Farbe angenommen haben wird. Allerdings befinden sich auch im Rathaus viele Sehenswürdigkeiten.

Millionenfach verknotet

Zunächst wäre da der Senatssaal – ein Treffpunkt für die zwei Bürgermeister, die Senatoren und ihre Stadträte, die hier einmal pro Woche Sitzung halten. Auch der Oberbürgermeister der Seestadt Bremerhaven nimmt regelmäßig daran teil. Das Besondere an diesem Raum ist ein wertvoller Teppich, der aus insgesamt 19 Millionen Knoten besteht und den Bremer Schlüssel abbildet. Eine originalgetreue Nachbildung des ursprünglichen Teppichs kostete 110.000 Euro. Nicht weniger sehenswert ist die obere Rathaushalle, die  einst als Fest- und Sitzungssaal des Rates und des Gerichts diente. Auch eine interessante Tradition hat hier ihren Ursprung: Seit 1545 treffen sich in der Rathaushalle jährlich Kaufleute, Reeder und Kapitäne zum Erfahrungsaustausch bei einem sogenannten „Schaffermahl“. Der Raum ist mit Kunstwerken, allerlei Raritäten und vier prunkvoll von der 13 Meter hohen Decke hängenden Modellschiffen geschmückt. Doch trotz seiner 40 Meter Länge ist er nicht der größte Raum des Rathauses.

Zwischen Behaglichkeit und Feierstimmung

Der bis heute größte Saal wurde erst in den Jahren 1909 bis 1913 nachträglich ergänzt, es handelt sich dabei um den Festsaal des Rathauses. Das Landesparlament tagte hier nach dem Zweiten Weltkrieg, bis sein eigentlicher Tagungsort, das Haus der Bürgerschaft, von den Abgeordneten, bezogen werden konnte. Heutzutage finden im Festsaal besondere Feierlichkeiten statt, wie zum Beispiel der traditionelle Neujahrsempfang des Senats. Kleinere Feierlichkeiten werden im kleineren Kaminsaal ausgetragen, der sich durch eine behagliche, feierliche Atmosphäre auszeichnet. Diese erzeugen der namensgebende Kamin aus französischem Marmor, warmes schwarzbraunes Parkett, dunkelrote Damasttapete, eine weiße Stuckdecke und schwere Kristalllüster.

Walfischkierfer, Gobelins und Ledertapeten 

Zu den kleineren Sehenswürdigkeiten zählt die Wandelhalle. Sie befindet sich in der ersten Etage des Rathauses und führt in den Sitzungssaal des Kabinetts sowie zu den Büroräumen des Bürgermeisters. Allerdings ist sie mehr als ein bloßes Durchgangszimmer: In der Wandelhalle kann man eine eindrucksvolle Lampenkonstruktion aus einem Walfischkiefer bewundern. Außerdem sehr bekannt ist das Gobelinzimmer. Ursprünglich plante es der Architekt des neuen Rathauses, Gabriel von Siedl, als Büro des Bürgermeisters. Stattdessen wurde ein kleiner Empfangs- und Beratungsraum eingerichtet, in dem auch Eheschließungen möglich sind. Zuletzt ist die Güldenkammer von großer Bedeutung. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der vergoldeten Ledertapeten, die in den Jahren von 1618 bis 1620 an ihren Wänden angebracht waren. Jedoch verwahrloste der zwar prunkvolle, aber ungenutzte Raum, bis er 1905 von Heinrich Vogeler im Jugendstil neu gestaltet wurde. Heute ist die Güldenkammer eines der wenigen vollständig im Jugendstil erhaltenen Zimmer.

Quelle: https://karpatenblatt.sk/bremen-rathaus-und-roland-unesco/

Eine Stadtrundfahrt durch Bremen (1963) (Video)

Gesicht und Gesichter von Bremen (1965) (Video)

Die Bremer Stadtmusikanten

“Weißt du was”, sprach der Esel, “ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant, geh mit und lass dich auch bei der Musik annehmen…” Und der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn machten sich gemeinsam auf den Weg nach Bremen….

Auch wir haben uns nach Bremen begeben, zwar nicht um Stadtmusikant zu werden, aber wir wollten ein bißchen Bremer Stadtluft schnuppern und die Stadt erkunden. Klar, dass wir uns auch nach dem wahrscheinlich bekanntesten Wahrzeichen Bremens umgesehen haben.

Das Märchen

Die Brüder Grimm haben das Volksmärchen “Die Bremer Stadtmusikanten” geschrieben und 1819 in den Kinder- und Hausmärchen veröffentlicht.

Das Märchen erzählt von 4 Tieren – dem Esel, dem Hund, der Katze und dem Hahn. Alle diese Tiere sind alt geworden und nützen ihren Besitzern nicht mehr. Bevor sie getötet werden, können sie entkommen. Zufällig treffen die Tiere aufeinander und folgen dem Vorschlag des Esels nach Bremen zu gehen. Dort wollen sie als Stadtmusikanten ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Nacht müssen die Tiere in einem Wald verbringen. Glücklicher Weise entdecken sie ein Räuberhaus. Mit lautem Gesang verscheuchen sie die Räuber und beschließen für immer in dem kleinen Haus im Wald zu bleiben.

Bremer Stadtmusikanten

Schon 1938 kamen in Bremen die ersten Überlegungen auf, ein Denkmal für die Bremer Stadtmusikanten zu errichten. Gerhard Marcks, ein Bildhauer, setzte die Idee schließlich um und so konnte 1953 eine Bronzestatue errichtet werden. Sehr beliebt waren die Stadtmusikanten zunächst nicht. Die Bremer fanden die Tiere nicht lustig genug. Dennoch entwickelte sich die Plastik neben dem Bremer Roland zum Wahrzeichen der Stadt.
Die Stadtmusikanten stehen an der Westseite des Rathauses und werden gerne von den Stadtbesuchern als Fotomotiv und Wunscherfüller besucht. Wer die Vorderbeine des Esels anfasst, dem würde ein Wunsch in Erfüllung gehen – so heißt es.
Heute steht die Skulptur unter Denkmalschutz.

Wer durch Bremen läuft “stolpert” nahezu überall über die Bremer Stadtmusikanten. Nicht nur in Souveniershops sondern von den gemalten Tieren bis hin zu einer Neugestaltung – es gibt überall etwas zu entdecken.

Neben der Bürgerschaft haben wir zum Beispiel die kunterbunten Stadtmusikanten der Bremer LeseLust entdeckt. Die Tiere lesen hier in Büchern. Hund und Katze haben es sich dabei auf dem Rücken des Esels bequem gemacht.
In der Böttcherstraße findet man steinerne Stadtmusikanten des Künstlers Engelhardt Tölken und aus Holz stehen sie im Schnoorviertel.
Aber auch als Streetart haben wir die Stadtmusikanten entdeckt.

Quelle: https://vonortzuort.reisen/deutschland/bremen/bremen-stadt/bremer-stadtmusikanten/

Die Bremer Stadtmusikanten. Ein Märchen der Brüder Grimm

Es hatte ein Mann einen Esel, der schon lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da dachte der Herr daran, ihn aus dem Futter zu schaffen, aber der Esel merkte, daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen; dort, meinte er, könnte er ja Stadtmusikant werden. Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat. «Nun, was jappst du so, Packan?» fragte der Esel. «Ach,» sagte der Hund, «weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen totschlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?» – «Weißt du was?» sprach der Esel, «ich gehe nach Bremen und werde dort Stadtmusikant, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute und du schlägst die Pauken.» Der Hund war’s zufrieden, und sie gingen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und macht ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. «Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?» sprach der Esel. «Wer kann da lustig sein, wenn’s einem an den Kragen geht,» antwortete die Katze, «weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden, und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach Mäusen herumjagen, hat mich meine Frau ersäufen wollen; ich habe mich zwar noch fortgemacht, aber nun ist guter Rat teuer: wo soll ich hin?» – «Geh mit uns nach Bremen, du verstehst dich doch auf die Nachtmusik, da kannst du ein Stadtmusikant werden.» Die Katze hielt das für gut und ging mit. Darauf kamen die drei Landesflüchtigen an einem Hof vorbei, da saß auf dem Tor der Haushahn und schrie aus Leibeskräften. «Du schreist einem durch Mark und Bein,» sprach der Esel, «was hast du vor?» – «Da hab’ ich gut Wetter prophezeit,» sprach der Hahn, «weil unserer lieben Frauen Tag ist, wo sie dem Christkindlein die Hemdchen gewaschen hat und sie trocknen will; aber weil morgen zum Sonntag Gäste kommen, so hat die Hausfrau doch kein Erbarmen und hat der Köchin gesagt, sie wollte mich morgen in der Suppe essen, und da soll ich mir heut abend den Kopf abschneiden lassen. Nun schrei ich aus vollem Hals, solang ich kann.» – «Ei was, du Rotkopf,» sagte der Esel, «zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas Besseres als den Tod findest du überall; du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musizieren, so muß es eine Art haben.» Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie gingen alle vier zusammen fort.

Sie konnten aber die Stadt Bremen in einem Tag nicht erreichen und kamen abends in einen Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze und der Hahn machten sich in die Äste, der Hahn aber flog bis an die Spitze, wo es am sichersten für ihn war. Ehe er einschlief, sah er sich noch einmal nach allen vier Winden um, da deuchte ihn, er sähe in der Ferne ein Fünkchen brennen, und rief seinen Gesellen zu, es müßte nicht gar weit ein Haus sein, denn es scheine ein Licht. Sprach der Esel: «So müssen wir uns aufmachen und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht.» Der Hund meinte: «Ein paar Knochen und etwas Fleisch dran täten ihm auch gut.» Also machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war, und sahen es bald heller schimmern, und es ward immer größer, bis sie vor ein helles, erleuchtetes Räuberhaus kamen. Der Esel, als der größte, näherte sich dem Fenster und schaute hinein. «Was siehst du, Grauschimmel?» fragte der Hahn. «Was ich sehe?» antwortete der Esel, «einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassen’s sich wohl sein.» – «Das wäre was für uns,» sprach der Hahn. «Ja, ja, ach, wären wir da!» sagte der Esel. Da ratschlagten die Tiere, wie sie es anfangen müßten, um die Räuber hinauszujagen und fanden endlich ein Mittel. Der Esel mußte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken springen, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf, und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen insgesamt an, ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute und der Hahn krähte. Dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, daß die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders, als ein Gespenst käme herein, und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übriggeblieben war, und aßen nach Herzenslust.

Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus und suchten sich eine Schlafstelle, jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Tür, die Katze auf den Herd bei der warmen Asche, der Hahn setzte sich auf den Hahnenbalken, und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie auch bald ein. Als Mitternacht vorbei war und die Räuber von weitem sahen, daß kein Licht mehr im Haus brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann: «Wir hätten uns doch nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen,» und hieß einen hingehen und das Haus untersuchen. Der Abgeschickte fand alles still, ging in die Küche, ein Licht anzünden, und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt er ein Schwefelhölzchen daran, daß es Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte. Da erschrak er gewaltig, lief und wollte zur Hintertüre hinaus, aber der Hund, der da lag, sprang auf und biß ihn ins Bein, und als er über den Hof an dem Miste vorbeikam, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß; der Hahn aber, der vom Lärmen aus dem Schlaf geweckt und munter geworden war, rief vom Balken herab: «Kikeriki!» Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach: «Ach, in dem Haus sitzt eine greuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt. Und vor der Tür steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen. Und auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungetüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen. Und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief: ‘Bringt mir den Schelm her!’ Da machte ich, daß ich fortkam.» Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiel’s aber so wohl darin, daß sie nicht wieder heraus wollten.

Quelle: https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_bremer_stadtmusikanten

Die Bremer Stadt∙musikanten (Text & Audio)

Die Bremer Stadtmusikanten (TV-Film)

To be or not to be… That’s Theatre!

History of Theater

When Was Theatre First Invented?

Who Started Theater?

Theater actually began in the 6th century. These ancient Greeks were among the first to demonstrate dramatic presentations. Theatres play an important role in entertainment for people all across the country. Almost anything can be considered a form of entertainment for centuries, including drama, comedy, and music.

How Did Theatre Started?

Historically, drama has been linked to Athens, which gave birth to dithyramb, an ancient song named for god Dionysus, dating as far back as Neolithic times. There is also the ‘City Dionysia’, one of those festivals of entertainment which featured concerts, dancing, and singing.

What Are The 3 Origins Of Theatre?

Tragedy, comedy, and drama were the three different types of drama in ancient Greece. Plays in ancient Greece got their start in the festivals which commemorated Dionysus, as Aristotle (384-322 BCE), the first theoretician of stage plays, claims.

What Was The First Theatre Play?

In 1752, Shakespeare’s “The Merchant of Venice” performed for the very first time in Williamsburg, Virginia. Due to a strong Christian culture, theatrical performance had been prohibited from 1774 to 1789.

Did Ancient Greeks Invent Theatre?

In Ancient Greece, the Greeks innovated art and entertainment. If they could be run at 14,000 people they would be able to accommodate audiences from all over Greece. It was common practice in ancient Greece for Greek theatres to be built on hillsides and constructed round, so all members of the audience could hear what the actors were saying.

Who Made Theatre?

Theater was Invented by the Greeks, who constructed three distinct types: Ancient, Intermediate, and Intermediate Intermediate Intermediate. After the ancient metropolises such as Athens took over the building of their theaters, the other ancient city-states continued to build their theatres. Many believe that the theater we know as the Coliseum is a direct result of the invention of ancient Greece.

What Was The First Theatre?

The first plays were performed in what was then called the Theater of Dionysus, built on Athens’s main square as early as 5th century AD, but soon theatres spread to other parts of Greece as well, so popular that they became a permanent part of the country’s

Who Started Greek Theatre?

As stated in ancient Greek tradition, Thespis was the first actor to appear in plays. He is sometimes referred to as the inventor of tragedy; his name was associated with the first stage tragedy to be staged at the Great (or City) Dionysia.

What Was The First Theatre Stage?

2000 BC. It was located in four Minoan palaces on Crete that the earliest theatrical theaters were found. This was thought to be the oldest of these, dating from around 2000 BC. This was a rectangular stage enclosed in stone. Open-air spaces had rectangular stages that were built of stone.

What Are The Origins Of Greek Theatre?

There were no religious festivals for Greek theatre before the introduction of tragedy plays in Athens in 6th century BCE. The result was a generation of Greek comedy plays which were influenced by these. In addition to Greek drama being hugely popular, performances of other languages spread throughout the Mediterranean. Hellenistic and Roman theatre similarly adapted to Greek drama.

What Are The Three Types Of Ancient Greek Drama?

Drama became an important way for the Ancient Greeks to study the world they lived in, as well as what it meant to be human during this period. Drama has three major kinds of genres – comedy, dramas, comedies, and tragedies.

What Is The Oldest Play?

‘Persians,’ the world’s oldest play, serves as an inspiration for the day.

Who Invented Stage Plays?

As the name implies, Thespis, a priest of Dionysus, introduces a new element to theatre that can be described as its birth.

Source: https://forum-theatre.com/when-was-theatre-first-invented/

Shakespeare’s Globe Theatre

Drama at Shakespeare’s time – and at Shakespeare’s Globe Theatre – was characterised by a tug of war between a disapproving puritanical attitude to theatre by the city councillors on the one hand, and royal approval on the other. The city fathers resented royal patronage and regarded it as interference in their affairs. This battle went on until finally, in 1642 and 1644, all the theatres were destroyed under order of Parliament.

We have therefore had great difficulty in gaining a good picture of what Elizabethan theatres were really like. We don’t even know exactly where the Shakespeare’s Globe Theatre stood, although we can get quite close, and indeed, there is a splendid reconstruction of it, which is now one of London’s most popular theatres and biggest tourist attractions.

One of the most valuable sources of our knowledge about the actual architecture of the theatre is a drawing done by a Dutchman, Arend van Buchell, who did the drawing from a sketch made by his friend, Johannes de Witt, who attended a play at the Swan Theatre. Buchell said of it: ‘the largest and most remarkable of the theatres in London is the Swan, which is able to accommodate three thousand spectators.

After the old Globe Theatre was built in early 1599 the first production was As You Like It, followed by works by Shakespeare, Jonson, Beaumont, Fletcher, and others. In 1613, during a performance of Henry VIII, a cannon went off to mark the entrance of the king, and a stray spark set the thatch roof aflame. In one hour, the theatre was destroyed.

Reconstruction of the Globe began immediately, and it was finished by June 1614. Performances continued until 1642, when the Puritans, who found theatre vulgar and intolerable, shut all theatres down. Two years later the Globe was levelled to make way for tenement dwellings.

Plays were big business for those who owned them: Shakespeare was only one man who became rich from his involvement as a shareholder in the most popular theatre. The plays produced by the Globe were very high in quality and the theatre was always full.

The competition among the theatres created a huge demand for new material and is the single most important factor in the flowering of drama that is now known as the ‘golden age’ of English drama. Apart from Shakespeare’s, scores of the plays of that period are regularly performed today. This great demand is reflected in Shakespeare’s vast output. If you look at a timeline of Shakespeare’s life you will see how fast he worked. He wrote up to four plays in some years and averaged 1.5 plays a year during his working life.

A day out at the Globe Theatre was a real treat. The grounds around the theatre would have been bustling, with plenty of entertainment. Even people not attending performances would flock to the Globe for the market stalls and the holiday-like atmosphere. There were many complaints about apprentices missing work to go to the theatre.

The groundlings paid a penny to stand in the pit of the Globe Theatre. The others sat in the galleries. The very grand could watch the play from a chair set on the side of the stage itself. Theatre performances were held in the afternoon because they needed the daylight. The turnover of plays was unimaginable to the modern mind. The theatres could often present eleven performances of ten different plays in two weeks. The actors generally got their lines only as the play was in progress – very different from the well-rehearsed performances that we expect these days. There would be someone backstage whispering the lines and the actors would then repeat them. Women were not allowed to appear on the stage so the female roles were played by men and boys.

Shakespeare was not only a shareholder in the Globe and a prominent writer; he also acted in some of the plays. We don’t know exactly how many roles he played himself, although we do have some documented information.

Shakespeare had begun his career on the stage by 1592. It is probable that he played the title role in Edward I by Edward Peele in 1593. Regarding the major roles in his own plays, he was probably directing because he gave way to the other actors and played small, peripheral parts, including Adam in As You Like It; Duncan in Macbeth; King Henry in Henry IV Part 1and Part 2; and the ghost in Hamlet. Shakespeare’s first biographer, Nicholas Rowe, refers to a role by Shakespeare as ‘the Ghost in his own Hamlet’ and says that he was at ‘the top of his performance’.

The 20th Century Rebuilding of Shakespeare’s Globe Theatre

In London Shakespeare circles there is a name almost as famous as that of William Shakespeare himself. It is that of Sam Wanamaker, an American actor whose vision almost matched Shakespeare’s.

A new acting space has opened in the Shakespeare Globe complex  named ‘The Sam Wanamaker Playhouse.’ Near to the Globe on the south bank of the River Thames there is a plaque that reads: In Thanksgiving for Sam Wanamaker, Actor, Director, Producer, 1919–1993, whose vision rebuilt Shakespeare’s Globe Theatre on Bankside in this parish.

When Sam Wanamaker first visited London in 1949 he did what most first-time visitors did – he wandered around, overwhelmed by London’s beauty and history. One of the things he did was look for traces of Shakespeare’s Globe and he was astonished to find nothing more than a blackened plaque on a wall of an abandoned brewery. He failed to understand how Londoners, who should have been so proud of their famous writer, could be so neglectful.

While filming in the UK in 1952 he learned that he had become one of the many Hollywood victims of the McCarthy witch hunt and decided not to return to America. He had joined the Communist Party as a very young man and although he had long before abandoned that involvement it was enough for him to be blacklisted. So there was no career possible in America but he made a successful and distinguished career in the UK in film and theatre.

He became obsessed with his big idea – the resurrection of the lost Globe Theatre. In 1970 he launched the Shakespeare Globe Trust, and later obtained a piece of land near to the original site. He had considerable difficulty obtaining permission to build the theatre due to a hostile local council that blocked his efforts for years. He was also ridiculed by the theatre and film establishment but, undaunted, he carried on, using his own earnings from acting and directing to finance the project.

Source: https://nosweatshakespeare.com/resources/theatres/globe-theatre/

The 12 most important elements of the Theater (and what they are for)

Theatrical tradition

Etymologically, the word “theater” comes from “theatron“, which in Greek means “a place to look”. Theatre also called “dramatic genre”, is a literary genre written by playwrights (people who write plays are called “playwrights”).

The objective of this genre is to represent a story through one or more characters who communicate with each other through dialogues (script of the play). The play is presented to an audience.

The most important elements of theatre

Of the 12 elements of the theater already mentioned at the beginning, we find 3 that are even more indispensable than the other actors and actresses, the audience (the audience) and the text (or script). That’s why we’ll expand on your sections.

The other 9 elements of the theatre, but are also important and enrich the play or show. Let’s see what each of these 12 elements of theatre consists of:

Actors and actresses

The first of the elements of theatre, and of outstanding importance. Actors and actresses are people who have studied dramatic arts, and who present the play and its history through scripts, scenes, actions, costumes, etc. In other wordshave the mission of transmitting that story to the public through their words, actions, gestures, etc., giving life to the different characters.

In every play, there is at least one actor or actress, and often there is more than one. However, we must emphasize that a play can also be developed through puppets or puppets (ie, it is not essential that they are people). In this second case, the works are specially designed for children.

The intonation of the actors is usually energetic, with a forceful tone and a moderately high volume, so that the voice reaches the whole audience (and to give forcefulness to the character). Both your verbal and nonverbal language greatly influence the story. of the story, in the actor’s actions, and in how the audience perceives their role.

Text (or indent)

The next of the elements of the theatre is the text of the play. The text is called a script when the work is to be developed in the cinema or on stage. It raises and explains the story this includes the development of facts, scenes, dialogues (or monologues), etc.

That is to say, it includes the whole plot, dividing itself into: approach, knot (or climax), and denouement. A detail to know of the text is that it uses parentheses to pinpoint the action that happens while pronouncing the fragment in question.

The text is divided into acts (it would be the equivalent of chapters in novels); the acts, in turn, are divided into smaller fragments, called tables. Without the text, the work would not exist, so it is another element of the theatre considered essential.

3. Clothing

Costumes include clothing and accessories worn by actors and actresses (or puppets). The wardrobe is a key element in identifying the characters in addition, it allows us to identify the period in which the story takes place. I mean, it offers a lot of information to the audience.

In this way, we see how a character can be created through costumes. This work is developed by a professional stylist in coordination with the makeup artist.

4. Make-up

Make-up is another element of the theatre, which allows the characterization of the actor or actress through his or her physical appearance (especially facial). As we saw, it is related to the wardrobe; that is to say, it must go “according” to it, or at least it must have a joint meaning.

Makeup is used to enhance the qualities of the actors (or “defects”, depending on the type of character), as well as to disguise some factions. In addition, it allows to correct the distortions that produce another element, the illumination; these distortions can be an excess of brightness, a loss of color…

The makeup is done mainly through cosmetic products, paints, creams … In addition to enhance or highlight features, also allows to simulate wounds, scars, moles, freckles …

5. Lighting

Lighting includes the way lights are moved and is used for the spotlights to illuminate one or another area of the stage (or actor). It also includes all the lights and spotlights used during the work. Thus, they allow to transmit certain emotions, to highlight (or hide) actors, etc.

6. Sound

The sound consists mainly of music and various sound effects (e.g. the sound of birds in a spring scene). It allows us to emphasize history and enrich it. It also includes microphones.

7. Director

The director is the person who coordinates the play so that all the elements of the theatre work correctly. In turn, he may or may not be an actor. Her job includes coordinating scenes, actors, make-up, etc. This is the ultimate responsible person.

8. Scenography

The scenography encompasses the different decorations used to set the story. That is to say, it decorates the space where the actors perform. The objective of the scenography is to represent the historical epoch of the plot, as well as the temporal, social, and geographical space in which it takes place.

9. Hearing (public)

The audience is the audience, i.e. the people to whom the play is exposed, who come to see it. The aim of the theater is to entertain the public in various ways, in addition to transmitting ideas and values social, political, historical, vindictive … That is why, even if the public does not intervene in the work, it is considered an important element of the work.

10. Objects

Objects, also called props, are objects that actors and actresses use throughout the different performances. They can move them, throw them, hide them, etc., depending on the action. Although they are considered part of the scenography, they are also considered distinctive elements of the theatre.

11. Choreography

The next element of the theater is choreography; this includes dances (or fights) that appear throughout history (if they do). The choreography is based on the musical works (also called “musical” to dry). The movements and dances of the actors must be in accordance with the music and history.

12. Voice in over

The last element of theatre is the voice in over. Also called “voice over,” it’s the “background” voice that explains what’s happening on stage (although you don’t have to explain all the scenes) or provides extra information. The voice is from a person that the public cannot see although, in fact, it’s usually a voice recording.

Source: https://wellnessbeam.org/the-12-most-important-elements-of-the-theatre-and-what-they-are-for/

Why Theatre is Important in Society

Theatre has a huge impact on society. It gives audiences the chance to learn more about humanity through emotions, actions, and the story being told on stage. Each story a theatrical production tells can connect to the audience in one way or another, whether it be through self-discovery, the background of certain characters, or any […]

Theatre has a huge impact on society. It gives audiences the chance to learn more about humanity through emotions, actions, and the story being told on stage. Each story a theatrical production tells can connect to the audience in one way or another, whether it be through self-discovery, the background of certain characters, or any other reason. Not only that but the creativity and expression behind theatre makes for an evening of entertainment that many people won’t soon forget.

So how does theatre truly impact society?

Like other forms of art, the performing arts let artists communicate messages by using their bodies, voices, and inanimate objects artistically. It’s a way that people can tackle injustices they come across or tell a story that they’re dying to tell the world. Every artist involved in performing arts learns how to take constructive criticism, resolve problems, become disciplined, and persevere through even the most difficult of times. All of these qualities can be applied offstage as well as onstage, making theatre a great way to learn these skills and use them in everyday life. 

Additionally, to successfully put on a show, people need to learn how to work together. This is especially important for children involved in theatre to learn, as they need to know how to work with others to accomplish their goals. Research has shown that kids involved in theatre have a better academic performance, boosting their grades and their math skills. 

Those involved in theatre learn more than just how to act on a stage or create a set design. They have to learn marketing strategies as well since they need to advertise themselves to potential employers. Skills that are learned in theatre can easily be applied outside of theatre as well.

Theatre has lasted throughout the ages for a reason. It reflects what’s happening in society; even after the era a script is written in is long gone, the messages found within it can still be projected onto what’s happening in that next era. Examining humanity and its nature is something that will withstand time, as humans will almost always be the same: there will always be selfishness, and there will always be love. Theatre is just one of many ways to portray those emotions through storytelling.

Theatre is also a form of entertainment that can be enjoyed by the entire family. It is, first and foremost, an art that people can and will indulge in; to dismiss its importance in society is to dismiss people’s creativity and perception of the world.

Source: https://thriveglobal.com/stories/why-theatre-is-important-in-society/

Understand the importance of theatre in society

A theatre is an elitist art form and while going to the theatre you will get a wonderful opportunity to explore the human condition and gather together. It is the intricate part of the human history because it is having the capability to show the best and worst sides of human nature. In a modern world most of the people are having a question about why is theatre important and it is useful to improve creativity level. People might easily connect with the history through the stage and make an effective emotional connection to roots. The theatre is the most crucial one for many reasons such as

  • Self discovery
  • Expression
  • History and education
  • Performing arts
  • Creativity

Performing art is about being creative and it teaches people how to express ourselves more effectively.

How theatre is beneficial to society?

Performing art is form of the art in which artists might use their bodies, voices or inanimate objects to convey artistic expression. Basically performing arts are important one for many reasons like forming new opinions, receiving constructive criticism, solve problems better, perseverance and discipline. In performing arts, children might learn that they might work together in order to achieve common goal. All forms of the performing arts might allow kids to express any pent up emotions which they could be feeling.

According to the studies say that arts important in our community because it is an improved academic performance. Some of the studies report that performing art is really useful to children to enhance their grades in the academic subjects like English and maths. It is really useful to your kid in order to make a better career which they want. When it comes to theatre impact on society then it includes entertainment and other kinds of the factors.

Things to know about theatre

Theatre or theater is the collaborative form of the fine art which is using live performance to present experience of the imagined or real event. Music, dance, theatre, object manipulation and other kinds of the performances are present in the human cultures.

In fact the purpose of theater is to provide through joy to people. The theatre is a branch of the performing arts and it is concerned with the acting out stories in front of the audience. The main benefits of performing arts include improving life skills and academic performance. It is a specialized form of the fine art in which artists can perform their work live to an audience. Performing arts in school is one of the best ways to express their emotions and feelings via role play and acting.

Source: http://www.theatredumississippi.org/2018/07/importance-of-theatre-in-society/

Why Theatre Still is, and Always Will Be, Important

Why is theatre still important? There are not many other environments where people come together – performing or watching – which are collaborative to such a large extent. Especially nowadays, when our world is becoming ever more virtual and impersonal, being fully in the moment with a group of living and breathing people is more important than it ever has been before. Here are just five of many reasons, why we say, yes, theatre is still and always will be important.

When it comes to the importance of theatre in our lives, Oscar Wilde said it best: “I regard the theatre as the greatest of all art forms, the most immediate way in which a human being can share with another the sense of what it is to be a human being.”

Theatre helps us to see things from a different perspective.

We’re shown humanity, collaboration, psychology, conflict, triumph, and trauma.

Now we can watch and to an extent experience how others have imagined dealing with similar situations.

As artists, we put ourselves into emotional and intellectual situations that may never arise in our personal lives. Or we get to re-enact situations for others that we have lived through already. We get to inspire, make a difference.

Theatre reminds us that we are not as alone as we think.

How often do we find ourselves overwhelmed by life and we feel lonely, exposed to the elements, the experiences, and daily struggles?

We fight to overcome trauma and are often wondering, “Why is this happening to me?” In those moments we feel utterly alone and isolated from everyone around us.

The arts remind us that others have gone through similar predicaments before and, like we most likely will do too, they have risen from the ashes and continued as a more mature, stronger version of themselves.

In theatre, we are not only sharing space and an experience with the artists who are performing. As a spectator, we are sharing the experience with fellow audience members as well.

Movies and television tell similar stories. Yet there is never any substitute for being there together in person. Nothing is stronger than the collaborative experience of creating and taking part in what has been created either on stage or in the auditorium.

Theatre is immediate and no performance is ever the same.

Although the script may be the same every night, each performance is unique because it is based on the immediate humanity of the performers as well as the reacting audience.

You can watch the same play every night, yet each time, you will have a distinct and unique experience that can never be replicated.

The interpretation of what is given subtly changing every night due to the human beings on stage subtly changing every single day as well.

In-Person Theatre can help promote social change.

Theatre gives us a chance to ask difficult questions. And almost as in a help group it gives us the chance to, in a relatively safe environment, have a discourse about whatever issues are brought to light. Each of us will think about what we hear and see.

Even if we don’t agree, there is something wholesome and healthy in coming all together to focus on a subject. We can listen to opposing views and widen our horizons.

Theatre promotes growth and learning.

A myriad of studies over the years have shown that students who participate in theatre do better in school.

Taking part in drama classes at school has significantly furthered the understanding of language and expression in students.

Performances can help to develop empathy for the experiences of others and can offer guidance in how to best explore diverse perspectives.

Source: https://www.theatreartlife.com/acting-singing/why-theatre-still-is-and-always-will-be-important/

What Makes Theatre So Special?

Theatre in 2020 left plenty of us asking questions. How would be operate in this climate? What is the future for theatre. It was a period of great uncertainty but led to lots of exploration in new areas. It is period of time that will not be forgotten. In the midst of this uncertainty, I have been thinking a lot about what makes theatre so special.

Learning skills for life

My first tangible memory of theatre was in my first year of secondary school. I remember doing an improvisation exercise where a family took were on an airplane that crashed. Between lessons I would think about the family, who they were and where they were going. Drama very quickly became my favourite lesson. I soon got involved with school plays and a local youth theatre. What makes theatre so special to me is that I have learned so many skills that have been applicable to so many areas of my life ever since. Through studying drama you learn key sills in how to perform, present, work as a team and to be punctual. You may not realise you are learning these skills at the time but it’s amazing when you think about it the number of life skills you pick up through studying drama.

Informing

Like all art forms, theatre has the power to help inform you about the world that we live in. I’ve learned so much about the world from theatre performances. During my college years we studied the work of British playwright Joe Orton whose plays such as Entertaining Mr Sloame and The Erpingham Camp discussed homosexuality in Britain during the 1960’s when it was still a criminal offence. These plays offered a view into a period of Britain’s history that has been heavily overlooked. In the last few years the work of Ad Infinitium have showcased areas of life and society that I’ve not personally been touched by but have left a lasting impression of me because they discussed, probed and highlighted issues that are vital. No Kids presents the issues presented by a same sex couple on whether or not to start a family. Whilst Extraordinary Wall o̶f̶ ̶S̶i̶l̶e̶n̶c̶e̶ presented three different stories of oppression and the story of British Sign Language.

Site-specific work also gives you the opportunity to understand more of locations. Witness for the Prosecution  is set in the splendid surroundings of London County Hall and gives the audience the opportunity of not only seeing a fantastic theatre production but know more about the London County Hall itself.

Entertainment

Entertainment is crucial to our personal existence. We always need escapism from our day-to-day lives in order to keep a perspective on things. Whether it would be a best-selling novel or a blockbuster film, the power of entertainment is undeniable. When it comes to theatrical entertainment, few very things come close to the same level of excitement. The sense that you are seeing something live with a selected number of people is something it is hard if not impossible to replicate in other art forms.

No theatre performance is ever the same. If ever there is a moment when I am feeling lost or uncertain watching a theatre performance is more often than not the first thing I think to do. One of my favourite theatre productions to see is the Agatha Christie classic murder mystery The Mousetrap  set in the fictional Monkswell Manor. The play, which is the longest running play in London’s West End, is a fabulous example of the power of storytelling to catapult you into a world of escapism. The outrageously talented Mischief Theatre company are another example who demonstrate that farce, fantastic writing and excellent comedy timing can generate huge excitements for audiences. If you ever do get a chance to watch any of their shows you must. Currently you can see their BBC television series The Goes Wrong Show on BBC iPlayer here or their lockdown show Mischief Movie Night.

Theatre is and always will be magical. Despite the unprecedented challenges that we as an industry face, it has the power to overcome adversity, adapt to the new surroundings and come out stronger and more determined. We are blessed as an industry to be populated by people who are passionate and devoted to the enhancement of theatre. What makes theatre so special? For me it’s my been the central character in my life and I can’t imagine a life without it.

Source: https://www.theatreartlife.com/staying-still/what-makes-theatre-so-special/

Voyager avec Jules Verne (III): Vingt mille lieues sous les mers et L’île Mystérieuse

Jules Verne: le prophète scientifique

Écrivain prolifique et visionnaire, Jules Verne sut capter l’esprit d’invention du XIXe siècle dans des romans où chaque idée continue à surprendre le lecteur par sa capacité d’anticipation.

Jules Verne, incontestablement, fut un homme du XIXe siècle. Né en 1828 dans une famille de la bourgeoisie nantaise, il connut en effet un parcours très classique et représentatif de cette époque. À une enfance et une jeunesse provinciales marquées par une éducation dans une institution religieuse succéda la traditionnelle « montée à Paris » pour faire son droit.

Là, comme tant d’autres, le jeune étudiant est happé par la vie littéraire, fréquente les salons et les cénacles, rencontre les gloires du temps comme Victor Hugo ou Alexandre Dumas. Il publie alors quelques nouvelles et quelques contes dans les journaux, écrit de nombreuses pièces pour le théâtre, avant de faire une rencontre décisive, celle de l’éditeur Pierre-Jules Hetzel en 1861. C’est le début d’une intense collaboration, qui accouche d’une œuvre immense – les Voyages extraordinaires, un ensemble de 62 romans et de 18 nouvelles –, qui conféra à Jules Verne une renommée internationale. Auréolé de gloire, l’écrivain, qui s’était installé à Amiens en 1871, y décède en 1905, terrassé par une crise de diabète. 

Pourtant, derrière ce destin finalement si conforme aux attentes du XIXe siècle se dissimule un romancier visionnaire : le futur proche qu’il décrivit à longueur de pages ressemblait étrangement à ce que nous sommes devenus. Sa première grande intuition fut d’imaginer une société élargie aux dimensions de la planète, où les voyages sur terre, sur mer ou dans les airs devenaient monnaie courante, aux sources d’une première et évidente mondialisation. Porté par une indestructible foi dans la science et le progrès, Verne brossa aussi un monde où la machine était au service de nos rêves. 

UNE CRÉATIVITÉ SANS BORNE

Plusieurs de ses innovations sont demeurées célèbres, à commencer par le Nautilus, l’extraordinaire sous-marin électrique du capitaine Nemo, qu’il met en scène en 1869 dans Vingt Mille Lieues sous les mers. Mais ce fantastique engin est loin d’être le seul. En 1886, dans Robur-le-Conquérant, le romancier décrit l’Albatros, une sorte de plate-forme volante s’élevant dans les airs grâce à des hélices. Sa carlingue, faite de « papier sans colle, dont les feuilles sont imprégnées de dextrine et d’amidon, puis serrées à la presse hydraulique », lui assurait à la fois légèreté et résistance extrêmes.

Le même Robur, qui réapparaît dans Maître du monde en 1904, dispose cette fois-ci de l’Épouvante, véhicule triphibie qui combine la voiture, le sous-marin et l’avion. Plus classique mais non moins efficace se révèle le vaisseau spatial, carapacé d’aluminium, qu’un canon géant installé en Floride (non loin de l’actuel cap Canaveral) parvient à propulser en 1865 De la Terre à la Lune. Dans ce même roman, Verne imagine également un dispositif de locomotion dans l’espace utilisant l’énergie des radiations émises par les étoiles : c’est le principe des voiles solaires, ou photovoiles. Le train routier amphibie et à freins atmosphériques qu’il décrit en 1880 dans La Maison à vapeur pourrait sembler plus anodin. Ce serait oublier que la locomotive à vapeur à quatre roues qui le tracte est un éléphant d’acier qui crache le feu par la trompe et dont les yeux sont des fanaux électriques! 

L’inventivité visionnaire de Jules Verne ne se limite pas aux seuls moyens de transport. Il imagine parfois des instruments autrement plus redoutables, comme la chaise électrique qu’il met en scène dans Paris au XXe siècle, près de 30 ans avant qu’elle ne soit expérimentée dans l’État de New York, ou encore certaines armes de destruction massive. Dans Face au drapeau, qu’il publie en 1896, Verne introduit Thomas Roch, un très inquiétant personnage, prototype du savant fou qui vient de mettre au point le « Fulgurateur », au potentiel destructeur sans précédent. Il s’agit d’un projectile en forme de disque, une sorte de missile avant l’heure, chargé d’un explosif très puissant et qui peut parcourir de très vastes distances. À l’arrivée, la déflagration qu’il produit détruit toute forme de vie sur plusieurs milliers de mètres carrés. 

Moins terrible, mais tout  aussi visionnaire, dans L’Île à hélice, Standard-Island est une île artificielle propulsée par des hélices. La capitale de ce paradis flottant, Milliard City, est peuplée de milliardaires et bénéficie de toutes les commodités que procure l’électricité. Mais c’est au registre des communications modernes que figurent les idées les plus prémonitoires du romancier. Ainsi cette préfiguration de l’hologramme, qu’il met en scène dans Le Château des Carpathes en 1892. Dans ce manoir hanté de Transylvanie se produit encore la belle Stilla, une cantatrice italienne décédée depuis longtemps.

Il faudra quelque temps au jeune héros pour comprendre que le baron de Gortz, sinistre propriétaire des lieux, se contente de diffuser les derniers enregistrements de la diva, tout en projetant sur un miroir l’un de ses portraits en pied. Dans La Journée d’un journaliste américain en 2889, qu’il publie dans The Forum en 1889, Verne va plus loin encore dans le futur de la communication.

Le reporter Francis Bennett converse avec sa femme de l’autre côté de l’Atlantique grâce au « téléphone-téléphote », qui retransmet la voix mais aussi l’image à l’aide d’un système de « miroirs sensibles connectés par des câbles ». La vidéoconférence venait de naître ! Dans le même roman, des tubes transocéaniques transportent des voyageurs à une vitesse de 1 500 km/h, des aérocars sillonnent l’espace, des extraterrestres nous adressent des photo-télégrammes. L’hibernation, à – 172°C, est devenue un procédé courant de conservation des corps, mais cela n’empêche pas les États de se livrer à la guerre bactériologique en échangeant des obus porteurs de la peste, du choléra ou de la fièvre jaune. 

DE LA FICTION À LA RÉALITÉ

« On ne croira pas aujourd’hui à vos prophéties », lui aurait lancé Hetzel en refusant le manuscrit de Paris au XXe siècle. Verne, pourtant, n’était ni Léonard de Vinci, ni Alexander Graham Bell. Tout ce qu’il imaginait prenait sa source dans des inventions déjà existantes. « Je suis de la génération comprise entre ces deux génies, Stephenson et Edison », expliquet-il dans The Story of my Boyhood, ses « souvenirs d’enfance et de jeunesse » publiés aux États-Unis en 1891.

Le romancier, qui se passionna pour les Expositions universelles (et Paris en compta cinq de son vivant, en 1855, 1867 1878, 1889 et 1900), fut le contemporain d’innombrables inventions. L’électricité, si matricielle dans son œuvre, était la grande découverte du temps ; des sous-marins avaient été expérimentés aux États-Unis durant la guerre de Sécession, et la conquête du ciel pointait déjà son nez.

Moins qu’un inventeur, Verne était un anticipateur qui imaginait seulement ce que les inventions qu’il voyait naître deviendraient dans le futur. Il ne faisait donc qu’extrapoler à partir de prouesses scientifiques ou techniques de son temps. Le personnage de Thomas Roch, par exemple, s’inspirait très largement du chimiste français Eugène Turpin, inventeur de la mélinite et des canons gyroscopiques. En 1897, le savant attaqua d’ailleurs Verne et Hetzel pour diffamation. Mais la poursuite n’aboutit pas. Car la force du romancier était précisément de transposer tout cela dans la fiction, pour le plus grand plaisir de ses lecteurs. 

Source: https://www.nationalgeographic.fr/histoire/2020/03/jules-verne-le-prophete-scientifique

9 technologies prédites par Jules Verne, écrivain et visionnaire de génie

Écrivain et visionnaire de génie du 19e siècle, Jules Verne a écrit de nombreuses œuvres d’anticipation qui recèlent de technologies que l’on utilise aujourd’hui et qui étaient alors considérées comme totalement farfelues à son époque. Nous vous présentons 9 de ses inventions « imaginaires » qui ont finalement et véritablement vu le jour. 

LE SOUS-MARIN ÉLECTRIQUE

Le Nautilus, le sous-marin fictif de Vingt mille lieues sous les mers, livre sorti en 1869, est très certainement l’une des créations les plus célèbres de Jules Verne. Dans l’imaginaire du roman, il s’agit d’un sous-marin extrêmement avancé, compact et puissant, qui utilise l’électricité pour fonctionner, alors que celle-ci n’en est qu’à ses balbutiements à cette époque. C’est en 1880 que les ingénieurs ont commencé à construire des sous-marins fonctionnels qui utilisaient alors la même technologie que celui imaginé par l’écrivain pour plonger et émaner des océans. C’est finalement en 1887 que le premier sous-marin électrique fut lancé par la marine espagnole.

L’HÉLICOPTÈRE 

Dans son roman « Robur le Conquérant » paru en 1886, Jules Verne conte l’histoire de Robur, un inventeur brillant qui provoque la colère des membres du Weldon-Institute, un club rassemblant tous ceux qui pouvaient s’intéresser à l’aérostatique, en disant que l’avenir appartient non pas aux ballons, mais aux machines volantes. Il construit alors l’Albatros (que l’on voit au deuxième plan de l’illustration ci-dessus), une machine volante mue par l’électricité, et emmène deux des membres du club dans un périple autour du monde à bord de son invention. C’est justement cet engin qui est le gigantesque « prédécesseur » de l’hélicoptère puisqu’il consiste en une plateforme s’envolant grâce à des hélices tenues en parallèle au sol.

LA VIDÉOCONFÉRENCE 

Jules Verne fourmillait d’idées en ce qui concernait le futur de la communication. L’une des plus marquantes est sans aucun doute le « téléphone » qui apparaît dans sa nouvelle baptisée « La Journée d’un journaliste américain en 2889 » parue en 1889. A cette époque, le téléphone de Alexander Graham Bell avait moins de 15 ans, et pourtant, l’écrivain, avec l’aide de son fils, voyait déjà plus loin : il a imaginé une sorte de « console » qui permettait non seulement de recevoir et d’envoyer des « appels », mais aussi de monter des images en mouvement grâce à un système de « miroirs sensibles connectés par des câbles ».

LA CAPSULE SPATIALE

Dans son livre « De la Terre à la Lune » paru en 1865, Jules Verne raconte l’histoire des hommes du Gun Club de Baltimore qui, après la fin de la guerre de Sécession et s’ennuyant par manque d’activité, ont l’idée d’embarquer pour la Lune. Alors que le méthode de lancement est quelque peu originale (elle consiste en un long canon disposé sur une colline en Floride), beaucoup d’autres aspects imaginés par l’écrivain sont particulièrement proches de la réalité. Comme lors du premier lacement sur la Lune en 1965, le vaisseau imaginé par Jules Verne était fait d’aluminium, transportait trois astronautes et le livre contenait même des détails particulièrement précis sur l’effet de la gravité zéro sur le corps humain.

LA GUERRE DES DRONES

Le roman « Paris au XXe siècle » a été écrit en 1860 par Jules Verne mais n’a été publié qu’en 1994, à titre posthume. En effet, à l’époque où il termine son ouvrage, son éditeur le refuse, jugeant qu’il nuirait à la réputation de l’auteur et ajoute ainsi « On ne croira pas aujourd’hui à vos prophéties ». Pourtant, quelques-unes de ces prophéties se sont bel et bien réalisées… Ce bouquin retrace la vie d’un jeune homme de 16 ans qui cherche sa place dans le monde après avoir obtenu son diplôme. Lorsque ce dernier cherche à rejoindre l’armée, il réalise qu’il n’y a plus besoin de soldats pour faire la guerre, puisqu’elles sont toutes menées par des machines et des robots.

LES PERFORMANCES ARTISTIQUES HOLOGRAPHIQUES 

Dans son livre « Le Château des Carpathes » publié en 1892, Jules Verne a fait une prédiction des plus étranges… Celle des performances artistiques holographiques ! En effet, dans ce roman, l’écrivain raconte l’histoire d’un baron vivant dans un château présumé hanté de Transylvanie. Lorsqu’un visiteur vient investiguer le lieu, il découvre qu’un chanteur d’opéra décédé depuis longtemps continue de se produire pour le baron… Finalement, il finit par comprendre qu’il s’agit en réalité d’une projection qui rejoue sans cesse une performance passée… Finalement, c’est un peu ce qu’il s’est produit durant le festival de musique Coachella en 2013, durant lequel les spectateurs ont pu assister à une performance du rappeur Tupac, décédé en 1996, grâce à un hologramme.

LA CHAISE ÉLECTRIQUE

C’est à nouveau dans le livre « Paris au XXe siècle » écrit en 1860, que Jules Verne a fait une prédiction pour le moins dérangeante… Celle de la chaise électrique. Alors que le protagoniste, Michel, tombe sur la construction d’une plateforme d’exécution publique, la méthode utilisée pour la mise à mort n’est plus la hache du bourreau, mais bel et bien une chaise connectée à des câbles électriques. Il est à noter que les propriétés dangereuses de l’électricité n’ont été connues qu’en 1863, alors que l’écrivain avait déjà écrit son livre. De plus, l’idée de tuer des gens grâce à cette méthode n’est apparue qu’en 1888, lorsque la toute première chaise électrique a été construite par l’État de New York.

LES MISSILES GUIDÉS 

Beaucoup des inventions de Jules Verne étaient détenues par des personnages qui n’auraient probablement pas dû y avoir accès. Ainsi, dans son livre « Face au drapeau » paru en 1896, l’écrivain a imaginé le Fulgurateur, une arme de destruction massive sans précédent créée par le personnage Thomas Roch. Il consiste en un projectile chargé d’un explosif très puissant qui, une fois disposé sur un chevalet et après avoir réglé sa disposition de visée, s’élance jusqu’à une distance de plusieurs kilomètres avant d’exploser. Ça ne vous rappelle rien ? Le Fulgurateur est bien le cousin des missiles guidés que nous connaissons à notre époque et qui ont été utilisés pour la première fois par le Troisième Reich durant la Seconde Guerre mondiale.

LES VOILES SOLAIRES

Encore une fois, Jules Verne a fait des merveilles en prédisant les voiles solaires dans son livre « De la Terre à la Lune« . A noter qu’un voile solaire (ou photovoile) est un dispositif de propulsion utilisant la pression de radiation émise par les étoiles pour se déplacer dans l’espace à la façon d’un voilier. Et c’est justement cela que l’écrivain a prédit dans son livre pour faire se mouvoir sa capsule, dont nous vous parlions quelques lignes plus haut.

Source: https://dailygeekshow.com/inventions-technologie-jules-verne/9/

Qui était vraiment Jules Verne

L’un de ses meilleurs biographes, Jean-Paul Dekiss, retrace le destin de cet écrivain prolifique, grand voyageur, amateur de théâtre, homme de son monde et dont l’imagination de génie le rapproche de ses personnages.

Qui était Jules Verne, avant de connaître le succès avec ses «Voyages extraordinaires»?

Jean-Paul Dekiss. Cet enfant de la bourgeoisie nantaise, né le 8 février 1828, a rêvé tout au cours de sa jeunesse devant les bateaux qui partaient pour de longs périples sous les fenêtres de la maison familiale face aux quais de la Loire. A 20 ans, après une déception amoureuse, il «monte» à Paris et commence des études de droit. Il fréquente les salons littéraires et se lie d’amitié avec Alexandre Dumas fils. C’est un boute-en-train un peu bohème, qui fréquente un joyeux club de célibataires, les «Onze sans femme». Il lit beaucoup – Hugo, Shakespeare, Walter Scott – et écrit quelques tragédies, qui ne seront jamais jouées. Finalement, on l’a un peu oublié aujourd’hui, il se lance dans le vaudeville mais également l’opérette. Sa première pièce, Les pailles rompues, est montée sur la scène du Théâtre historique, alors qu’il n’est âgé que de 22 ans. Jules Verne est un familier du monde des théâtres parisiens – il est embauché comme secrétaire du Théâtre lyrique – et vit sur les Grands Boulevards. Ses opérettes Colin-Maillard et Monsieur de Chimpanzé vont connaître leur petit succès. 

Il est tout de même obligé de devenir agent de change pour gagner sa vie…
J.-P. D.
 Oui. Après son mariage avec une jeune Amiénoise, sa belle-famille lui confie un petit capital et il se retrouve placier en Bourse. Son fils Michel, dont nous reparlerons, naît en 1861 et la période du joyeux célibat s’achève. Cette même année 1861, il se plonge dans l’écriture d’un premier roman. 

Quel est le déclic qui va l’amener aux «Voyages extraordinaires»?

J.-P. D. Il y en a deux, l’un humain, l’autre littéraire. La rencontre avec l’explorateur Jacques Arago est déterminante. Cet aventurier aveugle (!), parent de la célèbre famille de savants, sillonne le globe et publie des récits haletants, porté par l’esprit des Encyclopédistes et un goût pour l’astronomie et la géographie. A peu près à la même époque, Jules Verne découvre l’?uvre d’Edgar Allan Poe, en particulier Les aventures d’Arthur Gordon Pym, dont il imaginera une suite dans Le sphinx des glaces. Il admire son goût du mystère et la finesse de la narration. Il rédige même une étude littéraire sur l’auteur des Histoires extraordinaires, la seule qu’il ait jamais publiée de sa vie. C’est à cette époque qu’il s’attelle à un roman d’un genre nouveau, que lui inspire, entre autres, son ami le photographe Nadar, grand amateur d’ascensions en montgolfière. Pour l’heure, cette ?uvre s’appelle encore Un voyage en l’air. 

Qui était Jules Verne, avant de connaître le succès avec ses «Voyages extraordinaires»?

Jean-Paul Dekiss. Cet enfant de la bourgeoisie nantaise, né le 8 février 1828, a rêvé tout au cours de sa jeunesse devant les bateaux qui partaient pour de longs périples sous les fenêtres de la maison familiale face aux quais de la Loire. A 20 ans, après une déception amoureuse, il «monte» à Paris et commence des études de droit. Il fréquente les salons littéraires et se lie d’amitié avec Alexandre Dumas fils. C’est un boute-en-train un peu bohème, qui fréquente un joyeux club de célibataires, les «Onze sans femme». Il lit beaucoup – Hugo, Shakespeare, Walter Scott – et écrit quelques tragédies, qui ne seront jamais jouées. Finalement, on l’a un peu oublié aujourd’hui, il se lance dans le vaudeville mais également l’opérette. Sa première pièce, Les pailles rompues, est montée sur la scène du Théâtre historique, alors qu’il n’est âgé que de 22 ans. Jules Verne est un familier du monde des théâtres parisiens – il est embauché comme secrétaire du Théâtre lyrique – et vit sur les Grands Boulevards. Ses opérettes Colin-Maillard et Monsieur de Chimpanzé vont connaître leur petit succès. 

Il est tout de même obligé de devenir agent de change pour gagner sa vie…
J.-P. D.
 Oui. Après son mariage avec une jeune Amiénoise, sa belle-famille lui confie un petit capital et il se retrouve placier en Bourse. Son fils Michel, dont nous reparlerons, naît en 1861 et la période du joyeux célibat s’achève. Cette même année 1861, il se plonge dans l’écriture d’un premier roman. 

Quel est le déclic qui va l’amener aux «Voyages extraordinaires»?

J.-P. D. Il y en a deux, l’un humain, l’autre littéraire. La rencontre avec l’explorateur Jacques Arago est déterminante. Cet aventurier aveugle (!), parent de la célèbre famille de savants, sillonne le globe et publie des récits haletants, porté par l’esprit des Encyclopédistes et un goût pour l’astronomie et la géographie. A peu près à la même époque, Jules Verne découvre l’?uvre d’Edgar Allan Poe, en particulier Les aventures d’Arthur Gordon Pym, dont il imaginera une suite dans Le sphinx des glaces. Il admire son goût du mystère et la finesse de la narration. Il rédige même une étude littéraire sur l’auteur des Histoires extraordinaires, la seule qu’il ait jamais publiée de sa vie. C’est à cette époque qu’il s’attelle à un roman d’un genre nouveau, que lui inspire, entre autres, son ami le photographe Nadar, grand amateur d’ascensions en montgolfière. Pour l’heure, cette ?uvre s’appelle encore Un voyage en l’air. L’application L’ExpressPour suivre l’analyse et le décryptage où que vous soyezTélécharger l’app

Intervient alors, comme un miracle, la rencontre avec l’éditeur Pierre-Jules Hetzel…
J.-P. D.
 Elle va tout précipiter. A l’automne 1862, Jules Verne, alors âgé de 34 ans, propose le manuscrit de son histoire de ballon à Hetzel. L’éditeur est emballé et lui signe instantanément un contrat: Cinq semaines en ballon, premier volume d’une série appelée à devenir mythique, paraît en janvier 1863. Ce long roman arrive à point nommé pour Hetzel, qui rentre d’un long exil à Bruxelles, où il a notamment publié les Châtiments et Napoléon le Petit, deux terribles charges de Victor Hugo contre Napoléon III. Ce fervent républicain vient tout juste de s’allier à Jean Macé, laïc convaincu et fondateur de la puissante Ligue de l’enseignement, pour lancer un périodique, le Magasin d’éducation et de récréation. Verne présentera parfois Jean Macé comme son «directeur de conscience». Le credo de la revue est simple: distraire les familles en les éclairant. Avec ses «romans géographiques» et sa glorification du progrès, Jules Verne a tapé dans le mille. Hetzel demeurera son seul et unique éditeur jusqu’à sa mort. 

Pourtant, les échanges entre eux seront parfois tendus…
J.-P. D.
 Hetzel est un éditeur exigeant, comme en témoigne la lettre par laquelle il refuse le deuxième manuscrit de Verne, Paris au XXe siècle. «Je m’étonne que vous ayez fait d’entrain et comme poussé par un dieu une chose si pénible, si peu vivante», lui écrit-il. Ce manuscrit, exhumé par l’arrière-petit-fils de Jules Verne, ne sera publié qu’en 1994. Par la suite, Hetzel n’hésitera pas à intervenir sur le contenu des plus grands chefs-d’?uvre de Verne. Il voulait, par exemple, introduire une sorte de Gavroche pour guider les derniers pas de Michel Strogoff, devenu aveugle. Verne a refusé. Mais surtout, un débat assez vif les a opposés à propos de la personnalité du capitaine Nemo, l’un des héros emblématiques des «Voyages extraordinaires». Hetzel avait du mal à accepter la dimension anonyme et nihiliste de ce personnage qui coulait des navires sans raison et semblait haïr l’humanité. C’était une sorte de Ben Laden! Il suggère d’en faire un antiesclavagiste qui se vengerait des Anglais. Verne refuse et finalement les deux hommes décident de ne pas justifier les actes de Nemo, ce qui lui conférera cette dimension si particulière. Il faudra attendre la fin de L’île mystérieuse pour apprendre que le capitaine Nemo est en réalité un ancien maharadjah décidé à se venger des Anglais. Mais, comme on l’a découvert récemment en étudiant le manuscrit, Hetzel a tout de même réussi à apposer sa patte sur Nemo: dans la version originale de Verne, le dernier mot du capitaine était «Indépendance!»; l’éditeur l’a rayé et remplacé par «Dieu et patrie!». Ce qui, vous en conviendrez, n’est pas tout à fait la même chose… 

Comment est organisé le cycle des «Voyages extraordinaires», qui comprend soixante-deux romans?

J.-P. D. Avec les six premiers volumes, Verne explore les six axes de notre univers: les airs avec le ballon, le pôle (Voyages et aventures du capitaine Hatteras), le centre de la Terre, le tour du monde (Les enfants du capitaine Grant), la Lune et la mer. La suite sera une série de variations autour de ces thèmes fondateurs. Verne écrit sur les nouvelles formes de l’enchantement. Ce qui ne l’empêche pas d’aborder des sujets plus noirs, comme avec Robur le Conquérant, ce nihiliste qui veut asseoir sa domination sur les airs. Il est amusant de noter que ce roman est écrit exactement à l’époque où Nietzsche rédige Par-delà le bien et le mal, dont la thématique n’est pas si éloignée. 

Comment travaillait Jules Verne?

J.-P. D. Après avoir publié Vingt mille lieues…, Les enfants du capitaine Grant et De la Terre à la Lune, il déménage au Crotoy puis à Amiens. Là, il mène une vie réglée, car son contrat avec Hetzel stipule qu’il doit livrer trois volumes par an. Il écrit de 5 heures à 11 heures le matin, un premier jet au crayon de papier, puis la version définitive à l’encre. Après un déjeuner rapide, il file à la bibliothèque de la Société industrielle d’Amiens, où il épluche la presse scientifique et rédige des fiches qui lui servent de documentation pour ses romans. Il puise également beaucoup d’idées de personnages ou d’inventions dans ses conversations avec les industriels qui fréquentent cet endroit. Par ailleurs, chaque année, il consacre environ deux mois à la navigation et passe un mois à Paris, où il retrouve Hetzel et le monde du théâtre. 

Jules Verne a-t-il connu rapidement la fortune avec ses romans?

J.-P. D. Si l’on regarde ses relevés de ventes chez Hetzel, on s’aperçoit qu’il vendait entre 30 et 40 000 exemplaires de chaque volume dans les cinq premières années. A sa mort, en 1905, ses plus célèbres romans avaient atteint les 100 000 exemplaires. Jules Verne ne percevait pas pour autant des droits d’auteur colossaux. Pour Cinq semaines en ballon, il ne touche que 500 francs de l’époque (environ 1 500 euros) à la signature. Par la suite, il aura 8% sur le prix de vente pour l’édition courante; pour les magnifiques éditions illustrées qui ont pourtant propagé le mythe Verne, il ne perçoit pas un centime sur les 20 000 premiers exemplaires (et très peu au-delà)! Hetzel prétend que l’impression des gravures et des riches couvertures cartonnées ne permet pas de dégager de marges suffisantes. Après les premières années, son revenu mensuel se montait à environ 4 000 euros d’aujourd’hui. Mais, pour cela, il doit livrer trois épais romans par an et écrire des manuels de géographie. Et s’il quitte Paris pour Amiens, c’est parce que la vie y est moins chère. Etrangement, ce sont les adaptations au théâtre qui vont apporter la fortune à Verne: Le tour du monde en 80 jours et Michel Strogoff sont d’immenses succès internationaux, qui relancent la vente des romans. Grâce aux contacts que Hetzel avait noués en exil, Verne est traduit très tôt à l’étranger. A la fin de sa vie, l’auteur de Robur le Conquérant est une star: lors de son dernier voyage autour de la Méditerranée, le bey de Tunis met son train privé à sa disposition, le pape le reçoit à Rome et un feu d’artifice est tiré en son honneur à Venise. 

A propos, le mythe voudrait que l’auteur des «Voyages extraordinaires» n’ait jamais quitté Paris et Amiens…
J.-P. D.
 Encore une idée reçue! A une époque où il n’était pas toujours simple de voyager, très jeune il visite la Scandinavie et l’Ecosse; en 1867, il s’embarque pour New York sur le Great Eastern, le plus grand paquebot du XIXe siècle. Là-bas, il ira visiter les chutes du Niagara. De ce périple, il tirera la matière d’Une ville flottante. Verne est un amoureux de la mer, il possédera de magnifiques voiliers, en particulier le Saint-Michel III, un ancien yacht à vapeur de 31 mètres nécessitant un équipage de huit hommes. Il y aménage une bibliothèque, y écrit parfois un chapitre de roman dans son «cabinet flottant». Chaque année, il vogue plusieurs mois en Méditerranée, au large de l’Irlande et du Danemark. Seule la vieillesse l’éloignera de la mer, sa grande inspiratrice. 

Comment caractériser l’écriture de Jules Verne?

J.-P. D. «Je n’ai qu’une ambition en littérature, c’est d’être un styliste», écrivait-il à Hetzel. Son style fluide, classique, a l’art de vous plonger dans un sentiment de quiétude après une dizaine de pages. L’exposition dure en général très longtemps, parfois jusqu’à la moitié du roman. Il alterne descriptions, intrigue et dialogues vifs, nourris des ficelles du vaudeville. A sa manière, il dépasse la vision romantique du monde: chez lui, la nature n’est plus le cadre majestueux du roman, mais un acteur à part entière. Tempêtes, éruptions, orages sont comme des personnages. Bien sûr, parfois, certaines descriptions ou listes d’animaux sont un peu longues, mais on ne s’ennuie jamais. Jules Verne a même envisagé un temps de se présenter à l’Académie française, sur la suggestion de son ami Dumas fils. Mais il ne fera jamais acte de candidature officielle. 

On l’ignore souvent, mais certains romans signés Jules Verne ont en réalité été écrits ou coécrits par son fils…
J.-P. D.
 L’ironie veut que Jules Verne, dont les livres ont enchanté des générations d’enfants, ait eu les plus grandes difficultés à élever son fils. Michel était un garçon instable, qui a d’abord été confié à un institut spécialisé près de Tours, puis, alors qu’il avait une quinzaine d’années, envoyé par voie de justice, à la demande de son père, sur un bateau pour faire le tour du monde. Hetzel a raconté comment le romancier s’effondrait en pleurs dans son bureau à l’évocation des frasques de ce fils unique. Avec le temps, Michel devient chroniqueur scientifique au Figaro et commence à écrire quelques nouvelles comme L’agence Thompson and Co, que son père corrigera et qui sera publiée sous le nom de Jules Verne. A la mort du romancier, Michel Verne et le fils Hetzel décident d’éditer les manuscrits encore inédits. Certains sont publiés tels quels (Le beau Danube jaune, En Magellanie…), mais d’autres, comme L’étonnante aventure de la mission Barsac, sont largement retouchés par Michel, comme on a pu l’établir ces dernières années en étudiant les manuscrits. 

A la fin de sa vie, Jules Verne s’investit dans la vie politique locale d’Amiens…
J.-P. D.
 Il a toujours eu des amis de tous bords. Républicains, évidemment, avec Hetzel et Jean Macé. Mais aussi monarchistes: au Tréport, son bateau est voisin de celui de la famille d’Orléans. En 1888, il est élu conseiller municipal d’Amiens sur une liste républicaine. Il va surtout s’investir dans les domaines de la culture et de l’urbanisme. Il bataille ferme pour que la modernisation du tramway ne s’accompagne pas de fils électriques au-dessus des trottoirs, inaugure un magnifique cirque octogonal à deux pas de chez lui et défend âprement les subventions du théâtre. Son seul grand roman politique, En Magellanie, date de ces années-là: on y découvre le personnage d’un anarchiste, Kaw-Djer, qui préside aux destinées d’une colonie de neuf cents personnes sur une île, au large de la Terre de Feu, dans la grande tradition du roman utopique. Ce sera la dernière grande figure des «Voyages extraordinaires». A la fin de sa vie, Verne est affaibli par les séquelles d’une blessure mystérieuse: un soir, devant chez lui, à Amiens, Gaston, l’un de ses neveux, lui tire deux balles de revolver. On ne saura jamais pourquoi et la famille a tout fait pour étouffer l’épisode. Il est à l’hôpital, lorsqu’il apprend la mort de Hetzel. Il ne se pardonnera pas de n’avoir pu assister aux obsèques. 

Quelle postérité artistique a-t-il laissée?

J.-P. D. Il faut savoir que Jules Verne n’a jamais écrit spécifiquement pour les enfants. Ses romans étaient d’ailleurs publiés en feuilleton dans des organes sérieux comme Le Journal des débats. Il écrit sur son temps. On le présente parfois comme le père de la science-fiction, mais il situe l’action de quasiment tous ses romans dans la seconde partie du XIXe siècle et souvent même dans l’année de leur rédaction, et non dans un futur indéterminé. Cela n’empêche pas nombre d’écrivains d’anticipation, comme Ray Bradbury ou Isaac Asimov, de se réclamer de lui. Mais son influence va bien au-delà du genre: Raymond Roussel (qui lui rend visite à Amiens), Julien Gracq, Apollinaire, Georges Perec, Michel Butor, Roland Barthes ont dit ou écrit leur admiration. Au cinéma, Walt Disney (qui a failli se ruiner pour produire Vingt mille lieues sous les mers avec James Mason et Kirk Douglas), Steven Spielberg ou James Cameron n’ont jamais caché leur fascination pour Verne. Il est peut-être l’écrivain qui a le plus influencé l’imaginaire du XXe siècle. 

Source: https://www.lexpress.fr/culture/livre/qui-etait-vraiment-jules-verne_809816.html

Audio:

Jules Verne, la science de la fiction !

L’œuvre de Jules Verne, fruit de sa plume prolifique et de ses connaissances scientifiques considérables, a cartographié pour des millions de lecteurs une certaine idée de l’imaginaire.

Les mondes extraordinaires de Jules Verne

Écrivain français le plus traduit dans le monde, Jules Verne a laissé derrière lui plus de 60 « Voyages extraordinaires ». 110 ans après sa mort, l’auteur de « 20 000 lieues sous les mers » ou « Le tour du monde en 80 jours » continue de faire frémir et rêver des générations entières. Il inspire également de nombreux artistes, comme en témoignent à Nantes les étonnantes Machines de l’île.

Vidéo:

Vingt mille lieues sous les mers

Publié en 1869, Vingt mille lieux lieux sous les mers est un roman d’aventures fantastiques de Jules Verne qui a fasciné des générations de lecteurs. Il a fait l’objet de traductions en 174 langues, c’est dire si, à travers le monde, ce livre a inspiré bien des adaptations au cinéma ou en bandes dessinées. Aimant à se documenter de mille façons et fréquentant les milieux scientifiques, c’est en témoin érudit de son époque que Jules Verne raconte les découvertes et l’évolution des sciences à travers son œuvre, ce qui la rend d’autant plus captivante.

Résumé du livre

Durant l’année 1866, plusieurs navires se trouvent aux prises avec un monstre marin d’une vitesse et d’une puissance inouïs. Revenant d’une expédition de six mois dans le Nebraska, Pierre Aronnax, professeur suppléant au Muséum d’Histoire naturelle de Paris pense qu’il s’agit d’un narval géant. La marine le convie à participer à une expédition à bord de la frégate américaine Abraham-Lincoln destinée à retrouver le monstre marin et à en délivrer les mers. Accompagné de Conseil, son fidèle domestique flamand, le Français embarque et se lie d’amitié avec Ned Land un harponneur canadien également à bord.

Après avoir sillonné les mers du Pacifique sans succès, le bateau mené par le commandant Faragut se prépare à rentrer lorsque Ned Land aperçoit un éclat électrique : le narval recherché. Après une nuit à tenter de le poursuivre, Ned réussit à lancer un harpon dans sa direction. La créature réagit aussitôt en inondant la frégate. Le choc est effroyable. Pierre Aronnax est précipité à la mer. L’hélice et le gouvernail brisés, le navire disparaît dans le lointain. Mais, auparavant, le fidèle Conseil a volontairement rejoint le naturaliste dans l’eau. Tous deux espèrent alors que des embarcations de la frégate viendront les sauver. En réalité, c’est Ned Land qui vient à leur secours. Également tombé par-dessus bord, il a trouvé refuge sur le monstre marin qui se trouve être fait en tôle d’acier. Ce cétacé tant redouté n’est pas un animal, mais une machine. Finalement, huit hommes apparaissent et les emmènent à l’intérieur du sous-marin.

Les trois compagnons font connaissance avec le mystérieux capitaine Nemo qui a rompu tout lien avec la société pour des raisons qu’il préfère garder secrètes. S’il accepte de leur donner l’hospitalité, il refuse toutefois que ses trois nouveaux passagers quittent à jamais son navire, le Nautilus. Cet homme mystérieux reconnaît Pierre Aronnax car il a souvent lu son livre sur les grands fonds de la mer. C’est pourquoi il lui demande de l’aider à poursuivre ses études sous-marines. Nemo lui explique le fonctionnement de ce sous-marin. L’air est renouvelé en remontant à la surface une fois par jour même si quelques réserves d’oxygène sont prévues. Tout à bord du Nautilus est créé à l’aide de ce qui est trouvé dans l’océan : l’électricité, la nourriture, les vêtements, etc.

Prisonniers du Nautilus, Pierre Aronnax, Ned Land et Conseil parcourent les océans du globe durant de longs mois. Le naturaliste est ravi de ce voyage d’exploration sous les eaux. Cette aventure lui offre ainsi l’occasion d’observer de nombreuses merveilles de l’océan, de découvrir une cité engloutie ou encore d’atteindre la banquise du pôle Sud. Cependant, Ned Land ne pense qu’à une seule

Un voyage initiatique

Excellent vulgarisateur, Jules Verne redonne un aperçu des connaissances scientifiques de son époque au sujet du milieu marin. Ainsi, ses descriptions dans les domaines de l’océanographie, de la biologie marine ou de l’ichtyologie sont extrêmement précises. Dans ce roman, il anticipe également les progrès techniques. En 1869, l’électricité n’en est encore qu’à ses balbutiements. Si les sous-marins existent déjà, le Nautilus fait preuve de performances extraordinaires.

Mais Vingt mille lieues sous les mers est avant tout un voyage initiatique durant lequel les héros subiront de nombreuses épreuves. Tout au long de cette aventure extraordinaire, ils découvriront l’Atlantide, chasseront dans une forêt sous-marine, traverseront une attaque de poulpes, risqueront d’être asphyxiés sous la banquise, etc. L’énigmatique capitaine Nemo réapparaîtra dans un autre roman de Jules Verne, L’Île mystérieuse.

Source: https://www.futura-sciences.com/livres/science-fiction-vingt-mille-lieues-sous-mers-122/

Pourquoi Vingt mille lieues sous les mers est devenu un livre culte

À quoi reconnaît-on la place d’un roman dans la littérature mondiale ? À ses traductions. À ce jeu-là, Vingt mille lieues sous les mers est un véritable champion.

Le roman mettant en scène le capitaine Nemo dans son sous-marin, le Nautilus, est disponible dans plus d’une centaine de langues. De quoi propulser Jules Verne (1828-1905), son auteur, au rang du deuxième écrivain le plus traduit au monde, juste derrière la reine britannique du suspense, Agatha Christie, et devant William Shakespeare. Excusez du peu !

Un roman qui anticipe

Mais comment Vingt mille lieues sous les mers, publié initialement sous forme de feuilleton entre 1869 et 1870 a-t-il pu devenir à ce point culte dans le paysage littéraire comme dans les esprits ?

Pour Agnès Marcetteau, vernienne et directrice du musée Jules-Verne à Nantes, le succès repose sur le travail considérable fourni par l’auteur. « Jules Verne commence à parler de ce roman dès 1865. Soit quatre ans avant le début de la publication. Il s’est beaucoup renseigné, notamment à l’Exposition universelle de 1867 à Paris.»

Là, il peut observer les premiers modèles de sous-marins et les démonstrations de scaphandres dans des aquariums humains. De quoi donner naissance au Nautilus, un sous-marin avant-gardiste qui « présente les performances d’un véritable sous-marin nucléaire du XXe siècle alors que la technologie de l’époque n’avait mis au point ni un moteur sans oxygène ni l’autonomie en profondeur! ».

Son scaphandre autonome est, lui, largement inspiré de l’appareil Rouquayrol-Denayrouze, créé quelques années auparavant, mais qui n’avait qu’une autonomie d’une demi-heure. Avec Jules Verne, on peut plonger une dizaine d’heures !

À ce titre, Vingt mille lieues sous les mers anticipe donc le développement des technologies sous-marines, mais aussi l’état de la planète. Alors que nous sommes au XIXe siècle, le Nantais de naissance s’inquiète déjà de la surpêche et de l’épuisement des ressources !

Un travail considérable autour du personnage principal

Ce travail considérable, Jules Verne l’applique aussi à son fameux personnage du capitaine Nemo, à la dimension épique et dramatique. « Ce sont ses discussions avec son éditeur, Pierre-Jules Hetzel, qui vont notamment permettre de dresser un personnage quasiment archétype, un héros qui fascine. »

Preuve de ces discussions et de ce travail en profondeur sur la personnalité du héros, la nationalité de Nemo. À l’origine, Jules Verne l’imaginait en aristocrate polonais en conflit contre l’empire des tsars. Mais comme l’éditeur Hetzel avait des intérêts en Russie, il convaincra Verne d’abandonner cette piste. « Pour moi, la qualité de Vingt mille lieues sous les mers vient de cette contrainte éditoriale autour du personnage », assure Agnès Marcetteau.

Un écrivain universel adapté au cinéma

Le succès planétaire de ce livre provient aussi du projet romanesque de Jules Verne qui voulait explorer la totalité du globe. « C’est ce qui fait sa spécificité par rapport à des écrivains comme Balzac ou Zola, qui se concentrent sur le pays et la société dans lesquels ils vivent. C’est sans doute pourquoi, en plus de s’adresser à tous les âges, Verne est un écrivain universel. »

Résultat, Vingt mille lieues sous les mers a rapidement dépassé le simple statut de roman, en étant maintes fois adapté. Au cinéma bien sûr, dès ses débuts. Mais c’est le film de 1954, tourné par Richard Fleischer et Walt Disney Productions, avec Kirk Douglas, qui marquera le plus les esprits, en remportant plusieurs Oscars.

« Le cinéma se prête bien à l’œuvre de Jules Verne, qui n’oublions pas était à la base un homme de théâtre et un bon scénariste », souligne Agnès Marcetteau.

Cinéma, mais aussi théâtre, jeu vidéo, animation (le fameux poisson-clown Nemo rend ainsi hommage au capitaine), œuvres audio (Charles Aznavour et Jacques Gamblin ont notamment interprété le roman sur une musique originale de Yassen Vodenitcharov), sans oublier des attractions dans les parcs Disneyland américain, français et japonais, autant de prolongements de Vingt mille lieues sous les mersqui assurent à l’œuvre une légende éternelle.

Source: https://www.ouest-france.fr/leditiondusoir/2020-01-06/pourquoi-vingt-mille-lieues-sous-les-mers-est-devenu-un-livre-culte-2b25e957-6332-4944-90af-bec81dc2a44d

Texte entier

I
Un écueil fuyant
L’année 1866 fut marquée par un événement bizarre, un phénomène inexpliqué et inexplicable que personne n’a sans doute oublié. Sans parler des rumeurs qui agitaient les populations des ports et surexcitaient l’esprit public à l’intérieur des continents, les gens de mer furent particulièrement émus. Les négociants, armateurs, capitaines de navires, skippers et masters de l’Europe et de l’Amérique, officiers des marines militaires de tous pays, et, après eux, les gouvernements des divers États des deux
continents, se préoccupèrent de ce fait au plus haut point.
En effet, depuis quelque temps, plusieurs navires s’étaient rencontrés sur mer avec « une chose énorme », un objet long, fusiforme, parfois phosphorescent, infiniment plus vaste et plus rapide qu’une baleine.
Les faits relatifs à cette apparition, consignés aux divers livres de bord, s’accordaient assez exactement sur la structure de l’objet ou de l’être en question, la vitesse inouïe de ses mouvements, la puissance surprenante de sa locomotion, la vie particulière dont il semblait doué. Si c’était un cétacé, il surpassait en volume tous ceux que la science avait classés jusqu’alors. Ni Cuvier, ni Lacépède, ni M. Dumeril, ni M. de Quatrefages n’eussent admis l’existence d’un tel monstre – à moins de l’avoir vu, ce qui s’appelle vu de leurs propres yeux de savants.
À prendre la moyenne des observations faites à diverses reprises – en rejetant les évaluations timides qui assignaient à cet objet une longueur de deux cents pieds, et en repoussant les opinions exagérées qui le disaient large d’un mille et long de trois –, on pouvait affirmer, cependant, que cet être phénoménal dépassait de beaucoup toutes les dimensions admises jusqu’à ce jour par les ichtyologistes – s’il existait toutefois.

(…)

Audio:

Audio:

«Vingt mille lieues sous les mers» de Jules Verne

En 1867, dans le Pacifique, un mystérieux monstre marin percute des navires. Le savant Aronnax, son domestique Conseil et le harponneur Ned Land partent à sa poursuite. Lorsqu’ils se retrouvent dans le ventre du monstre, en réalité un fabuleux sous-marin conçu par le capitaine Nemo, c’est le début d’un prodigieux périple à travers les eaux… Le chef-d’œuvre de Jules Verne est le premier roman où l’électricité fut traitée comme la force universelle qu’elle allait devenir. Du Pacifique au pôle Sud en passant par la Méditerranée, voici une épopée scientifique et maritime électrisée par l’Orchestre National de France! 

Les aventures du Capitaine Nemo, «Vingt mille lieues sous les mers» d’après Jules Verne, épisodes 1 à 5

L’année 1866 fut marquée par un événement bizarre, un phénomène  inexpliqué et inexplicable que personne n’a sans doute oublié. Sans  parler des rumeurs qui agitaient les populations des ports et surexcitaient l’esprit public à l’intérieur des continents, les gens de mer furent particulièrement émus. Les négociants, armateurs, capitaines de navires, skippers et masters de l’Europe et de l’Amérique, officiers des marines militaires de tous pays, et, après eux, les gouvernements des divers États des deux continents, se préoccupèrent de ce fait au  plus haut point. 

En effet, depuis quelque temps, plusieurs navires s’étaient  rencontrés sur mer avec « une chose énorme, » un objet long, fusiforme,  parfois phosphorescent, infiniment plus vaste et plus rapide qu’une baleine.

Vidéo:

Vingt Mille Lieues sous les mers – Georges Méliès (1907)

20,000 Leagues Under the Sea – Stuart Paton (1916)

20,000 Leagues Under the SeaRichard Fleischer (1954)

Captain Nemo and the Underwater City – James Hill (1969)

Капитан Немо (Kapitan Nemo) – Vasily Levin (1975)

The Amazing Captain Nemo – Alex March, Paul Stader (1978)

20,000 Leagues Under the Sea – Geoff Collins (1985)

20000 Leagues Under the Sea – Rod Hardy (1997)

Twenty Thousand Leagues Under the Sea – Michael Anderson (1997)

20,000 Leagues Under the Sea –

20,000 Leagues Under The Sea -Scott Heming (2004)

20 000 lieues sous les mers – Sydney Bernard (2013)

20 000 lieues sous les mers – Christian Hecq, Valérie Lesort (2015)

Vingt mille lieues sous les mers – Stéphane Michaka (2016)

20 000 lieues sous les mers – Cie de La Grande Poche (2016)

Vingt mille lieues sous les mers – Les Percussions Claviers de Lyon (2017)

Plongées Immobiles – Nicole Charpentier, Christian Chabaud (2017)

Jules Verne’s Twenty Thousand Leagues Under The Sea – Toby Hulse (2021)

L’île Mystérieuse

C’est en 1874 que L’Île Mystérieuse de Jules Verne apparaît. L’auteur reprend le Capitaine Nemo comme personnage principal dans cette aventure après l’avoir utilisé dans Vingt Mille lieues sous les mers. L’Île Mystérieuse est ainsi la suite de la première œuvre de l’écrivain.

Le début

L’histoire de ce roman débute pendant la Guerre de Sécession. Richmond en Virginie a été assiégée. A cette période, la ville est la capitale de la confédération. Les nordistes ont laissé derrière eux que misère, famine et des milliers de morts. Un ingénieur du nom de Cyrus Smith, Nab (diminutif de Nabuchodonosor, son serviteur ancien esclave affranchi mais fidèle à son ancien maître, un marin nommé Pencroff ou Bonadventure très habile dans la couture et la menuiserie, un jeune homme orphelin de 15 ans appelé Harbert Brown et un reporter de guerre portant le nom de Gédéon Spilett décident de monter dans un ballon et de s’enfuir de l’endroit. Ils emmènent avec eux un chien répondant au nom de Cyrus. Le 20 mars, le groupe s’installe dans la nacelle et part vers l’inconnu.

La vie en ballon

Pendant plusieurs jours, le petit groupe va voler dans ce ballon de fortune. Ie 24 mars, un ouragan très puissant les touche. ils affrontent des vents d’une extrême violence. Les passagers se débarrassent de tous le poids qu’ils ont en excédent de bagages mais ça ne suffit pas. Il finissent par s’écraser sur une île déserte volcanique. Cette île n’existe pas dans la réalité mais l’auteur la situe au large de la Nouvelle-Zélande dans le Pacifique Sud. Le groupe baptise alors l’île et cette dernière portera le nom de Lincoln.

Organisation de la vie sur l’île

Petit à petit, le groupe organise sa vie sur l’île. Smith a de multiples talents qu’il met à disposition du groupe. Ils commencent par faire du feu puis construisent un four pour les poteries. L’ingénieur sait aussi comment fabriquer des explosifs. Avec ses compagnons, il emménage une embarcation. Ils fabriquent une sorte de télégraphe et bâtissent leur maison dans une grotte grâce aux connaissances de Pencroff. Ils la baptisent Granite House. Malgré toute leur bonne volonté, tout s’acharne contre eux. Ils vont être confrontés à des séismes, des éruptions volcaniques et des ouragans. Ils rencontrent un orang-outan qu’ils vont appeler Jupiter ou Jup et l’apprivoiseront.

Une adaptation assez mystérieuse

Plus on avance dans l’histoire et plus on se rend compte que le groupe s’adapte sur l’île. On se rend compte aussi que certains événements sont inexplicables comme si quelqu’un veillait sur eux. A moment donné, ils trouvent sur l’île des munitions avec des outils. Un peu plus tard, c’est un message dans une bouteille venant de la mer qui se présente à eux. Ils tombent aussi sur un porc mort et trouvent une balle dans son corps.

Explorations des alentours

Le message dans la bouteille donne au groupe des espoirs de ne pas être seuls. Ils prennent alors leur embarcation de fortune pour aller visiter les alentours. L’île de Tabor serait leur destination privilégiée car elle semblerait abriter un naufragé. Une fois qu’ils sont arrivés sur cette île, ils trouvent un étrange personnage.

Une rencontre bien particulièrement

Arrivés sur l’île de Tabor, le groupe rencontre un personnage du nom d’Ayrton. Il vit comme une bête sauvage depuis le temps qu’il est seul. Le groupe apprend qu’Ayrton est un bandit. Grâce à ses nouveaux compagnons Ayrton retrouve un peu la vie civilisée ainsi que la rédemption.

Retour sur Lincoln

Le groupe décide de revenir sur son île mais le retour est très difficile. Ils vont rencontrer une tempête qui les déviera de leur chemin. Mystérieusement, ils retrouver ce dernier grâce à un feu sur l’île qui, pourtant, n’a pu être allumé spontannément.

Quelques temps après

Ayrton arrive sur l’île de Lincoln avec un groupe de pirates. Il désire se servir de l’île comme son repaire. Il va livrer bataille au groupe de héros mais son bateau explose subitement. Un grand nombre de pirates est tué. Bizarrement les corps n’ont aucune trace de blessure sur leur corps comme s’ils n’avaient pas combattu. Six d’entre eux en réchappent et l’un d’eux touche Harbert d’une balle. Ce dernier est blessé. Une bouteille de sulfate de quinine apparaît alors subitement. Le jeune homme se remet peu à peu et guérit de sa blessure.

Le questionnement

Le groupe depuis le début de son arrivée sur l’île, s’étonne d’être sauvé à chaque fois par une mystérieuse puissance résidant sur le même sol. Les six pirates rescapés sont toujours sur l’île et les colons pensent qu’Ayrton s’est fait enlevé par eux. Ils retrouvent ce dernier allongé mais il ne se souvient de rien. Les colons retrouvent les pirates morts et se demandent comment cela a pu être possible. Dans le même temps, ils sont en train de construire un bateau pour pouvoir s’en aller de l’île. Un jour, un message leur demande de se rendre à un point précis. Ils savent alors qu’ils ont à faire à leur mystérieux sauveur. Ils finissent par le retrouver et ce personnage bienveillant n’est autre que le capitaine Némo qui est très aimé de Smith et Spilett. Smith lui dévoile l’admiration qu’il a pour lui à cause de sa légende et son génie. Némo leur révèle que le fait de les avoir observer pendant de si longs jours lui a redonné confiance aux humains et qu’il est extrêmement fier de les avoir secourus à maintes reprises.

La fin de l’histoire

Le Capitaine Nemo est blessé et il va mourir. Il demande au groupe d’attendre sa fin pour le faire couler avec le Nautilus une fois qu’il serait mort. Le lendemain, l’équipe respecte ses dernières volontés. Pendant qu’ils terminent leur embarcation, l’île se met à gronder. Le volcan entre en éruption. Le groupe met son bateau à l’eau avec de grandes difficultés. Alors qu’ils embarquent, l’île est alors ravagée par le volcan. Le groupe a rejoint un roc au bout de l’île et aperçoit un bateau. C’est le fils du Capitaine Némo qui a reçu un message de son père et qui vient les secourir. Le groupe défend Ayrton pour lui expliquer que le pirate s’est repenti. Le fils du capitaine Némo les croit et ramène tout le monde à terre. Une fois revenus aux Etats-Unis, le groupe achète un grand domaine grâce à un coffret que leur a offert le Capitaine Nemo. Ils vivent alors ensembles et tous heureux.

Source: https://www.bacfrancais.com/bac_francais/resume-jules-verne-ile-mysterieuse.php

Texte entier

Première partie
Les naufragés de l’air
I
L’ouragan de 1865. – Cris dans les airs. – Un ballon emporté dans une trombe. – L’enveloppe déchirée. – Rien que la mer en vue. – Cinq passagers. – Ce qui se passe dans la nacelle. – Une côte à l’horizon. – Le dénouement du drame.
« Remontons-nous ?
– Non ! Au contraire ! Nous descendons !
– Pis que cela, monsieur Cyrus ! Nous tombons !
– Pour Dieu ! Jetez du lest !
– Voilà le dernier sac vidé !
– Le ballon se relève-t-il ?
– Non !
– J’entends comme un clapotement de vagues !
– La mer est sous la nacelle !
– Elle ne doit pas être à cinq cents pieds de nous ! »
Alors une voix puissante déchira l’air, et ces mots retentirent :
« Dehors tout ce qui pèse !… tout ! et à la grâce de Dieu ! »
Telles sont les paroles qui éclataient en l’air, au-dessus de ce vaste désert d’eau du Pacifique, vers quatre heures du soir, dans la journée du 23 mars 1865.

(…)

Audio:

Vidéo:

The Mysterious Island – Lucien Hubbard (1929)

Таинственный остров (Mysterious Island) – Eduard Pentslin (1941)

Mysterious Island – Spencer Gordon Bennet (1951)

Mysterious Island – Cy Endfield (1961)

L’ile mysterieuse – Henri Colpi, Juan Antonio Bardem 1973

Mysterious Island – Family Channel (1995)

Jules Verne’s Mysterious Island – Russell Mulcahy (2005)

Jules Verne’s Mysterious Island – Mark Sheppard (2012)

Journey 2: The Mysterious Island – Brad Peyton (2012)

Lîle mystérieuse – Les voyages extraordinaires de Jules Verne (2016)

Voyager avec Jules Verne (I): Cinq semaines en ballon et Le Tour du monde en 80 jours

Jules Verne: biographie de l’auteur des Voyages extraordinaires

Jules Verne, écrivain du XIXe siècle, est un pionnier des romans de science-fiction. Jules Verne naît à Nantes le 8 février 1828. Son père, Pierre Verne, est avoué et sa mère, Sophie Allotte de la Fuyë, est issue d’une famille d’armateurs nantais. C’est l’aîné d’une famille de cinq enfants (Paul, Anna, Mathilde et Marie). Destiné à embrasser comme son père une carrière juridique, il suit des études de droit à Nantes puis à Paris. Son goût pour la littérature le pousse à écrire quelques poèmes. Petit à petit l’envie de devenir écrivain se fait plus pressante. Il rencontre les Dumas père et fils. En 1850, avec leurs soutiens, Jules Verne parvient à faire jouer sa comédie «Pailles rompues«, qui connaît un certain succès. Il se lance dans un travail d’écriture, rédige des pièces de théâtre et des nouvelles, et abandonne définitivement le métier d’avoué. En 1852, il devient secrétaire du Théâtre Lyrique. En 1856, il fait la connaissance d’Honorine Meurel à Amiens. Il épouse cette jeune veuve et mère de deux filles l’année suivante. Ils ont un fils, Michel Verne en 1861. Jules Verne, afin de faire vivre sa famille, devient agent de change à la bourse de Paris. En 1859, il part avec son ami Aristide Hignard à la découverte de l’Écosse.

Jules Verne et les Voyages extraordinaires

En 1862, Jules Verne rencontre un éditeur du nom de Pierre-Jules Hetzel. Il lui propose un manuscrit intitulé «Voyage en l’air». Ce dernier est publié un an plus tard sous le titre «Cinq semaines en ballon«, connaît un grand succès et devient le premier volume des Voyages extraordinaires (qui en compte 54 au total). C’est le début d’une longue collaboration et d’une longue amitié entre Verne et Hetzel. En 1863, Jules Verne rédige «Paris au XXème siècle» qu’Hetzel refuse de publier tandis que «Voyage au Centre de la Terre» sort un an plus tard en première édition puis est publié une seconde fois en 1967. «De la Terre à la Lune» est édité en feuilleton dans Le Journal des Débats durant l’année 1865.

En 1867, il embarque avec son frère à bord d’un énorme paquebot à destination de l’Amérique. Cet amoureux de la mer acquiert en 1868 son premier bateau, baptisé le Saint Michel en hommage à son fils. Il sera ensuite remplacé par le Saint Michel II et III. En 1871, il part s’installer à Amiens, la ville d’origine de sa femme. Jules Verne écrit cette année-là le «Tour du monde en 80 jours» qui sera publié l’année suivante. Cette œuvre reçoit les acclamations du public. Jules Verne organise en avril 1877 un grand bal costumé sur le thème «De la Terre à la Lune». Il donnera un deuxième bal en 1885. De 1878 à 1883, Verne navigue sur les flots, allant d’Alger en Ecosse, puis en Norvège. Il fait en 1884 une grande croisière en Méditerranée avec son épouse Honorine.

Voyage au centre de la Terre, résumé

Roman d’aventure écrit en 1864, il est publié en novembre de la même année, puis une seconde fois en 1867. Jules Verne écrit ce troisième roman d’aventure après «Cinq semaines en ballon» (1863) et «De la Terre à la Lune» (1865). «Voyage au centre de la Terre» est réellement un voyage vers le centre de la planète mené par un savant allemand, son neveu et un guide, grâce à un passage dans un volcan islandais, le Sneffels (Snæfellsjökull). Grâce à la découverte d’un ouvrage ancien de runes, les explorateurs se penchent sur les secrets de la planète au fur et à mesure de leurs aventures. L’auteur mêle ainsi la cryptologie, une science en plein essor, avec des données scientifiques et des aventures imaginaires, mais rendues vraisemblables par le génie de Verne. La paléontologie, la géologie, l’exploration de l’Islande, les merveilles imaginées par Jules Verne sont jusqu’à aujourd’hui restées fascinantes et font l’objet de nombreuses représentations (en films par exemple).

Mort de Jules Verne et héritage

1886 est une année sombre pour Jules Verne. Il est victime de la folie de son neveu qui lui tire dessus avec un revolver. Touché à la jambe, il boitera pour le reste de sa vie. Quelques jours plus tard, son éditeur Hetzel décède à Monaco. En 1888, Jules Verne devient conseiller municipal d’Amiens. Parallèlement à ces fonctions, il continue d’écrire. Il publie l’année suivante «Famille Sans-Nom» et «Sans-dessus dessous». La santé de Jules Verne se fait de plus en plus fragile. A sa blessure à la jambe qui ne le laisse jamais en paix s’ajoutent la cataracte et le diabèteLe 24 mars 1905, Jules Verne meurt suite à une crise de diabète. Près de 5 000 personnes assistent à ses funérailles au cimetière de la Madeleine à Amiens. Après sa mort, son fils Michel Verne publie plusieurs livres qu’il a parfois remaniés. Celui que beaucoup considèrent comme le père français de la science-fiction laisse derrière lui de très nombreuses œuvres. Ses livres ont marqué ce genre littéraire et la littérature française en général. Verne vécut à l’époque de grand progrès (l’électricité, le téléphone, le télégraphe, les chemins de fer et les machines à vapeur), il est donc parfois à tort considéré comme un romancier pour enfant ou un écrivain scientifique. Mais il était plus que ça, il avait le génie de rendre vraisemblable ce qui ne l’était pas.

Bibliographie des plus grandes œuvres de Jules Verne

Romans

  • Cinq semaines en ballon (1863)
  • De la Terre à la Lune (1865)
  • Voyage au centre de la Terre (1867)
  • Les Enfants du capitaine Grant (1868)
  • Vingt mille lieues sous les mers (1869) – roman où apparaît le Capitaine Nemo et son Nautilus.
  • Paris au XIXe siècle (1869)
  • L’île Mystérieuse (1869)
  • Le Tour du monde en 80 jours (1872)
  • Michel Strogoff (1876)

Pièces de théâtre

  • Les Pailles rompues (1850)
  • Un neveu d’Amérique ou les deux Frontignac (1873)
  • Monna Lisa (lue pour la première fois en (1874)
  • Le Tour du monde en quatre-vingts jours (1874)
  • Les Enfants du capitaine Grant (1878)
  • Michel Strogoff (1880)

Ouvrages historiques

  • À propos du Géant (1863)
  • Edgard Poe et ses œuvres (1864)
  • Géographie illustrée de la France et de ses colonies (1867-1868)
  • Découverte de la terre : Histoire générale des grands voyages et des grands voyageurs (3 tomes : 1870, 1879, 1880)
  • Les Méridiens et le calendrier (1873)

Source: https://www.linternaute.fr/biographie/litterature/1775048-jules-verne-biographie-courte-dates-citations/

Le monde de Jules Verne : sa biographie

Jules Verne de Nantes

Pierre Verne, originaire de Provins, acheta en 1826 une charge d’avoué à Nantes, et épousa l’année suivante Sophie Allotte de la Fuÿe. De cette union naquirent cinq enfants : Jules (le 8 février 1828), Paul, Anna, Mathilde et Marie.
L’île Feydeau, où se trouve la maison natale de Jules Verne, était alors vraiment une île, enserrée entre deux bras de Loire. L’immeuble du 2, quai Jean-Bart, où il passa les quatorze premières années de sa vie, dominait le confluent de la Loire et de l’Erdre. De la maison de campagne de Chantenay, on voyait l’activité du port se déployer jusqu’au cœur de la ville.
Jules Verne n’a vu la mer pour la première fois qu’à l’âge de douze ans, mais les îles, les ports et les bateaux, qui seront les thèmes favoris de tant de ses œuvres, étaient depuis longtemps déjà dans sa vie et dans ses rêves.

Un poète de quinze ans

Dans la famille Verne, on pratiquait volontiers la poésie de circonstance : naissances et mariages étaient l’occasion de célébrer en vers les joies de l’amour et de la famille. Jules Verne a commencé à versifier très jeune : «Dès l’âge de douze ou quatorze ans», devait-il déclarer en 1904 à un journaliste, «j’avais toujours un crayon sur moi et du temps où j’allais à l’école, je n’arrêtais pas d’écrire, travaillant surtout la poésie».
à l’adolescence, il commença de remplir les deux cahiers de poésies qui l’ont accompagné toute sa vie et qui, restés inédits à sa mort, ne furent publiés qu’en 1989. Poésie lyrique ou satirique, émois amoureux ou rimes de chansonnier, les genres les plus divers s’y côtoient. Plus tard, il fut aussi parolier, fournissant à son ami le compositeur Aristide Hignard des poèmes à mettre en musique. Ces chansons, réunies en recueil, parurent en 1857, sous le titre de Rimes et mélodies.

Les tribulations d’un Nantais à Paris

Au début des années 1850, Jules Verne, «monté» à Paris pour y terminer ses études de droit, ne sait pas encore qu’il sera romancier, mais il sait qu’il ne sera pas juriste. L’étude d’avoué de son père attendra vainement qu’il en prenne la succession. En attendant que ses œuvres lui apportent gloire et fortune, il dévore avec appétit les joies de la vie parisienne. dans la mesure où une modeste pension paternelle et quelques travaux alimentaires le lui permettent.
Les lettres qu’il envoie à ses parents témoignent de sa vie quotidienne et de ses difficultés : comment un jeune homme qui envisage une carrière littéraire peut-il fréquenter les salons avec des chemises en lambeaux ? Comment pourrait-il résister à la tentation d’acheter (à crédit) un piano ou une collection de livres en parfait état ?
Cependant, il commence à publier ses premiers textes dans le Musée des familles, que dirige son compatriote Pitre-Chevalier.

De Graslin au Châtelet

Jules Verne s’est toujours considéré comme un auteur dramatique. A 17 ans, il écrivait des drames romantiques imités de Victor Hugo, mais c’est plutôt avec le vaudeville et l’opérette qu’il obtint ses premiers succès. Grâce à Alexandre Dumas, il put faire jouer au Théâtre-Lyrique, dont il deviendra ensuite secrétaire, Les pailles rompues (pièce reprise ensuite à Nantes au Théâtre Graslin) et Le colin-maillard dont le fidèle Artistide Hignard écrivit la musique.
Bien des années plus tard, les modestes succès deviendront triomphes quand il adaptera pour la scène, en collaboration avec D’Ennery, Le tour du monde en quatre-vingt jours, Michel Strogoff et Les enfants du capitaine Grant. Le savoir-faire du dramaturge uni au faste des mises en scène à grand spectacle remplissent chaque soir, pendant des mois, les théâtres du Châtelet et de la Porte Saint-Martin. C’est donc bien au théâtre, sa première vocation, autant qu’à ses romans, que Jules Verne devra gloire et fortune.

31 janvier 1863

C’est la date de naissance d’un romancier. Le 31 janvier 1863, l’éditeur Jules Hetzel met en vente le premier roman d’un écrivain inconnu : Cinq semaines en ballon, par Jules Verne. Le premier tirage est de 2 000 exemplaires ; du vivant de l’auteur, il s’en vendra 76 000 (seul Le tour du monde en quatre-vingt jours fera mieux avec 108 000 exemplaires).
L’année suivante, Jules Verne signe avec Hetzel un contrat aux termes duquel il s’engage à fournir deux volumes par an. à partir de 1865 , ce sont trois volumes annuels qui naissent de leur collaboration. à la mort de Hetzel, en 1886, son fils prend sa succession et continue la publication des Voyages extraordinaires, qui représentent au total 62 titres regroupés en 47 volumes. Au sein de la maison d’édition, Jules Verne n’est pas seulement un auteur prolifique : il est également codirecteur du Magasin d’éducation et de récréation, périodique fondé par Hetzel et Jean Macé dans le but de proposer aux familles «un enseignement sérieux et attrayant à la fois, qui plaise aux parents et profite aux enfants».

18 rue Jacob

Avant d’installer sa maison d’édition au 18 rue Jacob, Hetzel connut une première vie d’éditeur et d’homme politique. Républicain convaincu, il participa à la révolution de février 1848 et servit le gouvernement provisoire comme chef de cabinet de Lamartine, ministre des Affaires étrangères. Il dut donc s’exiler en Belgique sous Napoléon III et ne put rentrer en France qu’en 1859.
En 1844, il avait lancé Le diable à Paris, revue à laquelle collaboraient Balzac, Théophile Gautier, Alfred de Musset, Gérard de Nerval, Charles Nodier, Georges Sand, Stendhal et Eugène Sue, et qu’illustraient Gavarni, Grandville et Bertall. à cette «écurie» déjà prestigieuse se joignirent par la suite Erckmann-Chatrian, Victor Hugo et Jules Sandeau.
À son activité d’éditeur, Hetzel joignait celles de traducteur et d’écrivain. Sous le nom de P.-J. Stahl, il contribuait à remplir les colonnes du Magasin d’éducation et de récréation et se chargeait lui-même d’écrire les textes des albums pour enfants qu’il publiait.

Amiens (61 063 habitants)

La vie de Jules Verne, c’est vingt ans à Nantes, vingt-trois ans à Paris, et trente-quatre ans à Amiens, 61 063 habitants, comme il l’écrit dans sa Géographie de la France.
Marié en 1857 à l’amiénoise Honorine de Viane, il s’installe en 1871 dans la ville d’origine de sa femme, avec leur fils Michel et les deux filles nées du premier mariage d’Honorine. Il mène une vie de bourgeois bien rangé et reçoit la bonne société pour faire plaisir à sa femme, mais préfère aux mondanités du salon la solitude laborieuse de son cabinet de travail.
Couronnement de sa vie de notable, il est élu conseiller municipal en 1888. Il est chargé du théâtre, qu’il fréquente assidûment ; il prononce des discours pour la distribution des prix au lycée et inaugure le cirque, en 1889.

De la Coralie au Saint-Michel

La légende familiale des Verne rapporte que Jules, âgé de onze ans, fit une fugue et embarqua clandestinement à bord du trois-mâts La Coralie, en partance pour les Indes. L’authenticité de l’incident est loin d’être avéré, mais la passion de Jules Verne pour la mer et les bateaux est une réalité. Quant à l’autre légende, qui veut que les Voyages extraordinaires soient l’œuvre d’un sédentaire endurci, les nombreux romans inspirés des voyages réels de l’auteur suffisent à la démentir.
De son premier périple, qui le mena en Grande-Bretagne en 1859, il rapporta non seulement Voyage à reculons en Angleterre et en Ecosse (resté inédit jusqu’en 1989), mais encore Les Indes noires et Le Rayon-vert. Une ville flottante est le récit romancé de sa traversée de l’Atlantique à bord du Great-Eastern, le plus grand paquebot du monde.
Il fut propriétaire de trois bateaux successifs, tous trois baptisés Saint-Michel ; avec le troisième, il fit entre 1878 et 1885 plusieurs grandes croisières en Méditerranée, d’où naquirent Mathias Sandorf et Clovis Dardentor.

La bête d’une somme

Accablé de travail par Hetzel, Jules Verne, fraîchement installé en Picardie, signait plaisamment une lettre à son éditeur : «Votre bête de Somme». Comme Balzac avec La comédie humaine ou Zola, son contemporain, avec les Rougon-Macquart, il a conçu avec Les voyages extraordinaires, un vaste cycle romanesque qui ne représente toutefois, malgré ses dimensions impressionnantes, qu’une partie de sa production.
Les manuscrits de ses œuvres, dont la plus grande partie est conservée à la Bibliothèque municipale de Nantes, sont le témoignage de presque soixante ans de travail acharné. Des premiers essais de théâtre, écrits sur des cahiers de tous formats et corrigés dans tous les sens, aux romans de la maturité, à la présentation méthodique et immuable, l’examen des manuscrits montre bien que, si les thèmes et la méthode de travail ont évolué, c’est autant à l’inspiration fulgurante d’un visionnaire qu’au labeur quotidien d’un homme rivé à son bureau que nous devons De la terre à la lune et Le tour du monde en quatre-vingt jours.
Non content de corriger sans cesse et de récrire plusieurs fois chaque œuvre, Jules Verne correspondait plusieurs fois par semaine avec son éditeur et terminait souvent ses lettres en réclamant avec insistance de nouveaux jeux d’épreuves qui n’arrivaient jamais assez vite!

Source: https://julesverne.nantesmetropole.fr/home/approfondir/la-vie-et-loeuvre-de-jules-verne.html

Jules Verne: le voyage de sa vie

Les premières années de Jules Verne

Jules Gabriel Verne est né en 1828 à Nantes au sein d’une famille bourgeoise. Son enfance a été assez tranquille et aisée; son père était avocat et Jules, dès son plus jeune âge, s’est pris de passion pour les voyages.

Une légende raconte (et on pense qu’elle est réelle) que Verne, alors qu’il était encore tout jeune, a essayé de s’enfuir de chez lui pour s’enrôler en tant que mousse sur un navire partant pour l’Inde. Son père l’a découvert à temps et lui a fait promettre de ne voyager qu’à travers son imagination.

Et c’est ce que fera Jules Verne. Ces voyages imaginaires feront même naître quelques-unes des œuvres les plus emblématiques de la science-fiction. En 1848, en pleine période révolutionnaire, Verne déménage à Paris afin d’y étudier le droit. Son père lui payait ses études, mais sa rétribution était assez limitée.

Jules Verne a toujours été convaincu que nourrir son esprit était plus important que nourrir son corps. C’est pour cette raison qu’il dépensait son argent dans des livres et ne se nourrissait que de lait et de pain pendant de longues périodes.

À cause de toutes ces privations, Jules Verne n’a pas eu une très bonne santé. Cependant, malgré ces difficultés économiques, il s’est toujours considéré comme très heureux à cette époque.

C’est précisément lors de ces années d’études, au cours desquelles il fréquentait les cercles littéraires parisiens, qu’il a fait la connaissance d’Alexandre Dumas. Il a noué une amitié très étroite avec lui. Les influences de Dumas et Victor Hugo ont aussi marqué sa vocation littéraire.

La vie familiale de Jules Verne

Verne a achevé ses études de droit en 1850. Cependant, contre la volonté de son père, il a décidé de se dédier aux lettres. En 1856, il a fait la connaissance d’Honorine de Viane, avec qui il s’est marié en 1857.

En dépit de la mauvaise relation avec son père, ce dernier lui a donné 50.000 francs pour son mariage. Verne s’est alors installé à Paris en tant que courtier mais sa carrière n’a pas donné de bons résultats : il était en effet né pour faire d’autres choses.

Jules Verne n’a pas trouvé la stabilité émotionnelle qu’il recherchait dans son mariageSon épouse l’exaspérait et il essayait de s’échapper chaque fois qu’il le pouvait en réalisant des voyages de manière intempestive. L’an 1861 a marqué la naissance de son seul enfant, Michel Verne. C’était un enfant difficile. Son père l’a fait interner dans un établissement pénitentiaire et dans un hôpital psychiatrique, et ces faits ont marqué une relation de haine entre les deux.

À 58 ans, Verne a reçu un coup de feu dans la jambe. Cette blessure l’a fait boiter pour le reste de sa vie. Le coup de feu venait de son jeune neveu Gaston. Les circonstances de cet événement n’ont jamais été très claires car tout semblait indiquer qu’ils n’avaient pas de problèmes relationnels. On a cependant fait interner Gaston dans un asile.

Une vie de voyages extraordinaires

La première période littéraire de Jules Verne s’est étendue de 1862 à 1886. En septembre 1862, Verne a fait la connaissance de Pierre-Jules Hetzel, l’éditeur qui a publié la première des œuvres des Voyages extraordinaires, Cinq semaines en ballon (1863). Au début, elle a été éditée dans Le Magasin d’éducation et de récréation d’Hetzel; elle s’est rapidement transformée en succès planétaire.

Après cette magnifique reconnaissance, Hetzel a offert un contrat à long terme à Verne. Celui-ci devait écrire beaucoup plus d’œuvres de “fiction scientifique”. Jules Verne a donc enfin pu faire ce pour quoi il était né : devenir un écrivain à temps complet.

La relation entre Verne et Hetzel a été si fructueuse qu’elle a duré quatre décennies. Verne a composé, pendant quarante ans, toutes les œuvres comprises dans les Voyages extraordinaires. Cette relation entre les deux a été l’une des plus productives de l’histoire de la littérature.

Verne a réinventé le genre du livre de voyages et a énormément contribué à d’autres genres, comme celui d’aventures ou de science-fiction. Cette série de romans d’aventures, très populaire, a été totalement visionnaire. Il faut savoir que les Voyages extraordinaires ont été le fruit de nombreuses recherches et s’appuient sur des données scientifiques et géographiques réelles.

Parmi les 45 récits des voyages extraordinaires, on retrouve les célèbres œuvres Voyage au centre de la Terre (1864) et De la Terre à la Lune (1865), tout comme Vingt milles lieues sous les mers (1870), Le tour du monde en quatre-vingt jours (1872) ou L’île mystérieuse (1874).

En 1886, Verne avait acquis une renommée mondiale et une fortune modeste. Au cours de cette période, il a acheté plusieurs yachts et a navigué vers de nombreux pays européens. Il a aussi collaboré dans des adaptations théâtrales de plusieurs de ses romans.

Jules Verne: désenchantement et œuvres posthumes

Au cours de sa seconde étape littéraire, qui s’est étendue de 1886 à 1905 (date de sa mort), le ton de ses écrits a radicalement changé. Verne a commencé à s’éloigner de sa propre identité. Ses textes ne s’imprégnaient plus de données scientifiques, d’aventures et d’explorations.

Sa thématique se concentrait sur les dangers de la technologie forgée par des scientifiques pleins d’arrogance. Il a, en quelque sorte, adopté un ton plus pessimiste, en montrant au lecteur les conséquences de certaines avancées.

Quelques exemples de ce changement ont été : L’île à hélice (1895), Face au drapeau (1896), Maître du monde (1904). Ce changement de ton a eu lieu en même temps que les différentes adversités qu’il a rencontrées dans sa vie. Jules Verne a été profondément affecté par les décès successifs de sa mère et de son mentor, Hetzel.

La troisième période, qui va de 1905 à 1919, est celle où ses œuvres posthumes ont été publiées. Ces écrits ont surtout été édités par son fils, Michel. Parmi les titres posthumes, nous retrouvons : Le volcan d’or (1906), L’agence Thompson and Co (1907), Le pilote du Danube (1908).

Le problème est que l’oeuvre de Jules Verne était alors bien connue. Par conséquent, les critiques ont trouvé que ces titres posthumes étaient trop contaminés : la marque de Michel avait effacé l’identité de Jules Verne et cela n’a pas été vu d’un bon œil.

Verne, précurseur de la littérature et de la science

Jules Verne a acquis une renommée mondiale. Comme nous l’avons déjà signalé un peu plus tôt, il a été considéré comme le père de la science-fiction moderne. Il a même reçu la Légion d’Honneur pour ses apports à l’éducation et à la science.

La popularité de l’oeuvre de Jules Verne se reflète à travers le nombre de traductions de ses écrits, et ce dans le monde entier. Son influence est si grande que ses récits ont été adaptés au théâtre et parfois même au cinéma.

La renommée de Jules Verne est encore bien vivante à notre époque. Le simple fait de penser qu’un homme ait pu anticiper des inventions qui sont apparues des décennies plus tard est tout simplement incroyable. Les détails, les voyages, les progrès scientifiques ont transformé son oeuvre en une production extrêmement singulière.

L’empreinte de Verne s’étend bien au-delà du monde de la littérature et du cinéma : elle a aussi atteint le monde de la science et de la technologie. Des générations de scientifiques, d’inventeurs et d’explorateurs ont admis puiser leur inspiration dans son travail. Jules Verne et ses voyages extraordinaires continuent de nous rappeler que “ce qu’un homme peut imaginer, d’autres hommes sauront le réaliser”.

Source: https://nospensees.fr/jules-verne-le-voyage-de-sa-vie/

Audio:

VOYAGE AU CENTRE DE LA VIE ET L’OEUVRE DE JULES VERNE:

Épisode 1 : De Nantes à la Lune

Jules Verne est né en 1828, à une époque où l’on se déplaçait exclusivement grâce à la force animale et où l’on se chauffait au bois. Une époque durant laquelle l’automobile était encore un rêve lointain. Une époque d’avant la révolution industrielle, bien plus proche encore de Napoléon et de la Révolution Française. Pourtant, Jules Verne est si associé à la machine, la technique, les boulons, les pistons et les sous-marins, qu’il nous parait presque plus proche d’un Cousteau que d’un Balzac. 

Épisode 2 : Les Voyages de Jules Verne

Jules Verne est un auteur prolifique, qui commença l’écriture dès ses 15 ans et publiera pas moins de 62 romans et 18 nouvelles, regroupées sous le titres Voyages Extraordinaires.  C’est l’éditeur Pierre-Jules Hetzel qui publiera son premier roman Cinq semaines en ballons qui connaîtra un grand succès. Jules Verne travaillera près de quarante ans à l’écriture de cette œuvre «extraordinaire». Cantonnée à une étude scolaire, au début du XXème siècle, son œuvre sera redécouverte par Michel Butor, Julien Gracq ou encore Roland Barthes dans les années 1960. Elle fera l’objet de nouvelles approches. Jules Verne entre dans la bibliothèque de la Pléiade chez Gallimard en 2012 et depuis le 15 avril, une nouvelle édition est parue.

Épisode 3 : La machine à écrire

Jules Verne invite aux voyages imaginaires et extraordinaires selon notre invité Daniel Compère. Où a-t-il puisé cette imagination fantastique ? Grand admirateur de Victor Hugo, William Shakespeare ou encore Alexandre Dumas, Jules Verne est également influent par sa modernité. 

Épisode 4 : Les mauvais genres de Jules Verne

Jules Verne va s’essayer à de nombreux genres romanesques nouveaux pour lui : le roman historique (Le chemin de France 1885-1886), le roman social (P’tit bonhomme 1892), le roman policier (Un drame en Livonie, Les Frères Kip 1897), le roman d’espionnage (Face au drapeau) ou encore le roman parodique (Claudius Bombarnac), influencé par Baudelaire et Edgar Allan Poe. Sa littérature aux multiples voies a également été constamment reprise par le cinéma populaire, de Méliès à Hollywood.

Jules Verne, voyage au centre de son imaginaire

«Comment l’homme va-t-il continuer à habiter le monde ?»: c’est l’une des principales questions que pose le genre de la science-fiction, dont Jules Verne est l’un des grands précurseurs. Agnès Marcetteau, conservatrice du Musée Jules Verne de Nantes, et fondatrice de la revue Planète Jules Verne, nous parle de ce genre nouveau propre aux «univernes», qui porte le nom de «merveilleux scientifique»Patrick Gyger, directeur du Lieu Unique de Nantes et grand connaisseur de l’oeuvre du romancier, échange avec elle aux Utopiales de Nantes, pour cette vingtième édition du Festival international de science-fiction, consacrée au thème «Coder/ décoder«

On ne peut pas dire que Jules Verne soit un auteur de science-fiction parce que ce n’est pas lui qui a inventé ce genre. En revanche, c’est un précurseur revendiqué. Si Wells en est le père, Jules Verne pourrait en être le grand-père. En même temps, ils sont relativement contemporains, et Jules Verne est toujours très attentif à signaler ces différences.              
(Agnès Marcetteau)

Je pense qu’il était un sceptique et un ironique. Je pense que c’est une des raisons pour lesquelles son oeuvre a une telle force et reste tellement présente. Comme il ne se laisse entraîner par aucune idéologie, il a cette capacité à porter un regard sur le monde qui fait réfléchir. (Agnès Marcetteau)

Il y a une construction très particulière de la narration chez Jules Verne, il affectionne les héros […]. Les personnages transforment le monde, décryptent le monde, le réinventent parfois. Eux-mêmes évoluent assez peu, à l’inverse du personnage balzacien, alors qu’ils transforment le monde. Il y a aussi ces célèbres descriptions encyclopédiques, qu’on ne trouve vraiment pas si souvent avant Jules Verne. Jules Verne en tant qu’écrivain, ce n’est pas que pour la jeunesse, ce n’est pas que du divertissement, ce ne sont pas que des idées novatrices.              
(Patrick Gyger)

Jules Verne, voyage au centre de la science

« Je ne peux pas dire que je suis particulièrement emballé par la science. En vérité, je ne l’ai jamais été : c’est-à-dire que je n’ai jamais suivi d’études scientifiques ni même fait d’expériences. Mais quand j’étais jeune, j’adorais observer le fonctionnement des machines. » Un postulat surprenant de la part de celui qu’on appelle le « père de la science-fiction ». Mais Jules Verne était-il vraiment un auteur de science-fiction ? D’anticipation ? Quelle est la nature de l’univers littéraire fantastique qu’il déploie à travers ses Voyages Extraordinaires, et quelle en est la postérité ?

“Dans mes romans, j’ai toujours fait en sorte d’appuyer mes prétendues inventions sur une base de faits réels et d’utiliser pour leur mise en œuvre des méthodes et des matériaux qui n’outrepassent pas les limites du savoir-faire et des connaissances contemporaines” – Jules Verne

Vidéo:

Cinq semaines en ballon

Cinq semaines en ballon : Voyage de découvertes en Afrique par trois Anglais de Jules Verne

J’ai été très surprise de constater le nombre impressionnant de critiques sur des auteurs très divers mais je l’ai été encore plus lorsque je n’ai découvert aucune critique portant sur les oeuvres littéraires d’un grand auteur tel que Jules Verne. Je me permets donc de combler cet oubli avec un de ses livres «Cinq semaines en ballon».
Il est vrai que l’univers de Jules Verne est un peu particulier. Un univers particulièrement masculin, pas d’héroïnes mais uniquement des héros et surtout des domaines auxquels a priori seuls les hommes s’intéressent. Mais, voyez-vous, je suis pourtant une fille et j’apprécie tout autant les Jules Verne que n’importe quel garçon.
Ici, dans «Cinq semaines en ballon», Jules Verne nous raconte les débuts de l’aéronautique et la découverte de l’Afrique avec pour héros, trois anglais : le docteur Fergusson, inventeur du projet de construire la nacelle pour partir à la découverte de l’Afrique, Joe son plus fidèle serviteur prêt à suivre son maître au bout du monde, et Dick Kennedy, hésitant mais qui finit finalement par céder et embarqua avec ses deux autres compagnons. Que d’aventures alors leur arrive-t-il! La fièvre de Kennedy, des nègres carnivores, le sauvetage d’un missionnaire français, le manque d’eau, la traversée du désert, le dévouement de Joe, les mésaventures de ce dernier pour sauver le ballon, d’importantes découvertes… Bref, ce livre ne se raconte pas, il se lit….
Le début est un peu long à démarrer surtout lorsque le docteur Fergusson y donne des descriptions très précises et très physiques (grr… La matière que j’adore… grrr…) sur le ballon.
«De la partie inférieure de mon ballon qui est hermétiquement clos, sortent deux tubes séparés par un petit intervalle. L’un prend naissance au milieu des couches supérieures du gaz hydrogène, l’autre au milieu des couches inférieures…. Le diamètre horizontal fut de cinquante pieds et le diamètre vertical de soixante-quinze ; il obtint ainsi un sphéroïde dont la capacité s’élevait en chiffres ronds à quatre vingt dix mille pieds cubes…»
Evidemment, pour ceux qui n’y comprennent rien (comme moi….) c’est un peu embêtant, les autres vont se régaler. Heureusement, après les préparatifs du voyage, Jules Verne met l’accent sur les péripéties et l’aventure du voyage… Il y en a pour tous les goûts…
Je vous laisse découvrir un petit passage du livre histoire de vous mettre l’eau à la bouche :
» Cet atlas devait servir au voyage tout entier du docteur, car il contenait l’itinéraire de Burton et Speke aux Grands Lacs, le Soudan d’après le docteur Barth, le bas Sénégal d’après Guillaume Lejean, et le delta de Niger par le docteur Baikie. Fergusson s’était également muni d’un ouvrage qui réunissait en un seul corps toutes les notions acquises sur le Nil et intitulé : The sources of the Nil, being a general surwey of the basin of that river and of its heab stream with the history of the Nilotic discovery by Charles Beke, th.D.
Il possédait aussi les excellentes cartes publiées dans les Bulletins de la société de Géographie de Londres, et aucun point des contrées découvertes ne devait lui échapper. En pointant sa carte, il trouva que sa route latitudinale était de deux degrés ou cent vingt milles dans l’ouest (cinquante lieues). Kennedy remarqua que la route se dirigeait vers le midi. Mais cette direction satisfaisait le docteur, qui voulait autant que possible, reconnaître les traces de ses devanciers. Il fut décidé que la nuit serait divisée en trois quarts, afin que chacun pût à son tour veiller à la sûreté des deux autres. Le docteur dut prendre le quart de neuf heures, Kennedy celui de minuit, et Joe, celui de trois heures du matin. Donc, Kennedy et Joe, enveloppés de leurs couvertures, s’étendirent sous la tente et dormirent paisiblement, tandis que veillait le docteur Fergusson.»

Source: http://www.critiqueslibres.com/i.php/vcrit/2553

Texte entier

CHAPITRE PREMIER


La fin d’un discours très applaudi. — Présentation du docteur Samuel Fergusson — « Excelsior. » — Portrait en pied du docteur. — Un fataliste convaincu. — Dîner au Traveller’s club. — Nombreux toasts de circonstance.

Il y avait une grande affluence d’auditeurs, le 14 janvier 1862, à la séance de la Société royale géographique de Londres, Waterloo place, 3. Le président, sir Francis M…, faisait à ses honorables collègues une importante communication dans un discours fréquemment interrompu par les applaudissements.

Ce rare morceau d’éloquence se terminait enfin par quelques phrases ronflantes dans lesquelles le patriotisme se déversait à pleines périodes :

« L’Angleterre a toujours marché à la tête des nations (car, on l’a remarqué, les nations marchent universellement à la tête les unes des autres), par l’intrépidité de ses voyageurs dans la voie des découvertes géographiques. (Assentiments nombreux.) Le docteur Samuel Fergusson, l’un de ses glorieux enfants, ne faillira pas à son origine. (De toutes parts : Non ! non !) Cette tentative, si elle réussit (elle réussira !), reliera, en les complétant, les notions éparses de la cartologie africaine (véhémente approbation), et si elle échoue (jamais ! jamais !), elle restera du moins comme l’une des plus audacieuses conceptions du génie humain ! (Trépignements frénétiques.) »

— Hourra ! hourra ! fit l’assemblée électrisée par ces émouvantes paroles.

— Hourra pour l’intrépide Fergusson ! » s’écria l’un des membres les plus expansifs de l’auditoire.

Des cris enthousiastes retentirent. Le nom de Fergusson éclata dans toutes les bouches, et nous sommes fondés à croire qu’il gagna singulièrement à passer par des gosiers anglais. La salle des séances en fut ébranlée.

(…)

Audio:

Vidéo:

Five Weeks in a Balloon – Irwin Allen (1962)

5 Weeks in a balloon – Dessin animé (1977)

Cinco Semanas em um Balão – Sabre de Luz Teatro (2016)

Le Tour du monde en 80 jours

“Le tour du monde en 80 jours”, selon Jules Verne.

Le roman raconte la course autour du monde d’un gentleman anglais, Phileas Fogg, qui a fait le pari d’y parvenir en quatre-vingts jours. Il est accompagné par Jean Passepartout, son serviteur français. L’ensemble du roman mêle récit de voyage (traditionnel pour Jules Verne) et données scientifiques comme celle utilisée pour le rebondissement de la chute du roman.

Ce voyage extraordinaire est rendu possible grâce à la révolution des transports qui marque le XIXe siècle dans le contexte de la révolution industrielle. Le développement de nouveaux modes de transport (chemin de fer, bateau à vapeur) et l’ouverture du canal de Suez en 1869 raccourcissent les distances, ou du moins le temps nécessaire pour les parcourir.

Londres, 2 octobre 1872. Comme tous les jours, Phileas Fogg se rend au Reform Club. En feuilletant le journal, il apprend qu’il est possible d’accomplir le tour du monde en quatre-vingts jours.

Une vive discussion s’engage à propos de cet article. Phileas Fogg parie 20 000 livres, la moitié de sa fortune, avec ses collègues du Reform Club qu’il réussira à achever ce tour du monde en quatre-vingts jours. Il part immédiatement, emmenant avec lui Jean Passepartout, son nouveau valet de chambre, un jeune Français débrouillard. Il quitte Londres à 20 h 45 le 2 octobre et doit donc être de retour à son club au plus tard à la même heure, quatre-vingts jours après, soit le 21 décembre 1872 à 20 h 45, heure locale.

Phileas Fogg est un maniaque de l’heure, qui aime agir de façon exacte et précise. Pour lui, « l’imprévu n’existe pas ». Mais le voyage va être semé d’embûches et de contretemps.

Le pari et le départ de Fogg font la une des journaux. La police se demande si Phileas Fogg est le fameux voleur qui vient de dévaliser la Banque d’Angleterre et qui chercherait à s’échapper. L’inspecteur Fix part à sa recherche et ne cessera de le poursuivre dans tous les pays traversés.

Phileas Fogg et Passepartout partent de Londres en train et utilisent ensuite différents moyens de transport, comme l’éléphant, une fois arrivés en Inde. En chemin, à travers les forêts indiennes, ils sauvent Mrs. Aouda, une jeune veuve qui devait être brûlée vive comme le veut la coutume de la sati, au cours d’une cérémonie dédiée à la déesse Kali.

À Hong Kong, Fogg manque le paquebot mais Passepartout embarque à son bord. Ils finissent par se retrouver quelques jours plus tard au Japon, à Yokohama, dans un cirque où Passepartout s’était engagé comme acrobate.

Lorsque Phileas Fogg arrive à San Francisco, il tombe en pleine effervescence électorale, se fait un ennemi, le colonel Stamp W. Proctor, prend le train, y retrouve le colonel avec lequel il s’apprête à se battre en duel, lorsque le train est attaqué par les Sioux. Passepartout réussit à stopper le train emballé (les mécaniciens ayant été neutralisés par les assaillants) mais est fait prisonnier. Fogg réussit cependant à le libérer, aidé par quelques autres passagers. Hélas, entre-temps, le train a quitté la gare. Fogg, Passepartout, Fix et Mrs. Aouda retiennent les services d’un traîneau à voile qui les conduit à toute vitesse, sur les étendues glacées, jusqu’à Omaha. De là, le groupe prend le train jusqu’à Chicago, puis New York d’où, malheureusement, le paquebot pour Liverpool vient à peine de partir.

Pressé par le temps, Phileas Fogg « emprunte » un bateau à vapeur pour arriver à temps en Angleterre du nord (le capitaine ne voulant pas le conduire à Liverpool, Phileas Fogg a acheté l’équipage). À court de charbon, Fogg achète le bâtiment et les matelots démontent tout ce qui est en bois pour l’utiliser comme combustible. Mais dès que Fogg débarque en Angleterre, Fix l’arrête, avant de le relâcher lorsqu’il découvre son erreur, le véritable voleur ayant été arrêté entre-temps. Ayant raté le train pour Londres, Fogg réquisitionne une locomotive et s’y fait conduire, mais y arrive cinq minutes trop tard. Pensant avoir perdu son pari, Phileas Fogg rentre chez lui, désormais ruiné. Le lendemain, lui et Mrs. Aouda se déclarent leur amour ; Fogg envoie alors son domestique prévenir le révérend pour que son mariage avec Mrs. Aouda ait lieu le lendemain. C’est chez le révérend que Passepartout se rend compte qu’ils ont en fait gagné vingt-quatre heures dans leur périple, en accumulant les décalages horaires ; ce qui fait qu’ils sont arrivés un jour en avance et qu’on est bien le 21 décembre. Il accourt prévenir son maître, qui se rend à toute vitesse au Reform Club et gagne finalement, de quelques secondes, son pari grâce à ce dernier imprévu.

Source: https://philatelie-pour-tous.fr/le-tour-du-monde-en-80-jours-selon-jules-verne/

UN ROMAN D’AVENTURE PASSIONNANT

Comme à son habitude, Jules Verne a parsemé Le Tour du monde en quatre-vingts jours  de données scientifiques et anthropologiques, et c’est ce qui fait tout le charme du roman : le récit de cette trépidante course contre-la-montre autour du globe est étayé par d’intéressantes pastilles didactiques – surtout en considération de l’époque où le grand public n’était pas forcément au fait de ces connaissances, à la différence d’aujourd’hui. De plus, les tribulations des personnages les faisant traverser de nombreux pays, Jules Verne s’attache à décrire les mœurs de l’époque desdits pays, ce qui est fort passionnant.

Rendu possible grâce à la révolution des transports qui marque le XIXe siècle, ce tour du monde et ses vicissitudes sont également l’occasion pour l’auteur d’aborder deux thèmes chers à ses yeux : la fidélité (notamment lorsque Phileas Fogg choisit, compromettant au passage la réussite de son entreprise, de porter secours au malheureux Passepartout capturé par des Sioux), ainsi que l’honneur et l’importance de la parole donnée.

En définitive, Le Tour du monde en quatre-vingts jours est sans conteste l’un des meilleurs romans de Jules Verne, l’un des plus rocambolesques. Rien d’étonnant donc à ce qu’il soit également l’un des plus adaptés, que ce soit au cinéma (deux longs-métrages), à la télévision (deux dessins animés, trois téléfilms et une série télévisée), en bande-dessinée (trois fois) ou bien encore au théâtre (deux adaptations).

Source: http://www.litteratureetculture.com/jules-verne-le-tour-du-monde-en-quatre-vingts-jours-critique.html

Texte entier

I
Dans lequel Phileas Fogg et Passepartout s’acceptent réciproquement, l’un comme
maître, l’autre comme domestique En l’année 1872, la maison portant le numéro
7 de Saville-row, Burlington Gardens – maison dans laquelle Sheridan mourut en 1814 –, était habitée par Phileas Fogg, esq., l’un des membres les plus singuliers et les plus remarqués du Reform-Club de Londres, bien qu’il semblât prendre à tâche de ne rien faire qui pût attirer l’attention.

À l’un des plus grands orateurs qui honorent l’Angleterre, succédait donc ce Phileas Fogg, personnage énigmatique, dont on ne savait rien, sinon que c’était un fort galant homme et l’un des plus beaux gentlemen de la haute société anglaise.

On disait qu’il ressemblait à Byron – par la tête, car il était irréprochable quant aux pieds –, mais un Byron à moustaches et à favoris, un Byron impassible, qui aurait vécu mille ans sans vieillir.

(…)

Audio:

Vidéo:

Around the World In 80 Days – Michael Anderson (1956)

Le tour du monde en 80 jours – Les voyages extraordinaires de Jules Verne – Dessin animé

Le tour du monde en 80 jours – 01 – Le pari – BRB INTERNACIONAL, S.A. – Dessin animé (1984) (26 Épisodes)

Le tour du monde en 80 jours – 02 – Le départ – BRB INTERNACIONAL, S.A. – Dessin animé (1984) (26 Épisodes)

Around the World in 80 Days – Geoff Collins (1988)

Around The World in 80 Days – Buzz Kulik (1989)

Around The World In 80 Days – Disney (1999)

Le Tour du monde en 80 jours – Théâtre des Argonautes (2000)

Around the World in 80 Days – Frank Coraci (2004)

Faire le Tour du Monde en 80 Jours – Les Enfantastiques (2013)

Faire le Tour du Monde en 80 Jours

refrain :

FAIRE LE TOUR DU MONDE EN 80 JOURS

POUSSÉ PAR LE VENT

ALLER TOUT DROIT DEVANT

FAIRE LE TOUR DU MONDE EN 80 JOURS

DU HAUT D’UNE NACELLE

REVER D’UNIVERSEL

Voyager en montgolfière

Du Pôle Nord au Pôle Sud

Echapper à la colère

Du Triangle des Bermudes

Voir les Chutes du Niagara

La Grande Muraille de chine

Et les sables du Sahara

Quand la lune illumine

Survoler l’Himalaya

Immense toit de la terre

Les troublants Temples Maya

Entourés de mystère

Retrouver, quelle merveille,

Les ruines de l’Atlantide

Se coucher avec le soleil

Aux pieds des Pyramides

refrain : FAIRE LE TOUR DU MONDE …

Pleurer sur le Grand Canyon

Les Indiens disparus

Regretter à Babylone

Les jardins suspendus

Reconstruire la Tour de Babel

Le Phare d’Alexandrie

Et saluer la Tour Eiffel

En passant par Paris

Puis se poser quelque part

Trouver l’Eldorado

Iles Marquises ou Zanzibar

Paradis en cadeau

Et s’éveiller hébété

Sous les cloches de Big-Ben

En trouvant ouvert à côté

Un livre de Jules Verne

refrain : FAIRE LE TOUR DU MONDE …

Le tour du monde en 80 jours – LES MATTAGUMBER (2016)

Le tour du monde en 80 jours – Compagnie théâtrale «La Chimère» (2016)

LE TOUR DU MONDE EN 80 JOURS, OU PRESQUE! – Bal des Enfants 2019 – Kent Nagano, Orchestre symphonique de Montréal (2019)

LE TOUR DU MONDE EN 80 JOURS, LE MUSICAL – Double D Productions (2020)

Around the world in 80 days – Samuel Tourneux (2021)

Romeo and Juliet by William Shakespeare

William Shakespeare

Who was William Shakespeare?

An Introduction

William Shakespeare was a renowned English poet, playwright, and actor born in 1564 in Stratford-upon-Avon. His birthday is most commonly celebrated on 23 April (see When was Shakespeare born), which is also believed to be the date he died in 1616.

Shakespeare was a prolific writer during the Elizabethan and Jacobean ages of British theatre (sometimes called the English Renaissance or the Early Modern Period). Shakespeare’s plays are perhaps his most enduring legacy, but they are not all he wrote. Shakespeare’s poems also remain popular to this day. 

Shakespeare’s Family Life

Records survive relating to William Shakespeare’s family that offer an understanding of the context of Shakespeare’s early life and the lives of his family members. John Shakespeare married Mary Arden, and together they had eight children. John and Mary lost two daughters as infants, so William became their eldest child. John Shakespeare worked as a glove-maker, but he also became an important figure in the town of Stratford by fulfilling civic positions. His elevated status meant that he was even more likely to have sent his children, including William, to the local grammar school

William Shakespeare would have lived with his family in their house on Henley Street until he turned eighteen. When he was eighteen, Shakespeare married Anne Hathaway, who was twenty-six. It was a rushed marriage because Anne was already pregnant at the time of the ceremony. Together they had three children. Their first daughter, Susanna, was born six months after the wedding and was later followed by twins Hamnet and Judith. Hamnet died when he was just 11 years old.

Shakespeare in London

Shakespeare’s career jump-started in London, but when did he go there? We know Shakespeare’s twins were baptised in 1585, and that by 1592 his reputation was established in London, but the intervening years are considered a mystery. Scholars generally refer to these years as ‘The Lost Years’.

During his time in London, Shakespeare’s first printed works were published. They were two long poems, ‘Venus and Adonis’ (1593) and ‘The Rape of Lucrece’ (1594). He also became a founding member of The Lord Chamberlain’s Men, a company of actors. Shakespeare was the company’s regular dramatist, producing on average two plays a year, for almost twenty years. 

He remained with the company for the rest of his career, during which time it evolved into The King’s Men under the patronage of King James I (from 1603). During his time in the company Shakespeare wrote many of his most famous tragedies, such as King Lear and Macbeth, as well as great romances, like The Winter’s Tale and The Tempest

Shakespeare’s Works

Altogether Shakespeare’s works include 38 plays, 2 narrative poems, 154 sonnets, and a variety of other poems. No original manuscripts of Shakespeare’s plays are known to exist today. It is actually thanks to a group of actors from Shakespeare’s company that we have about half of the plays at all. They collected them for publication after Shakespeare died, preserving the plays. These writings were brought together in what is known as the First Folio (‘Folio’ refers to the size of the paper used). It contained 36 of his plays, but none of his poetry. 

Shakespeare’s legacy is as rich and diverse as his work; his plays have spawned countless adaptations across multiple genres and cultures. His plays have had an enduring presence on stage and film. His writings have been compiled in various iterations of The Complete Works of William Shakespeare, which include all of his plays, sonnets, and other poems. William Shakespeare continues to be one of the most important literary figures of the English language.

New Place; a home in Stratford-upon-Avon

Shakespeare’s success in the London theatres made him considerably wealthy, and by 1597 he was able to purchase New Place,the largest house in the borough of Stratford-upon-Avon. Although his professional career was spent in London, he maintained close links with his native town. 

Recent archaeological evidence discovered on the site of Shakespeare’s New Place shows that Shakespeare was only ever an intermittent lodger in London. This suggests he divided his time between Stratford and London (a two or three-day commute). In his later years, he may have spent more time in Stratford-upon-Avon than scholars previously thought.

Source: https://www.shakespeare.org.uk/explore-shakespeare/shakespedia/william-shakespeare/william-shakespeare-biography/

Shakespeare’s Life

Since William Shakespeare lived more than 400 years ago, and many records from that time are lost or never existed in the first place, we don’t know everything about his life. For example, we know that he was baptized in Stratford-upon-Avon, 100 miles northwest of London, on April 26, 1564. But we don’t know his exact birthdate, which must have been a few days earlier.

We do know that Shakespeare’s life revolved around two locations: Stratford and London. He grew up, had a family, and bought property in Stratford, but he worked in London, the center of English theater. As an actor, a playwright, and a partner in a leading acting company, he became both prosperous and well-known. Even without knowing everything about his life, fans of Shakespeare have imagined and reimagined him according to their own tastes, just as we see with the 19th-century family scene at the top of this page.

Primary sources: Shakespeare Documented
Visit Shakespeare Documented to see primary-source materials documenting Shakespeare’s life. This online resource of items from the Folger and other institutions brings together all known manuscript and print references to Shakespeare and his works, as well as additional references to his family, in his lifetime and shortly thereafter.

Birth and childhood

William Shakespeare was probably born on about April 23, 1564, the date that is traditionally given for his birth. He was John and Mary Shakespeare’s oldest surviving child; their first two children, both girls, did not live beyond infancy. Growing up as the big brother of the family, William had three younger brothers, Gilbert, Richard, and Edmund, and two younger sisters: Anne, who died at seven, and Joan.

Their father, John Shakespeare, was a leatherworker who specialized in the soft white leather used for gloves and similar items. A prosperous businessman, he married Mary Arden, of the prominent Arden family. John rose through local offices in Stratford, becoming an alderman and eventually, when William was five, the town bailiff—much like a mayor. Not long after that, however, John Shakespeare stepped back from public life; we don’t know why.

Shakespeare, as the son of a leading Stratford citizen, almost certainly attended Stratford’s grammar school. Like all such schools, its curriculum consisted of an intense emphasis on the Latin classics, including memorization, writing, and acting classic Latin plays. Shakespeare most likely attended until about age 15.

Marriage and children

A few years after he left school, in late 1582, William Shakespeare married Anne Hathaway. She was already expecting their first-born child, Susanna, which was a fairly common situation at the time. When they married, Anne was 26 and William was 18. Anne grew up just outside Stratford in the village of Shottery. After marrying, she spent the rest of her life in Stratford.

In early 1585, the couple had twins, Judith and Hamnet, completing the family. In the years ahead, Anne and the children lived in Stratford while Shakespeare worked in London, although we don’t know when he moved there. Some later observers have suggested that this separation, and the couple’s relatively few children, were signs of a strained marriage, but we do not know that, either. Someone pursuing a theater career had no choice but to work in London, and many branches of the Shakespeares had small families.

Shakespeare’s only son, Hamnet, died in 1596 at the age of 11. His older daughter Susanna later married a well-to-do Stratford doctor, John Hall. Their daughter Elizabeth, Shakespeare’s first grandchild, was born in 1608. In 1616, just months before his death, Shakespeare’s daughter Judith married Thomas Quiney, a Stratford vintner. The family subsequently died out, leaving no direct descendants of Shakespeare.

London theater

For several years after Judith and Hamnet’s arrival in 1585, nothing is known for certain of Shakespeare’s activities: how he earned a living, when he moved from Stratford, or how he got his start in the theater.

Following this gap in the record, the first definite mention of Shakespeare is in 1592 as an established London actor and playwright, mocked by a contemporary as a «Shake-scene.» The same writer alludes to one of Shakespeare’s earliest history plays, Henry VI, Part 3, which must already have been performed. The next year, in 1593, Shakespeare published a long poem, Venus and Adonis. The first quarto editions of his early plays appeared in 1594. For more than two decades, Shakespeare had multiple roles in the London theater as an actor, playwright, and, in time, a business partner in a major acting company, the Lord Chamberlain’s Men (renamed the King’s Men in 1603). Over the years, he became steadily more famous in the London theater world;  his name, which was not even listed on the first quartos of his plays, became a regular feature—clearly a selling point—on later title pages.

Final years

Shakespeare prospered financially from his partnership in the Lord Chamberlain’s Men (later the King’s Men), as well as from his writing and acting. He invested much of his wealth in real-estate purchases in Stratford and bought the second-largest house in town, New Place, in 1597.

Among the last plays that Shakespeare worked on was The Two Noble Kinsmen, which he wrote with a frequent collaborator, John Fletcher, most likely in 1613. He died on April 23, 1616—the traditional date of his birthday, though his precise birthdate is unknown. We also do not know the cause of his death. His brother-in-law had died a week earlier, which could imply infectious disease, but Shakespeare’s health may have had a longer decline.

The memorial bust of Shakespeare at Holy Trinity Church in Stratford is considered one of two authentic likenesses, because it was approved by people who knew him. (The bust in the Folger’s Paster Reading Room, shown at left, is a copy of this statue.) The other such likeness is the engraving by Martin Droeshout in the 1623 First Folio edition of Shakespeare’s plays, produced seven years after his death by his friends and colleagues from the King’s Men.

Quelle: https://www.folger.edu/shakespeares-life

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Romeo and Juliet Entire play

ACT I

PROLOGUE

Two households, both alike in dignity,
In fair Verona, where we lay our scene,
From ancient grudge break to new mutiny,
Where civil blood makes civil hands unclean.
From forth the fatal loins of these two foes
A pair of star-cross’d lovers take their life;
Whose misadventured piteous overthrows
Do with their death bury their parents’ strife.
The fearful passage of their death-mark’d love,
And the continuance of their parents’ rage,
Which, but their children’s end, nought could remove,
Is now the two hours’ traffic of our stage;
The which if you with patient ears attend,
What here shall miss, our toil shall strive to mend.

SCENE I. Verona. A public place.

Enter SAMPSON and GREGORY, of the house of Capulet, armed with swords and bucklers

(…)

Romeo and Juliet Summary

An age-old vendetta between two powerful families erupts into bloodshed. A group of masked Montagues risk further conflict by gatecrashing a Capulet party. A young lovesick Romeo Montague falls instantly in love with Juliet Capulet, who is due to marry her father’s choice, the County Paris. With the help of Juliet’s nurse, the women arrange for the couple to marry the next day, but Romeo’s attempt to halt a street fight leads to the death of Juliet’s own cousin, Tybalt, for which Romeo is banished. In a desperate attempt to be reunited with Romeo, Juliet follows the Friar’s plot and fakes her own death. The message fails to reach Romeo, and believing Juliet dead, he takes his life in her tomb. Juliet wakes to find Romeo’s corpse beside her and kills herself. The grieving family agree to end their feud.

Act I

Romeo and Juliet begins as the Chorus introduces two feuding families of Verona: the Capulets and the Montagues. On a hot summer’s day, the young men of each faction fight until the Prince of Verona intercedes and threatens to banish them. Soon after, the head of the Capulet family plans a feast. His goal is to introduce his daughter Juliet to a Count named Paris who seeks to marry Juliet. 

Montague’s son Romeo and his friends (Benvolio and Mercutio) hear of the party and resolve to go in disguise. Romeo hopes to see his beloved Rosaline at the party. Instead, while there, he meets Juliet and falls instantly in love with her. Juliet’s cousin Tybalt recognises the Montague boys and forces them to leave just as Romeo and Juliet discover one another. 

Act II

Romeo lingers near the Capulet house to talk with Juliet when she appears in her window. The pair declare their love for one another and intend to marry the next day. With the help of Juliet’s Nurse, the lovers arrange to marry when Juliet goes for confession at the cell of Friar Laurence. There, they are secretly married (talk about a short engagement). 

Act III

Following the secret marriage, Juliet’s cousin Tybalt sends a challenge to Romeo. Romeo refuses to fight, which angers his friend Mercutio who then fights with Tybalt. Mercutio is accidentally killed as Romeo intervenes to stop the fight. In anger, Romeo pursues Tybalt, kills him, and is banished by the Prince. 

Juliet is anxious when Romeo is late to meet her and learns of the brawl, Tybalt’s death, and Romeo’s banishment. Friar Laurence arranges for Romeo to spend the night with Juliet before he leaves for Mantua. Meanwhile, the Capulet family grieves for Tybalt, so Lord Capulet moves Juliet’s marriage to Paris to the next day. Juliet’s parents are angry when Juliet doesn’t want to marry Paris, but they don’t know about her secret marriage to Romeo.

Act IV

Friar Laurence helps Juliet by providing a sleeping draught that will make her seem dead. When the wedding party arrives to greet Juliet the next day, they believe she is dead. The Friar sends a messenger to warn Romeo of Juliet’s plan and bids him to come to the Capulet family monument to rescue his sleeping wife. 

Act V

The vital message to Romeo doesn’t arrive in time because the plague is in town (so the messenger cannot leave Verona). Hearing from his servant that Juliet is dead, Romeo buys poison from an Apothecary in Mantua. He returns to Verona and goes to the tomb where he surprises and kills the mourning Paris. Romeo takes his poison and dies, while Juliet awakens from her drugged coma. She learns what has happened from Friar Laurence, but she refuses to leave the tomb and stabs herself. The Friar returns with the Prince, the Capulets, and Romeo’s lately widowed father. The deaths of their children lead the families to make peace, and they promise to erect a monument in Romeo and Juliet’s memory.

Quelle: https://www.shakespeare.org.uk/explore-shakespeare/shakespedia/shakespeares-plays/romeo-and-juliet/

Romeo and Juliet by William Shakespeare

Romeo and Juliet is a tragedy written by William Shakespeare between 1591-1595, and it remains one of his most popular and frequently performed plays. The romance between Romeo and Juliet has become the foundation for many derivative romantic works and established the title characters as the best known of any young lovers in literature. Shakespeare borrowed from other famous tales written earlier in the sixteenth century but expanded upon the plot and characters to create his own version of the famous story.

The play is set in Verona, Italy, and begins with a scuffle between members the rival families Montague and Capulet. The two families are sworn enemies. The beginning scuffle is between servants of those two houses, and shows that the ill will and animosity of the families runs through the families from the primary members of the family down to their servants.

Capulet, the head of the house of Capulet, has begun receiving interested suitors for his young daughter Juliet. Though her father asks Count Paris, a kinsman of Prince Escalus of Verona, to wait two years for their betrothal, he invites him to attend a Capulet ball. Juliet’s mother and nurse try to convince Juliet that a match with Paris would be a good one.

On the Montague side of the family, young Romeo, Montague’s son, is explaining his recent depression to cousin Benvolio. Romeo feels heartbroken from his unreturned affection towards a Capulet niece named Rosaline. Despite the danger of sneaking into a Capulet ball, Romeo attends, hoping to woo Rosaline. Instead he sees Juliet and falls in love with her instead. When Juliet’s cousin Tybalt finds out Romeo has been at the ball, he has murderous intentions. Juliet’s father discourages the violence, not wanting blood spilt at his home.

After their initial meeting, Juliet secretly professes her love for Romeo who is listening at the bottom of her balcony. As he makes his presence known to her, they imagine their futures together and agree to be married the next day by the Friar Laurence. The Friar hopes their union may reconcile the two feuding families.

Tybalt, still enraged, seeks out Romeo and challenges him to a duel, but Romeo declines the fight, believing Tybalt should be his new kinsman. Romeo’s friend Mercutio takes on the duel on Romeo’s behalf and is mortally wounded. Romeo is wracked with guilt and grief and finally confronts and kills Tybalt. Though Montague argues on his son’s behalf, the Prince exiles Romeo from Verona under penalty of death. Romeo hides in Juliet’s chamber for the night where the consummate their marriage.

Capulet attempts to marry Juliet to Paris and is dismayed when she refuses. Her pleas to her mother to delay the marriage fall upon deaf ears. Going again to the Friar Laurence for help, she obtains a potion that will make her appear to be in a deathlike coma. The Friar tells Juliet he will send a messenger to inform Romeo and that after she is laid in the family crypt she can run away with Romeo.

The message is tragically not relayed to Romeo and he hears instead of her death from his servant. He buys his own poison and goes to her body, running into Paris at the crypt. In the ensuing battle Romeo kills Paris and then drinks the poison to end his own life.

When Juliet awakens to find her lover dead beside her, she ends her own life by stabbing herself with a dagger. The two rival families meet at the tomb to find the lovers and Paris all death. In their grief they are finally guided towards reconciliation by the Friar Laurence.

Quelle: https://www.williamshakespeare.net/romeo-and-juliet.jsp

12 Facts About William Shakespeare’s Romeo and Juliet

It’s safe to say that there are few people on Earth who don’t know the story of Romeo and JulietWilliam Shakespeare‘s tragic story of two star-crossed lovers has been adapted hundreds—if not thousands—of times over the years, and not always exactly in the Bard’s own words. There have been musical versions, opera renditions, and more than 100 film and TV versions of the play. While George Cukor’s 1936 film, Franco Zeffirelli’s 1968 movie, and Baz Luhrmann’s modern (for 1996) adaptation are some of the best known big-screen interpretations of the rivalry between the Montagues and the Capulets, West Side Story is yet another take on the tale. What is it about this 16th-century play that has had such a lasting impression on readers and audiences? Read on to find out more about William Shakespeare’s Romeo and Juliet.

1. William Shakespeare wasn’t the first person to write about the Montagues and the Capulets.

The Montagues and the Capulets—the two families at the center of the family rivalry that makes Romeo and Juliet’s love an impossible predicament—were kicking around long before William Shakespeare got a hold of them. In “Divine Comedy,” the epic poem that took Dante more than 10 years to complete, he makes the following reference:

«Come and see, you who are negligent, / Montagues and Capulets, Monaldi and Filippeschi: / One lot already grieving, the other in fear. / Come, you who are cruel, come and see the distress / Of your noble families, and cleanse their rottenness.»

Dante’s “Divine Comedy” was written more than 250 years before Shakespeare was even born.

2. Romeo and Juliet is based on an Arthur Brooke poem.

Cribbing ideas from other writers was a totally normal thing to do back in Shakespeare’s time, so it’s hardly surprising that the story of Romeo and Juliet isn’t exactly an original one. The Bard based his star-crossed lovers on the main characters in Arthur Brooke’s 1562 poem “The Tragicall Historye of Romeus and Juliet.”

Much like Shakespeare’s tale, Brooke’s poem is set in Verona, Italy. According to the British Library, “Brooke’s poem describes the ‘deadly’ feud between two wealthy, noble families—Capulet and Montague. Against this backdrop of ‘blacke hate,’ he tells the ‘unhappy’ tale of a beautiful youth, Romeus Montague, whose heart is entrapped by the wise and graceful Juliet Capulet.”

3. It wasn’t always called Romeo and Juliet

When it was first published, Romeo and Juliet went by a much more descriptive—and much longer—title : The Most Excellent and Lamentable Tragedy of Romeo and Juliet.

4. The first publication of Romeo and Juliet is thought to be an unauthorized version of the play.

Romeo and Juliet was originally published in 1597, in the First Quarto. But Shakespeare scholars have long argued that this version of the play was not only incomplete, but unauthorized. The 1599 version, published in the Second Quarto, is the version of Romeo and Juliet we all know and love today.

5. The ending of Romeo and Juliet was hardly a surprise. 

Romeo and Juliet kicks off with a prologue that tells the reader exactly where the play is going:

Two households, both alike in dignity,

In fair Verona, where we lay our scene,

From ancient grudge break to new mutiny,

Where civil blood makes civil hands unclean.

From forth the fatal loins of these two foes

A pair of star-cross’d lovers take their life;

Whose misadventur’d piteous overthrows

Doth with their death bury their parents’ strife.

The fearful passage of their death-mark’d love,

And the continuance of their parents’ rage,

Which, but their children’s end, nought could remove,

Is now the two hours’ traffic of our stage;

The which if you with patient ears attend,

What here shall miss, our toil shall strive to mend.

So much for suspense! What the prologue does do, however, is set the stage for the actors to fill in the details of the very broad strokes of the play’s first lines.

6. Juliet is just 13 years old.

We know that Romeo and Juliet are a young couple in love—but it’s easy to miss just how young Juliet is. In Act I, Scene III, Lady Capulet says that Juliet is “not [yet] fourteen.” She is actually just about two weeks shy of her 14th birthday. Romeo’s exact age is never given.

7. The couple’s courtship was indeed a whirlwind.

Talk about a whirlwind romance! Given that we know Juliet is just 13 years old, her impetuousness might seem more understandable. But from the time they meet to the time they marry, Romeo and Juliet have known each other less than 24 hours.

8. There is no balcony in Romeo and Juliet’s “balcony scene.”

One of Romeo and Juliet’s most iconic moments is what has become known as “The Balcony Scene,” which occurs in Act II, Scene 2. There’s just one problem: The word balcony is never mentioned in Shakespeare’s play. There’s a good reason for that, too: according to Merriam-Webster, the earliest known usage of the term, originally spelled balcone, didn’t occur until 1618—more than 20 years after Shakespeare wrote Romeo and Juliet. According to the play, the scene takes place at Capulet’s Orchard when “Juliet appears above at a window.”

9. It wasn’t until 1662 that a woman played the role of Juliet.

As anyone who has seen Shakespeare in Love knows, back in the Bard’s days and up until 1660, all stage roles were performed by men. But in 1662, actress Mary Saunderson stepped onto the stage as Juliet; she is believed to be the first woman to play the iconic role.

10. One writer dared to give Romeo and Juliet a happy ending.

Irish poet and lyricist Nahum Tate, who became England’s poet laureate in 1692, had a penchant for messing around with Shakespeare’s words. In addition to rewriting Shakespeare’s King Lear as 1681’s The History of King Lear—in which he tacked on a happy ending to the tragedy (Cordelia married Edgar)—he did the same with Romeo and Juliet. Unlike his version of King Lear, which became quite popular, his alternate ending for Romeo and Juliet didn’t seem to stick.

11. One theater director eliminated Rosaline from the play altogether. 

When we first meet Romeo, it is not Juliet but another woman, Rosaline, upon whom the young lothario has set his sights. But then he meets Juliet and all bets are off. When staging his own version of Romeo and Juliet in 1748, actor/playwright David Garrick opted to lose the Rosaline character altogether as he believed it lessened the impact of Romeo’s love for Juliet and made him seem too “fickle.”

12. Romeo has become shorthand for a male lover.

Romeo and Juliet has had a lasting effect on the English language, including its popularization of words like ladybird and phrases like wild goose chase. But Romeo, too, has his own dictionary entry: in addition to being defined as “the hero of Shakespeare’s Romeo and Juliet who dies for love of Juliet” by Merriam-WebsterRomeo has also come to mean “a male lover.”

Quelle: https://www.howlifeunfolds.com/learning-education/12-facts-about-william-shakespeares-romeo-and-juliet

A Summary and Analysis of William Shakespeare’s Romeo and Juliet

Although it was first performed in the 1590s, the first documented performance of Romeo and Juliet is from 1662. The diarist Samuel Pepys was in the audience, and recorded that he ‘saw “Romeo and Juliet,” the first time it was ever acted; but it is a play of itself the worst that ever I heard in my life, and the worst acted that ever I saw these people do.’

Despite Pepys’ dislike, the play is one of Shakespeare’s best-loved and most famous, and the story of Romeo and Juliet is well known. However, the play has become so embedded in the popular psyche that Shakespeare’s considerably more complex play has been reduced to a few key aspects: ‘star-cross’d lovers’, a teenage love story, and the suicide of the two protagonists. In the summary and analysis that follow, we realise that Romeo and Juliet is much more than a tragic love story.

Romeo and Juliet: brief summary

After the Prologue has set the scene – we have two feuding households, Montagues and Capulets, in the city-state of Verona; and young Romeo is a Montague while Juliet, with whom Romeo is destined to fall in love, is from the Capulet family, sworn enemies of the Montagues – the play proper begins with servants of the two feuding households taunting each other in the street.

When Benvolio, a member of house Montague, arrives and clashes with Tybalt of house Capulet, a scuffle breaks out, and it is only when Capulet himself and his wife, Lady Capulet, appear that the fighting stops. Old Montague and his wife then show up, and the Prince of Verona, Escalus, arrives and chastises the people for fighting. Everyone leaves except Old Montague, his wife, and Benvolio, Montague’s nephew. Benvolio tells them that Romeo has locked himself away, but he doesn’t know why.

Romeo appears and Benvolio asks his cousin what is wrong, and Romeo starts speaking in paradoxes, a sure sign that he’s in love. He claims he loves Rosaline, but will not return any man’s love. A servant appears with a note, and Romeo and Benvolio learn that the Capulets are holding a masked ball. Benvolio tells Romeo he should attend, even though he is a Montague, as he will find more beautiful women than Rosaline to fall in love with. Meanwhile, Lady Capulet asks her daughter Juliet whether she has given any thought to marriage, and tells Juliet that a man named Paris would make an excellent husband for her.

Romeo about a fairy named Queen Mab who enters young men’s minds as they dream, and makes them dream of love and romance. At the masked ball, Romeo spies Juliet and instantly falls in love with her; she also falls for him.

They kiss, but then Tybalt, Juliet’s kinsman, spots Romeo and recognising him as a Montague, plans to confront him. Old Capulet tells him not to do so, and Tybalt reluctantly agrees. When Juliet enquires after who Romeo is, she is distraught to learn that he is a Montague and thus a member of the family that is her family’s sworn enemies.

Romeo breaks into the gardens of Juliet’s parents’ house and speaks to her at her bedroom window. The two of them pledge their love for each other, and arrange to be secretly married the following night. Romeo goes to see a churchman, Friar Laurence, who agrees to marry Romeo and Juliet.

After the wedding, the feud between the two families becomes violent again: Tybalt kills Mercutio in a fight, and Romeo kills Tybalt in retaliation. The Prince banishes Romeo from Verona for his crime.

Juliet is told by her father that she will marry Paris, so Juliet goes to seek Friar Laurence’s help in getting out of it. He tells her to take a sleeping potion which will make her appear to be dead for two nights; she will be laid to rest in the family vault, and Romeo (who will be informed of the plan) can secretly come to her there.

However, although that part of the plan goes fine, the message to Romeo doesn’t arrive; instead, he hears that Juliet has actually died. He secretly visits her at the family vault, but his grieving is interrupted by the arrival of Paris, who is there to lay flowers. The two of them fight, and Romeo kills him. Convinced that Juliet is really dead, Romeo drinks poison in order to join Juliet in death. Juliet wakes from her slumber induced by the sleeping draught to find Romeo dead at her side. She stabs herself.

The play ends with Friar Laurence telling the story to the two feuding families. The Prince tells them to put their rivalry behind them and live in peace.

Romeo and Juliet: analysis

How should we analyse Romeo and Juliet, one of Shakespeare’s most famous and frequently studied, performed, and adapted plays? Is Romeo and Juliet the great love story that it’s often interpreted as, and what does it say about the play – if it is a celebration of young love – that it ends with the deaths of both romantic leads?

It’s worth bearing in mind that Romeo and Juliet do not kill themselves specifically because they are forbidden to be together, but rather because a chain of events (of which their families’ ongoing feud with each other is but one) and a message that never arrives lead to a misunderstanding which results in their suicides.

Romeo and Juliet is often read as both a tragedy and a great celebration of romantic love, but it clearly throws out some difficult questions about the nature of love, questions which are rendered even more pressing when we consider the headlong nature of the play’s action and the fact that Romeo and Juliet meet, marry, and die all within the space of a few days. Below, we offer some notes towards an analysis of this classic Shakespeare play and explore some of the play’s most salient themes.

It’s worth starting with a consideration of just what Shakespeare did with his source material. Interestingly, two families known as the Montagues and Capulets appear to have actually existed in medieval Italy: the first reference to ‘Montagues and Capulets’ is, curiously, in the poetry of Dante (1265-1321), not Shakespeare.

In Dante’s early fourteenth-century epic poem, the Divine Comedy, he makes reference to two warring Italian families: ‘Come and see, you who are negligent, / Montagues and Capulets, Monaldi and Filippeschi / One lot already grieving, the other in fear’ (Purgatorio, canto VI). Precisely why the families are in a feud with one another is never revealed in Shakespeare’s play, so we are encouraged to take this at face value.

The play’s most famous line references the feud between the two families, which means Romeo and Juliet cannot be together. And the line, when we stop and consider it, is more than a little baffling. The line is spoken by Juliet: ‘Romeo, Romeo, wherefore art thou Romeo?’ Of course, ‘wherefore’ doesn’t mean ‘where’ – it means ‘why’.

But that doesn’t exactly clear up the whys and the wherefores. The question still doesn’t appear to make any sense: Romeo’s problem isn’t his first name, but his family name, Montague. Surely, since she fancies him, Juliet is quite pleased with ‘Romeo’ as he is – it’s his family that are the problem. Solutions have been proposed to this conundrum, but none is completely satisfying.

There are a number of notable things Shakespeare did with his source material. The Italian story ‘Mariotto and Gianozza’, printed in 1476, contained many of the plot elements of Shakespeare’s Romeo and Juliet. Shakespeare’s source for the play’s story was Arthur Brooke’s The Tragical History of Romeus and Juliet (1562), an English verse translation of this Italian tale.

The moral of Brooke’s tale is that young love ends in disaster for their elders, and is best reined in; Shakespeare changed that. In Romeo and Juliet, the headlong passion and excitement of young love is celebrated, even though confusion leads to the deaths of the young lovers. But through their deaths, and the example their love set for their parents, the two families vow to be reconciled to each other.

Shakespeare also makes Juliet a thirteen-year-old girl in his play, which is odd for a number of reasons. We know that Romeo and Juliet is about young love – the ‘pair of star-cross’d lovers’, who belong to rival families in Verona – but what is odd about Shakespeare’s play is how young he makes Juliet. In Brooke’s verse rendition of the story, Juliet is sixteen. But when Shakespeare dramatised the story, he made Juliet several years younger, with Romeo’s age unspecified. As Lady Capulet reveals, Juliet is ‘not [yet] fourteen’, and this point is made to us several times, as if Shakespeare wishes to draw attention to it and make sure we don’t forget it.

This makes sense in so far as Juliet represents young love, but what makes it unsettling – particularly for modern audiences – is the fact that this makes Juliet a girl of thirteen when she enjoys her night of wedded bliss with Romeo. As John Sutherland puts it in his (and Cedric Watts’) engaging Oxford World’s Classics: Henry V, War Criminal?: and Other Shakespeare Puzzles, ‘In a contemporary court of law [Romeo] would receive a longer sentence for what he does to Juliet than for what he does to Tybalt.’

There appears to be no satisfactory answer to this question, but one possible explanation lies in one of the play’s recurring themes: bawdiness and sexual familiarity. Perhaps surprisingly given the youthfulness of its tragic heroine, Romeo and Juliet is shot through with bawdy jokes, double entendres, and allusions to sex, made by a number of the characters.

These references to physical love serve to make Juliet’s innocence, and subsequent passionate romance with Romeo, even more noticeable: the journey both Romeo and Juliet undertake is one from innocence (Romeo pointlessly and naively pursuing Rosaline; Juliet unversed in the ways of love) to experience.

In the last analysis, Romeo and Juliet is a classic depiction of forbidden love, but it is also far more sexually aware, more ‘adult’, than many people realise.

Quelle: https://interestingliterature.com/2020/06/shakespeare-romeo-juliet-summary-analysis/

Videos:

Theater:

Opera:

Roméo et Juliette  by Charles Gounod (1867)

Ballet:

Romeo and Juliet by Sergei Prokofiev (1935)

Cinema and TV:

Romeo and Juliet  by George Cukor (1936)

Romeo and Juliet by Renato Castellani (1954)

Romeo and Juliet, Camera Three (1957)

Romeo and Juliet by Franco Zeffirelli (1968)

Romeo & JulietThames Television by Joan Kemp-Welch (1976)

The Tragedy of Romeo and Juliet  by William Woodman (1982)

Romeo + Juliet by Baz Luhrmann (1996)

Romeo & Juliet  by Carlo Carlei (2013)

Romeo and Juliet in Harlem by Aleta Chapelle (2015)

Music:

Romeo and Juliet by Piotr Ilich Chaikovski (1880)

Romeo And Juliet by Dire Straits (1981)

Romeo and Juliet by Dire Straits

A lovestruck Romeo sang the streets a serenade
Laying everybody low with a love song that he made
Finds a streetlight, steps out of the shade
Says something like, «You and me, babe, how about it?»

Juliet says, «Hey, it’s Romeo, you nearly gave me a heart attack»
He’s underneath the window, she’s singing, «Hey, la, my boyfriend’s back
You shouldn’t come around here singing up at people like that
Anyway, what you gonna do about it?»

«Juliet, the dice was loaded from the start
And I bet, and you exploded into my heart
And I forget, I forget the movie song
When you gonna realize it was just that the time was wrong, Juliet?»

Come up on different streets, they both were streets of shame
Both dirty, both mean, yes, and the dream was just the same
And I dreamed your dream for you and now your dream is real
How can you look at me as if I was just another one of your deals?

When you can fall for chains of silver you can fall for chains of gold
You can fall for pretty strangers and the promises they hold
You promised me everything, you promised me thick and thin, yeah
Now you just say «Oh, Romeo, yeah, you know I used to have a scene with him»

«Juliet, when we made love, you used to cry
You said ‘I love you like the stars above, I’ll love you ‘til I die’
There’s a place for us, you know the movie song
When you gonna realize it was just that the time was wrong, Juliet?

«I can’t do the talks like they talk on the TV
And I can’t do a love song like the way it’s meant to be
I can’t do everything but I’ll do anything for you
I can’t do anything except be in love with you

And all I do is miss you and the way we used to be
All I do is keep the beat, the bad company
All I do is kiss you through the bars of a rhyme
Julie, I’d do the stars with you any time

«Juliet, when we made love you used to cry
You said ‘I love you like the stars above, I’ll love you ‘til I die’
There’s a place for us you know the movie song
When you gonna realize it was just that the time was wrong, Juliet?»

And a lovestruck Romeo, he sang the streets a serenade
Laying everybody low with a love song that he made
Find a convenient streetlight, steps out of the shade
He says something like, «You and me, babe, how about it?»

«You and me, babe, how about it?»

1977 – 1984: Las bicicletas son para el verano, de Fernando Fernán Gómez a Jaime Chávarri

bicicletaFernando Fernán Gómez

Fernando Fernández Gómez (Lima, Perú, 28 de agosto de 1921 – Madrid, 21 de noviembre de 2007). Escritor, actor y director teatral y cinematográfico español. Fue miembro de la Real Academia Española desde el año 2000 hasta su fallecimiento.

Nace en la capital peruana ya que su madre, la actriz Carola Fernández Gómez, realiza una gira teatral con la compañía María Guerrero por Hispanoamérica, y a los pocos meses, su abuela lo traslada a Madrid, donde finaliza los estudios de bachillerato tras la guerra civil española, iniciando allí la carrera de Filosofía y Letras. Su creciente interés por el teatro le lleva a dejar sus estudios, comenzando su carrera de actor en 1938 en la compañía de Laura Pinillos. Allí conoce a Enrique Jardiel Poncela que le brinda un papel en una de sus obras. En 1943 es contratado por la productora CIFESA debutando con la película Cristina Guzmán, de Gonzalo Delgrás, iniciando así una prolífica carrera de actor de cine.

En su filmografía ha trabajado a las órdenes de los más destacados directores del cine español: Edgar Neville, Carlos Saura, Mario Camús, Víctor Erice, Ricardo Franco, Manuel Gutiérrez Aragón, Jaime de Armiñán, Gonzalo Suárez, Juan Antonio Bardem o Luis García Berlanga. Todas estas interpretaciones le hicieron aumentar su prestigio, consiguiendo el Oso de Plata del Festival de Berlín al mejor actor por su interpretación en El anacoreta y Stico.

A partir de la década de los cincuenta comienza a dirigir, realizando, entre el cine y televisión, numerosos títulos entre los que destacan Mi hija Hildegart (1977), Mambrú se fue a la guerra (1986), El viaje a ninguna parte (1986), adaptación de una de sus novelas y un gran éxito, que consigue el Goya al mejor director y mejor guionista, y en esa misma edición, logra el Goya al mejor actor por Mambrú se fue a la guerra.

Como autor teatral destaca su obra Las bicicletas son para el verano (1978), por la que obtuvo el Premio Nacional Lope de Vega y fue adaptada al cine por Jaime Chávarri en 1983. Otras de sus obras de teatro son: La coartada (1972), Los domingos, bacanal (1980) o El pícaro. Como novelista, destacan El viaje a ninguna parte (1986), El mar y el tiempo (1989), El vendedor de naranjas (1961), El mal amor (1987), entre otras. Sus memorias se titulan El tiempo amarillo (1990).

De sus últimos trabajos destacan El abuelo (1998) de José Luis Garci, Todo sobre mi madre (1999) de Pedro Almodóvar; Plenilunio (1999) de Imanol Uribe; La lengua de las mariposas (1999) de José Luis Cuerda; Visionarios (2001), de Gutiérrez Aragón o El embrujo de Shanghái (2002), con Fernando Trueba.

Su larga trayectoria profesional está jalonada de prestigiosos galardones, como el Premio Nacional de Teatro en 1985, el Premio Nacional de Cinematografía en 1989 o el Premio Príncipe de Asturias de las Artes en 1995. En el 2000 recibió el Oso de Honor en el Festival Internacional de Cine de Berlín a toda su trayectoria, y en el 2001, la Medalla de Oro de la Academia de las Artes y las Ciencias Cinematográficas de España.

Fallece el 21 de noviembre de 2007 en Madrid a la edad de 86 años, recibiendo, a título póstumo, la Gran Cruz de la Orden Civil de Alfonso X el Sabio otorgada por el Gobierno de España.

Fuente: http://www.cervantes.es/bibliotecas_documentacion_espanol/creadores/fernan_gomez_fernando.htm

Un genio tímido y con mal carácter

Actor, director de cine y teatro, escritor y académico de la Lengua. Fernando Fernán-Gómez (1921-2007) ha paseado su genio y figura con ironía, talento y brillantez. Él mismo se definió como «un tímido con mal carácter»; su fama de cascarrabias la cultivó para espantar a pesados. A lo largo de una carrera iniciada en 1943 ha interpretado más de 200 películas con las que ha acumulado numerosos premios, incluidos los Nacionales de Teatro (1985) y Cinematografía (1989) o el Príncipe de Asturias de las Artes (1995), además de los siete Goyas y otros galardones de los festivales internacionales de cine de Berlín y Venecia.

Tras nacer circunstancialmente en Lima (Perú), llegó a España con su abuela materna, que desde entonces se encargó de su educación. En 1930 entró en el cuadro artístico de su colegio para un pequeño papel de camarero en la obra de Vital Aza ‘El padrón municipal’. Tras cursar el Bachillerato, no pudo estudiar Filosofía y Letras por el comienzo de la Guerra Civil. En 1939, entró de meritorio en dos compañías, y en una de Laura Pinillos fue descubierto por Jardiel Poncela, quien le asignó un pequeño papel en ‘Los ladrones somos gente honrada’, obra estrenada en 1940 en el madrileño Teatro La Comedia.

En 1943 fue contratado por la productora fílmica CIFESA para ‘Cristina Guzmán’ de Gonzalo Delgrás y comenzó un intenso trabajo cinematográfico: ‘El destino se disculpa’ (1944), ‘Domingo de Carnaval’ (1945), ‘Botón de ancla’ (1947), ‘La mies es mucha’ (1948), ‘Balarrasa’ (1950), ‘Esa pareja feliz’ (1951), ‘La vil seducción’ (1968), ‘Ana y los lobos’ (1972).

Esta última película abrió una fructífera etapa como intérprete. De ese largo etcétera son ejemplos ‘El espíritu de la colmena’ (1973), de Víctor Erice; ‘El amor del capitán Brando’ (1974), de Jaime de Armiñán; ‘Pim, pam, pum, fuego’ (1975), de Pedro Olea; ‘El anacoreta’ (1976), de Juan Estelrich; ‘Mamá cumple cien años’ (1979), de Carlos Saura; ‘La colmena’ (1983), de Mario Camus; ‘La lengua de las mariposas’ (1999), de José Luis Cuerda; o ‘En la ciudad sin límites’ (2001), de Antonio Hernández.

Fernán-Gómez desarrolló, igualmente, una gran labor como director. A sus filmes primerizos como ‘Manicomio’ (1952), ‘El malvado Caravel’ (1955), ‘La vida por delante’ (1958) y ‘La vida alrededor’ (1959) siguieron los conocidos ‘Sólo para hombres’ (1960) y ‘La venganza de Don Mendo’ (1961). Poco después llegaron ‘El mundo sigue’ (1963) y ‘El extraño viaje’ (1964), dos títulos emblemáticos en la historia del cine español. El teatro fue otra de sus grandes conquistas. En 1960 creó su compañía y dirigió y/o actuó en obras propias como sus populares ‘Bicicletas…’ (1982), llevadas al cine por Jaime Chávarri en 1983.

Académico de la lengua

La literatura forma parte de su variedad de facetas y recursos creativos. Fernán Gómez se ha revelado como novelista después del debutante ‘(El) vendedor de naranjas’, que publicó en 1961. En 1985 vio la luz el que en otro tiempo fuera un serial radiofónico, ‘El viaje a ninguna parte’, al que siguieron otros títulos como ‘El actor y los demás’ (1987); los dos volúmenes autobiográficos de ‘El tiempo amarillo’ (1990); o ‘La Puerta del Sol’ (1995).

Miembro del Patronato del Instituto Cervantes, fue elegido el 17 de diciembre de 1998 académico de la Lengua para ocupar la vacante del poeta y lingüista Emilio Alarcos (sillón B) e ingresó en esta institución el 30 de enero de 2000 con el discurso ‘Aventura de la palabra en el siglo XX’.

Ni su débil salud detuvo a este trabajador infatigable que en 2000, casi octogenario, estrenó en Bilbao la comedia escrita tiempo atrás ‘Los invasores del palacio’ y protagonizó el largometraje de Javier Aguirre ‘Voz’, basado en un monólogo del irlandés Samuel Beckett, y el primero hasta ahora filmado en un solo plano.

Su trayectoria ha sido reconocida en multitud de ocasiones. En el currículum de este coloso del cine y el teatro español figuran los Premios Nacionales de Teatro (1985) y Cinematografía (1989), el Príncipe de Asturias de las Artes (1995) y tres Osos del Festival de Berlín: dos de Plata al mejor actor por cintas de Juan Estelrich ‘El anacoreta’ (1976) y Jaime de Armiñán ‘Stico’ (1984), y el tercero Honorífico (2005).

Además, colecciona siete Premios Goya. En 1987 logró cuatro de estos galardones —tres con ‘El viaje a ninguna parte’ (película, guión y dirección)— y un cuarto con ‘Mambrú se fue a la guerra’ (mejor actor). Por la primera de este dúo la Asamblea de Directores y Realizadores Cinematográficos de España (ADYRCE) le eligió mejor director y actor. Su quinta y sexta estatuillas fueron como mejor actor por los trabajos de Fernando Trueba ‘Belle Epoque’ (1992) —Oscar a la mejor cinta en lengua no inglesa— y de José Luis Garci ‘El abuelo’ (1998), respectivamente. Y su séptimo Goya por el guión adaptado de la película ‘Lázaro de Tormes’ (2001). La Academia Española de Cine le concedió, además, su Medalla de Oro (2001).

En 2006 los realizadores David Trueba y Luis Alegre le dedicaron en el Festival donostiarra ‘La silla de Fernando’, fruto de una extensa conversación filmada en su casa de las afueras de Madrid. Según Trueba, descubre una personalidad «muy alejada del arquetipo de hombre hosco y huraño que con frecuencia acompaña su imagen pública».

Fuente: https://www.elmundo.es/especiales/2007/11/cultura/fernando_fernan_gomez/obituario.html

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Fernando Fernán Gómez – Las bicicletas son para el verano (1977)

LUIS.─ Mamá, yo, uno o dos días, al volver del trabajo, he ido a la cocina… Tenía tanta hambre que, en lo que tú ponías la mesa, me he comido una cucharada de lentejas… Pero una cucharada pequeña…
DON LUIS.─ ¡Ah!, ¿eras tú?
DOÑA DOLORES.─ ¿Por qué no lo habías dicho, Luis?
LUIS.─ Pero sólo uno o dos días, y una cucharada pequeña. No creí que se echara de menos.
DOÑA DOLORES.─ Tiene razón, Luis. Una sola cucharada no puede notarse. No puede ser eso.
DON LUIS.─ (A DOÑA DOLORES.) Y tú, al probar las lentejas, cuando las estás haciendo, ¿no te tomas otra cucharada?
DOÑA DOLORES.─ ¿Eso qué tiene que ver? Tú mismo lo has dicho: tengo que probarlas… Y lo hago con una cucharita de las de café.
DON LUIS.─ Claro, como ésas ya no sirven para nada…
(MANOLITA ha empezado a llorar.)
DOÑA DOLORES.─ ¿Qué te pasa, Manolita?
MANOLITA.─ (Entre sollozos.) Soy yo, soy yo. No le echéis la culpa a esa infeliz. Soy yo… Todos los días, antes de irme a comer… voy a la cocina y me como una o dos cucharadas… Sólo una o dos…, pero nunca creía que se notase. No lo hago por mí, os lo juro, no lo hago por mí, lo hago por este hijo. Tú lo sabes, mamá, estoy seca, estoy seca…
DOÑA DOLORES.─ (Ha ido junto a ella, la abraza.) ¡Hija, Manolita!
MANOLITA.─ Y el otro día, en el restorán donde comemos con los vales, le robé el pan al que comía a mi lado… Y era un compañero, un compañero… Menuda bronca se armó entre el camarero y él.
DOÑA DOLORES.─ ¡Hija mía, hija mía!
DON LUIS.─ (Dándose golpes en el pecho.) Mea culpa, mea culpa, mea culpa…
(Los demás le miran.)
DON LUIS.─ Como soy el ser más inteligente de esta casa, prerrogativa de mi sexo y de mi edad, hace tiempo comprendí que una cucharada de lentejas menos entre seis platos no podía perjudicar a nadie. Y que, recayendo sobre mí la mayor parte de las responsabilidades de este hogar, tenía perfecto derecho a esta sobrealimentación. Así, desde hace aproximadamente un mes, ya sea lo que haya en la cacerola lentejas, garbanzos mondos y lirondos, arroz con chirlas o agua con sospechas de bacalao, yo, con la disculpa de ir a hacer mis necesidades, me meto en la cocina, invisible y fugaz como Arsenio Lupin, y me tomo una cucharada.
DOÑA DOLORES.─ (Escandalizada.) Pero…, ¿no os dais cuenta de que tres cucharadas…?
DON LUIS.─ Y la tuya, cuatro.
DOÑA DOLORES.─ Que cuatro cucharadas…
DON LUIS.─ Y dos de Julio y su madre.
DOÑA DOLORES.─ ¿Julio y su madre?
DON LUIS.─ Claro; parecen tontos, pero el hambre aguza el ingenio. Contabiliza seis cucharadas. Y a veces, siete, porque Manolita se toma también la del niño.
DOÑA DOLORES.─ ¡Siete cucharadas! Pero si es todo lo que pongo en la tacilla… (Está a punto de llorar.) Todo lo que pongo. Si no dan más.
( MANOLITA sigue sollozando)
DON LUIS.─ No lloréis, por favor, no lloréis…
LUIS.─ Yo, papá, ya te digo, sólo…
MANOLITA.─ (Hablando al tiempo de Luis.) Por este hijo, ha sido por este hijo.
DON LUIS.─ (Sobreponiéndose a las voces de los otros.) Pero, ¿qué más da? Ya lo dice la radio: «no pasa nada». ¿Qué más da que lo comamos en la cocina o en la mesa? Nosotros somos los mismos, las cucharadas son las mismas…
MANOLITA.─ ¡Qué vergüenza, qué vergüenza!
DON LUIS.─ No, Manolita: qué hambre.

Fuente: http://www.trampitan.es/textos-dramaticos/textos-breves-para-dos-o-mas-actores/las-bicicletas-son-para-el-verano-/

Los personajes de Las bicicletas… sufren la guerra en carne propia pero, pese a las bombas, las estancias en el sótano del edificio en que viven y la falta de comida, ésta es algo indirecto en la obra. No se retrata aquí el fragor de la batalla, no se pone la mirada del espectador en el despacho donde se toman las grandes decisiones que costarán miles de vidas, no se huele la pólvora, la sangre o la podredumbre de la gangrena, pero la guerra está ahí y afecta a los personajes. En Las bicicletas… Fernán-Gómez ha querido ver cómo afecta la guerra a unos personajes que no pueden hacer nada por modificar su rumbo, que lo único que les queda es esperar en su hogar cada vez más precario mientras luchan por ellos en la Ciudad Universitaria, en el Ebro o en cualquier otro punto de la geografía patria, e intentar mantener su vida cotidiana lo más parecida posible a como era antes de estallar la contienda.

Por eso entre la rabia, el miedo, la preocupación y el hambre, se habla de lecturas, de trabajo, se tienen problemas de tipo sexual con la criada y se convive bien o mal con los vecinos. Se intenta que todo sea como antes –ahí está el costumbrismo– pero la guerra lo impide –ahí se trasciende el costumbrismo.

Con humor teñido de melancolía –véase la escena de la desaparición de las lentejas–, se van pasando los tres años de guerra hasta que al final la derrota acaba por hundir a la familia –en la desolación y en la ruina, pues su dinero republicano es papel mojado, elemento que Fernán-Gómez introduce como cruel desenlace de otra de sus obras: la novela La puerta del Sol–. No hay final feliz, aunque sí una tímida esperanza en poder sobrevivir con una mínima dignidad. El costumbrismo no matiza la dureza de la guerra, pero sí aporta otra perspectiva de la misma. Por eso, sin sobrevalorar este texto dramático, hay que considerarlo como una certera e interesante visión de uno de los peores inventos de la inteligencia.

Fuente: http://www.proscritos.com/larevista/notas.asp?num=26&d=m&s=m3&ss=1

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Teatro radiofónico: ‘Las bicicletas son para el verano’

Jaime Chávarri

Licenciado en Derecho, nunca llegó a ejercer como abogado. Más tarde estudió durante dos años en la Escuela Oficial de Cinematografía y trabajó como crítico de cine en la revista Film Ideal al tiempo que realizó varios cortometrajes en super-8.

En 1970 realizó sus primeros cortometrajes: el documental Permanencia del arabesco y Estado de sitio, ganador del Festival de Cortos y Documentales de Bilbao. Al año siguiente codirige junto con Francesc Bellmunt y Emilio Martínez Lázaro el largometraje Pastel de sangre (1971). Su primer largometraje en solitario es Los viajes escolares (1974). Ese año también rueda el corto Señales en la ventana (1974).

En 1976 estrena El desencanto, un documental biográfico sobre el poeta leonés Leopoldo Panero. El filme fue galardonado con el Premio a la Mejor Película por el Círculo de Escritores Cinematográficos.

A un dios desconocido (1977) está protagonizada por Héctor Alterio y su guión fue escrito por Elías Querejeta. Chávarri ganó el Premio a la Mejor Película de Lengua Española en el Festival de Cine de San Sebastián.

Al año siguiente dirige para televisión la serie El juglar y la reina (1978), en la que compartió dirección con Fernando Méndez Leite, Alfonso Ungría y el cubano Roberto Fandiño. Le siguen Dedicatoria (1980) y los segmentos Pequeño planeta (1980) y La mujer sorda (1981) para los filmes colectivos Cuentos eróticos y Cuentos para una escapada, respectivamente. En estos proyectos también intervinieron directores como Manuel Gutiérrez Aragón, Gonzalo Suárez, Fernando Colomo, Augusto Martínez Torres, Emma Cohen, Josefina Molina, José Luis García Sánchez y Juan Tébar.

En 1982 realiza para televisión Luis y Virginia y al año siguiente Bearn o la sala de las muñecas (1983), donde actúan Fernando Rey, Imanol Arias y Ángela Molina. La película fue galardonada con el Premio del Jurado en el Festival de Cine de Montreal.

Una de sus obras más reconocidas es Las bicicletas son para el verano (1984), basada en una obra teatral de Fernando Fernán Gómez. La cinta, en la que trabajan Agustín González, Victoria Abril, Marisa Paredes y Gabino Diego, está ambientada en la Guerra Civil española.

Fuente: http://www.vidasdecine.es/directores/c/jaime-chavarri.html

Jaime Chávarri, cineasta de muchos frentes

Jaime Chávarri rodó su hasta ahora ultima película, Camarón, hace más de diez años pero eso no quiere decir que esté inactivo. Tiene otras pasiones, como la enseñanza o el teatro. De la primera dice que la descubrió hace 30 años y que “cuando estoy dando clases no me preocupo de buscar trabajo ni de escribir guiones. Tengo a veces la sensación de que todo lo que he hecho como profesional para lo que me ha servido es precisamente para enseñar. Es muy bonito. Nunca me ha parecido un recurso de final de retiro”. Y el teatro también le entusiasma, aunque le molesta mucho “esa manía de gritar en el escenario que tienen algunos actores y actrices”. Acaba de dirigir con éxito una versión de Salomé, de Oscar Wilde, “obra que encontré en la biblioteca familiar cuando tenía 8 ó 9 años. Me encantaban las historias de romanos y me fascinó aquella mujer tan malvada”. Ha dirigido hasta ahora unas doce obras, la primera en 1981, El engañao, de Martin Recuerda, que se suspendió por el golpe de Tejero “pero se me quedó el gusanillo”.

Para entonces ya había realizado El desencanto sobre la familia Panero, película que el tiempo ha convertido en un clásico. Y también muchas obras para televisión. Porque el cine le interesó desde muy joven y con la cámara de Super8 que le regalaron sus padres empezó a hacer sus pinitos con películas “que se valoraron como de cine abierto, ambiguas e intelectuales, cuando lo que les pasaba era que no se entendían porque no me habían salido, pero entonces el cine que no se entendía se valoraba muy bien”. Fue su amigo Iván Zulueta quien le habló de la Escuela de Cine y en ella estudiaron. De ello ha hablado con su habitual sentido del humor: “Los dos éramos niños pijos, o sea de familia burguesa, ambos estudiamos en un colegio de Marianistas, que para lo que sirvió fue para saber todo lo que no tenías que hacer en la vida. O sea, lo contrario a lo que te decían”.

En la Escuela había “un mundo rojil, y la gente, fuera de la ideología que fuera, tenía un nivel intelectual, y los fachas no entraban a pegarnos como sí hacían en la Universidad”. Fue en su época cuando se instituyó la censura en la Escuela. “Una de mis primeras prácticas fue El asesinato de Sharon Tate, que interpretaba un travesti. Dio la casualidad de que el director de la Escuela entró al rodaje, vio a la actriz en bragas y sostén dando puñaladas a unos tíos medio en pelotas que cantaban canciones rojas en un charco de sangre… y decidió controlarnos”. La cosa acabó en huelga estudiantil.

Chávarri dice que Los viajes escolares (1974) y El río de oro (1986) son sus únicas películas “como autor entre comillas”, los únicos guiones que ha escrito. “Eran unas rarezas y se dijeron de ellas cosas espantosas, pero es que estaban a cien años luz del cine español que se hacia entonces. He hecho películas de encargo que me interesaban mucho y otras que me interesaban menos pero que me venían bien porque necesitaba dinero. Yo entré en el cine como meritorio en una película de Marisol y es ahí donde pensaba quedarme. No tenía ínfulas de autor, yo quería hacer películas, si me ofrecían del Oeste pues del Oeste o policiacas… Resultó que la primera que hice en serio fue con Querejeta y ahí entré en otro clima intelectual. Pero cuando hice El desencanto no pensé cogérmela con papel de fumar y hacer solo ese tipo de cine, al contrario, yo lo que quería era hacer una película de cupleteras pero si me pongo a escribirla no me sale, me sale otra cosa”, cuenta.

Entre sus 15 largometrajes los hay tan conocidos como BearnLas bicicletas son para el veranoLas cosas del quererBesos para todos, y otros también excelentes aunque sin tanto éxito como Sus ojos se cerraron y el mundo sigue andando. “Ya nadie quiere hacer películas de ese tipo… Los productores que creyeron en mí se han muerto, y los de ahora no tienen proyectos para que los dirija yo. ¡Para qué empeñarme en trabajar en un sistema que no es el mío ni tiene nada que ver conmigo! No me interesan mucho las películas que funcionan hoy ni yo las sabría hacer, ni tampoco las haría si no me gustasen. Llega un momento en que las cosas toman una dirección por sí mismas…”.

A pesar de lo que dice ha recibido diversas propuestas: “Después de Camarón me salieron muchos encargos, algunos realmente preciosos pero por parte de personas que no tenían la menor posibilidad de producir una película, no había un solo productor competente. Tengo un guion que están moviendo por ahí pero que es otra rareza, un proyecto marciano. Para mí el gran tema es el melodrama y las películas de género son buenas en la medida en que el melodrama que contengan sea bueno, tanto si es del Oeste como de serie negra…”.

Cuando le divierte, Chávarri también es actor. Lo ha sido con Berlanga, Fernán Gómez o Almodóvar entre otros, o director artístico como hizo en películas de Saura o Erice. Hasta dirigió una película porno, Regalo de cumpleaños, un juego que le divirtió y que un día Berlanga encontró en una tienda, cuando él mismo ya la había olvidado. “Si no hago nada estoy encantado, no sabes lo bien que me lo paso en mi casa. Soy un vago y lo he sido siempre porque he tenido mucha suerte y soy un privilegiado. Escribir siempre me ha dado pánico y lo que más me interesa es leer. Leo muy poca novela, más ensayos, biografías, mucha historia, nunca teoría cinematográfica”. Y ver películas: tiene una colección perfectamente ordenada de unos 6.000 títulos. Pero a sus 73 años lo que le gusta sobre todo es dar clases: “Es una forma de relacionarte con las nuevas generaciones, a veces desesperante eso sí, porque he tenido años en que pensaba que no les interesaba nada de lo que les decía ni a mí tampoco sus cosas. Pero de repente al año siguiente surge una generación completamente distinta, porque no hay ninguna continuidad. En lo que sí coinciden es en saberse en en un mundo que no les gusta porque saben que no les va a dar oportunidades. Da miedo lo claro que lo tienen a los 20 años”.

Fuente: https://elpais.com/cultura/2016/04/10/actualidad/1460283365_120859.html

Vídeo:

Entrevista a Jaime Chávarri

Jaime Chávarri – Las bicicletas son para el verano (1984)

Director Jaime Chávarri. Con Amparo Soler Leal, Agustín González, Victoria Abril, Alicia Hermida, Patricia Adriani, Marisa Paredes, Carlos Tristancho, Gabino Diego, Aurora Redondo, Guillermo Marín, Emilio Gutiérrez Caba, Laura del Sol, Miguel Rellán, Jorge de Juan, Marina Saura, Wilmore, Rosa Menéndez, Emilio Serrano, Elena Gortari, Sandra Ramírez, Marina Andina.

Chávarri se sorprendió de que se le hubiera ofrecido a él dirigir la película toda vez que el autor de la obra es un reconocido director de cine y de teatro. Así se lo contó a Enrique Alberich en Dirigido por…: «Fernán-Gómez dijo que no quería saber nada de la película. Incluso se extrañaba de que quisiéramos consultarle aspectos del guión. Cuando él había adaptado al cine a Mihura, o a cualquier otro escritor, no se le había ocurrido preguntarle qué le parecía esto o aquello, porque ya imaginaba que lo que estaba haciendo con su obra le iba a sentar fatal». Y así fue, en efecto, según ha confesado Chávarri: «Al acabar el guión nos dijo que habíamos quitado media obra, lo cual era cierto. Lo habíamos hecho porque no disponíamos de tiempo ni de presupuesto necesarios para hacer una película de más de hora y media. Tuve la sensación de que Fernando se había quedado con cierto resentimiento respecto a la película. Una vez, en un viaje que tuvimos la oportunidad de hacer juntos, le pregunté qué pasaba realmente. Me contó que le daba la sensación de que habíamos quitado de la historia todo aquello que se refería al anarquismo, que a él le interesaba mucho. Tenía razón. Pero no lo habíamos hecho adrede como él pensaba, sino que al ir acortando el texto se habían ido perdiendo algunos matices».

«En cualquier caso», escribieron en su libro Miguel Ángel Barroso y Fernando Gil-Delgado, «domina la impronta de Fernán-Gómez en esta historia contada desde el prisma de los vencidos, con respeto y atendiendo más al drama humano de la guerra en la gran ciudad que a las digresiones políticas». Román Gubern aseguró que «los recursos escenográficos utilizados por Chávarri han permitido dinamizar el ritmo original, procurando no sacrificar su intimidad», coincidiendo con Marcel Oms, que aseguró, por su parte, que «la transposición fílmica de la obra teatral ha sido magistralmente resuelta por Chávarri, quien no ha vacilado en utilizar elipsis y metáforas, ni en recurrir a escenas para acercarnos esos personajes cuya cotidianidad ordinaria eleva a niveles de ejemplaridad».

Fuente: http://elpais.com/diario/2004/02/27/cine/1077836413_850215.html

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A Midsummer’s Night Dream by W.S.

moonWilliam Shakespeare – A Midsummer’s Night Dream (mid 1590s)

In A Midsummer Night’s Dream… flows a luxuriant vein of the noblest and most fantastical invention; the most extraordinary combination of very dissimilar ingredients seems to have brought about without effort by some ingenious and lucky accident, and the colors are of such clear transparency that we think the whole of the variegated fabric may be blown away with a breath. The fairy world here described resembles those elegant pieces of arabesque, where little genii with butterfly wings rise, half embodied, above the flower-cups. Twilight, moonshine, dew and spring perfumes are the element of these tender spirits; they assist nature in embroidering her carpet with green leaves, many-colored flowers and glittering insects; in the human world they do but make sport childishly and waywardly with their beneficent or noxious influences. Their most violent rage dissolves in good-natured raillery; their passions, stripped of all earthly matter, are merely an ideal dream. To correspond with this, the love of mortals is painted as a poetical enchantment which, by a contrary enchantment, may be immediately suspended and then renewed again. The different parts of the plot; the wedding of Theseus and Hippolyta, Oberon and Titania’s quarrel, the flight of the two pair of lovers, and the theatrical manœuvres of the mechanics, are so lightly and happily interwoven that they seem necessary to each other for the formation of the whole.

Oberon is desirous of relieving the lovers from their perplexities, but greatly adds to them through the mistake of his minister, till he at last comes really to the aid of their fruitless amorous pain, their inconstancy and jealousy, and restores fidelity to its old rights. The extremes of fanciful and vulgar are united when the enchanted Titania awakes and falls in love with a coarse mechanic with an ass’s head, who represents, or rather disfigures, the part of a tragical lover. The droll wonder of Bottom’s transformation is merely the translation of a metaphor in its literal sense; but in his behavior during the tender homage of the Fairy Queen we have an amusing proof how much the consciousness of such a head-dress heightens the effect of his usual folly. Theseus and Hippolyta are, as it were, a splendid frame for the picture; they take no part in the action, but surround it with a stately pomp. The discourse of the hero and his Amazon, as they course through the forest with their noisy hunting-train, works upon the imagination like the fresh breath of morning, before which the shapes of night disappear. Pyramus and Thisbe is not unmeaningly chosen as the grotesque play within the play; it is exactly like the pathetic part of the piece, a secret meeting of two lovers in the forest, and their separation by an unfortunate accident, and closes the whole with the most amusing parody.

Source: http://www.theatrehistory.com/british/midsummer001.html

ACT IV

SCENE I. The same. LYSANDER, DEMETRIUS, HELENA, and HERMIA lying asleep.

Enter TITANIA and BOTTOM; PEASEBLOSSOM, COBWEB, MOTH, MUSTARDSEED, and other Fairies attending; OBERON behind unseen

TITANIA Come, sit thee down upon this flowery bed,
While I thy amiable cheeks do coy,
And stick musk-roses in thy sleek smooth head,
And kiss thy fair large ears, my gentle joy.

BOTTOM Where’s Peaseblossom?

PEASEBLOSSOM Ready.

BOTTOM Scratch my head Peaseblossom. Where’s Mounsieur Cobweb?

COBWEB Ready.

BOTTOM Mounsieur Cobweb, good mounsieur, get you your
weapons in your hand, and kill me a red-hipped
humble-bee on the top of a thistle; and, good
mounsieur, bring me the honey-bag. Do not fret
yourself too much in the action, mounsieur; and,
good mounsieur, have a care the honey-bag break not;
I would be loath to have you overflown with a
honey-bag, signior. Where’s Mounsieur Mustardseed?

MUSTARDSEED Ready.

BOTTOM Give me your neaf, Mounsieur Mustardseed. Pray you,
leave your courtesy, good mounsieur.

MUSTARDSEED What’s your Will?

BOTTOM Nothing, good mounsieur, but to help Cavalery Cobweb
to scratch. I must to the barber’s, monsieur; for
methinks I am marvellous hairy about the face; and I
am such a tender ass, if my hair do but tickle me,
I must scratch.

TITANIA What, wilt thou hear some music,
my sweet love?

BOTTOM I have a reasonable good ear in music. Let’s have
the tongs and the bones.

TITANIA Or say, sweet love, what thou desirest to eat.

BOTTOM Truly, a peck of provender: I could munch your good
dry oats. Methinks I have a great desire to a bottle
of hay: good hay, sweet hay, hath no fellow.

TITANIA I have a venturous fairy that shall seek
The squirrel’s hoard, and fetch thee new nuts.

BOTTOM I had rather have a handful or two of dried peas.
But, I pray you, let none of your people stir me: I
have an exposition of sleep come upon me.

TITANIA Sleep thou, and I will wind thee in my arms.
Fairies, begone, and be all ways away.

Exeunt fairies

So doth the woodbine the sweet honeysuckle
Gently entwist; the female ivy so
Enrings the barky fingers of the elm.
O, how I love thee! how I dote on thee!

They sleep

Enter PUCK

OBERON [Advancing] Welcome, good Robin.
See’st thou this sweet sight?
Her dotage now I do begin to pity:
For, meeting her of late behind the wood,
Seeking sweet favours from this hateful fool,
I did upbraid her and fall out with her;
For she his hairy temples then had rounded
With a coronet of fresh and fragrant flowers;
And that same dew, which sometime on the buds
Was wont to swell like round and orient pearls,
Stood now within the pretty flowerets’ eyes
Like tears that did their own disgrace bewail.
When I had at my pleasure taunted her
And she in mild terms begg’d my patience,
I then did ask of her her changeling child;
Which straight she gave me, and her fairy sent
To bear him to my bower in fairy land.
And now I have the boy, I will undo
This hateful imperfection of her eyes:
And, gentle Puck, take this transformed scalp
From off the head of this Athenian swain;
That, he awaking when the other do,
May all to Athens back again repair
And think no more of this night’s accidents
But as the fierce vexation of a dream.
But first I will release the fairy queen.
Be as thou wast wont to be;
See as thou wast wont to see:
Dian’s bud o’er Cupid’s flower
Hath such force and blessed power.
Now, my Titania; wake you, my sweet queen.

TITANIA My Oberon! what visions have I seen!
Methought I was enamour’d of an ass.

OBERON There lies your love.

TITANIA How came these things to pass?
O, how mine eyes do loathe his visage now!

OBERON Silence awhile. Robin, take off this head.
Titania, music call; and strike more dead
Than common sleep of all these five the sense.

TITANIA Music, ho! music, such as charmeth sleep!

Music, still

PUCK Now, when thou wakest, with thine
own fool’s eyes peep.

OBERON Sound, music! Come, my queen, take hands with me,
And rock the ground whereon these sleepers be.
Now thou and I are new in amity,
And will to-morrow midnight solemnly
Dance in Duke Theseus’ house triumphantly,
And bless it to all fair prosperity:
There shall the pairs of faithful lovers be
Wedded, with Theseus, all in jollity.

PUCK Fairy king, attend, and mark:
I do hear the morning lark.

OBERON Then, my queen, in silence sad,
Trip we after the night’s shade:
We the globe can compass soon,
Swifter than the wandering moon.

TITANIA Come, my lord, and in our flight
Tell me how it came this night
That I sleeping here was found
With these mortals on the ground.

Source: http://shakespeare.mit.edu/midsummer/full.html

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Max Reinhardt – A Midsummer Night’s dream (1935)

Directed by Max Reinhardt. With James Cagney (Bottom), Dick Powell (Lysander), Joe E. Brown (Flute), Jean Muir (Helena), Hugh Herbert (Snout), Ian Hunter (Theseus), Frank McHugh (Quince), Victor Jory (Oberon), Olivia de Havilland (Hermia), Ross Alexander (Demetrius), Verree Teasdale (Hippolyta, Queen of the Amazons), Anita Louise (Titania), Mickey Rooney (Puck), Arthur Treacher (Ninny’s Tomb), Billy Barty (Mustard Seed), Kenneth Anger (Changeling Prince), Angelo Rossitto (Gnome).
BW-144m. Closed captioning.
…Reinhardt’s Dream is a relic of the kind of Shakespeare that was being staged in the Edwardian era. Shakespeare had been a source for motion pictures since the art form was invented, but this Midsummer Night’s Dream represents the first big-budget Hollywood production of The Bard in the talkie era. That it came from Warner Brothers is integral to its curious composition, for that studio was best known for gangster thrillers and romantic musicals (thus, studio-contracted actors such as James Cagney, Mickey Rooney, and Dick Powell play major roles). In the long view, it seems fitting that a studio specializing in such mass-appeal fare would be best suited to do Shakespeare, and do him right.

However, in Depression-era America, Shakespeare was high art and an Old Country import. Warner Brothers wanted to make a prestige film, and the studio not only considered Shakespeare the epitome of prestige, it hired a man who, by Hollywood standards, was the most prestigious theater practitioner of the day. Reinhardt, a visionary who developed the concept of spectacle theater, had staged an elaborate Dream in his native Austria that he reprised at the Hollywood Bowl. Jack Warner saw this show, and his studio hired Reinhardt to replicate the spectacle on film. Reinhardt’s movie-making and English-speaking skills were scant, so William Dieterle was brought in to be co-director. What we get is Reinhardt’s extravagances combined with Dieterle’s technical skills.

Source: http://www.shakespeareances.com/willpower/onscreen/Midsummer-WB35.html

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Benjamin Britten – A Midsummer Night’s Dream (1960)

The opera begins with Shakespeare’s sec­ond act — in the woods — and there are only six words in the libretto that are not in the orig­i­nal play. To clar­ify why Her­mia and Lysander are flee­ing Athens (one of the major plot points in Shakespeare’s first act), Brit­ten and Pears added the line, “com­pelling thee to marry with Demetrius,” for Lysander to explain Hermia’s plight.

One of the things I like about Britten’s adap­ta­tion is that he starts in the woods,” says Edward Berke­ley, direc­tor of Aspen Opera The­ater Cen­ter. “The music at the begin­ning has the feel­ing of threat, of some­thing omi­nous going on. In the play, and the opera as well, the Shake­spearean tan­gle is actu­ally a place where peo­ple go to essen­tially resolve inner issues that they can’t resolve in soci­ety.  So the Shake­spearean wild is like a place of psy­cho­log­i­cal night­mare.” By start­ing in the woods, it means that only the final scene of the opera takes place else­where — after the char­ac­ters have resolved their dilemmas.

The music Brit­ten wrote for the open­ing of the opera, plus a lot of the Fairy music and for Oberon and Tyta­nia, has a sense of dis­or­der,” Berke­ley points out. “I think the best of the lovers’ music comes when they start fight­ing, and the music is at its most dis­or­derly. There’s the sense the lovers have left orga­nized soci­ety, ready to bat­tle it out. They’ve had to go to another place. It’s as if we have to leave soci­ety to resolve things.”

The orches­tral music with which Brit­ten opens the opera imme­di­ately places us in the woods, the glis­san­dos in the muted strings — repeat­edly mov­ing up and down the scale — sug­gest­ing the breath­ing of some­one deep in sleep. Or per­haps it is the sound of the wood at night, with creak­ing branches; or the sound of the magic spell that is on the wood and every­one who comes within it.

Britten’s music bril­liantly depicts the three dif­fer­ent worlds of the play – the world of the Fairies, the world of the human lovers, and the world of the Rus­tics, as Brit­ten called Shakespeare’s “rude mechan­i­cals” – by giv­ing them each a dis­tinc­tive musi­cal sig­na­ture. The fairies have a rather del­i­cate sound from the orches­tra: harps, harp­si­chord, celesta and per­cus­sion. Oberon, King of the Fairies, is a coun­tertenor (see side­bar), his Queen, Tyta­nia, is a col­oratura soprano, and the fairies are sung by a children’s cho­rus. Puck is a speak­ing role, accom­pa­nied by drum and solo trum­pet, though the exact rhythm of his words is notated in the score. “I got the idea of doing Puck like this in Stock­holm where I saw some Swedish child acro­bats with extra­or­di­nary agility and pow­ers of mim­icry,” Brit­ten explained.

Source: http://paulthomasonwriter.com/a-midsummer-nights-dream-benjamin-britten/

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George Balanchine (Felix Meldenssohn’ music) – A Midsummer Night’s Dream (1962)

A ballet about the transforming power of love, George Balanchine’s A Midsummer Night’s Dream, is based on William Shakespeare’s comedy about the romantic adventures and misadventures, quarrels and reunitings, of two pairs of mortal lovers and the king and queen of the fairies. The ballet, through its themes of reality versus illusion, and change versus constancy, displays love in all its guises. In the first act there are dances of unrequited love and love that is reconciled. There is a pas de deux for the Fairy Queen Titania and Bottom, who has been turned into an Ass — a perfect illustration in dance of the old proverb, “love is blind.” In the second act, which opens with Mendelssohn’s familiar Wedding March, there is a pas de deux representing ideal, untroubled love.

Shakespeare’s 1595 play has been the source for films, an opera by Benjamin Britten (1960), and a one-act ballet by Frederick Ashton, called The Dream (1964). George Balanchine’s version, which premiered in 1962, was the first wholly original evening-length ballet he choreographed in America. On April 24, 1964, A Midsummer Night’s Dream opened the New York City Ballet’s first repertory season at the New York State Theater. Balanchine had been familiar with Shakespeare’s play from an early age. At age eight he had appeared as an elf in a production in St. Petersburg, and he could recite portions of the play by heart in Russian. Balanchine loved Mendelssohn’s overture and incidental music for A Midsummer Night’s Dream (composed respectively in 1826 and 1843), and it is this score, Balanchine later said, that inspired his choreography. Mendelssohn had written only about an hour’s worth of music for the play (not enough for an evening-length dance work), so for twenty years Balanchine studied the composer’s other oeuvre, finally selecting a number of additional overtures, a nocturne, an intermezzo and a portion of Symphony #9 to weave together the ballet score.

Felix Mendelssohn (1809-1847) was a German composer of the Romantic Era. Like Mozart, he was a child prodigy who excelled in every aspect of music: he was one of the finest pianists of his time, as well as an excellent conductor and well-known educator. Mendelssohn was only 17 when he wrote the overture to A Midsummer Night’s Dream, which musically introduces all of the ballet’s characters and themes.

Source: http://balanchine.com/a-midsummer-nights-dream/

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Michael Hoffman – A Midsummer Night’s Dream (1999)

Directed by Michael Hoffman. With Kevin Kline, Michelle Pfeiffer, Rupert Everett, Stanley Tucci, Calista Flockhart, Anna Friel, Christian Bale, Dominic West, David Strathairn, Sophie Marceau, Roger Rees, Max Wright, Sam Rockwell, Bernard Hill, John Sessions

Much of the play’s fun comes during a long night in the forest, where the mischiefmaker anoints the eyes of sleeping lovers with magic potions that cause them to adore the first person they see upon awakening.

This causes all sorts of confusions, not least when Titania, the Fairy Queen herself, falls in love with a weaver who has grown donkey’s ears. The weaver is Bottom (Kevin Kline), and he and the mischievous Puck (Stanley Tucci) are the most important characters in the play, although it also involves dukes, kings, queens and high-born lovers. Bottom has a good heart and bumbles through, and Puck (also called Robin Goodfellow) spreads misunderstanding wherever he goes. The young lovers are pawns in a magic show: When they can’t see the one they love, they love the one they see.

Michael Hoffman’s new film of «William Shakespeare’s a Midsummer Night’s Dream» (who else’s?) is updated to the 19th century, set in Italy and furnished with bicycles and operatic interludes. But it is founded on Shakespeare’s language and is faithful, by and large, to the original play. Harold Bloom complains in his wise best seller, Shakespeare: The Invention of the Human, that the play’s romantic capers have been twisted by modern adaptations into «the notion that sexual violence and bestiality are at the center of this humane and wise drama.» He might approve of this version, which is gentle and lighthearted, and portrays Bottom not as a lustful animal but as a nice enough fellow who has had the misfortune to wake up with donkey’s ears–«amiably innocent, and not very bawdy,» as Bloom describes him.

Source: http://www.rogerebert.com/reviews/william-shakespeares-a-midsummer-nights-dream-1999

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Other adaptations:

Tennesse Williams, A Streetcar Named Desire

streetcar

Lower Depths, Southern Style – Tennessee Williams’s “A Streetcar Named Desire.”

“AStreetcar Named Desire,” by Tennessee Williams, is a fine and deeply disturbing play, almost faultless in the physical details of its production and the quality of its acting. It is hard to define it very satisfactorily for those who haven’t seen it. Most of us at one time or another have come on some incident in the street, some scene of senseless brutality or intolerable humiliation, that struck us inescapably as the last act in a life. Usually, of course, we were mistaken, since the real climaxes are almost never identifiable, but still it gave the imagination, especially if literary, something to wrestle with, and often we got home with quite a story worked out in our heads. Mr. Williams’ play might easily be the triumphant product of just such an experience. The last scene shows a woman being led away from a crumbling house in a nightmare street. She is not young, being in her middle thirties, but she is still handsome and she has a certain amount of style—Old South, as it happens, but still style—both in her manner and her dress. It would not be necessary to identify the two people with her as a doctor and an asylum attendant for anyone to see that she is quite mad. Obviously, any explanation for such a moment, for such a coincidence of smiling insanity—she is clearly delighted with her companions—and ruined elegance and unspeakable squalor, is faced with the danger of seeming either hopelessly inadequate or absurdly melodramatic. All I can say is that Mr. Williams has written a strong, wholly believable play that, starting in a low key, mounts slowly and inexorably to its shocking climax. I think it is an imperfect play, for reasons that I’ll get around to in a minute, but it is certainly the most impressive one that has turned up this season, and I wouldn’t be surprised if it was a sounder and more mature work than “The Glass Menagerie,” the author’s previous compliment to Southern womanhood.

 

Mr. Williams has placed “A Streetcar Named Desire” in the Vieux Carré in New Orleans, where it seems there is or was just such a car, as well as one labelled “Cemetery” and a neighborhood known as the Elysian Fields, life in this case being singularly obliging to art. The set represents the two-room apartment occupied by Stanley Kowalski, a young Pole somehow cryptically connected with the automobile business, and his pregnant bride, Stella, a fine, highly sexed girl, though the daughter of that most exhausted of all aristocracies, an old Southern family. It is possible that some scenic artist somewhere has contrived a more gruesome interior than the decaying horror that Jo Mielziner has executed for the Kowalskis, but I doubt it. It is on the ground floor (outside, a circular iron staircase winds up to another apartment, containing perhaps the least inhibited married couple ever offered on the stage); there is no door between the two rooms, only a curtain; the furnishings are sparse and dreadful; the desolate street outside can be seen through the windows, or, rather, through the walls, since Mr. Mielziner’s design is by no means literal. It is a wonderful effect and, as the evening wears along, oppressive almost beyond words.

One spring morning, Stella’s older sister, Blanche, turns up at this hovel. She is a strange girl, but at first there is nothing visibly wrong with her except a slight hysteria, which she tries to fight down with frequent surreptitious drinks of whiskey, and that grotesque and terrible refinement that Mr. Williams has carried over from his portrait of the mother in “The Glass Menagerie.” She is fashionably appalled by the Kowalski apartment and the goings on in it, which include an incredibly seedy, brawling poker game, but this is nothing compared with the dismay she experiences at her first sight of her sister’s husband. This is understandable, since, thanks to a peculiar combination of script and casting, this character emerges as almost wholly subhuman—illiterate, dirty, violent, and even somehow with a suggestion of physical deformity, an apelike quality, about him. In addition to the personal disgust he inspires in her, Blanche is slowly forced to realize that her desperate pretending is no good with him; from the moment she comes in, he suspects the unbearable truth about her, and when she seems to be infecting her sister with her stylish ways, he drags it out into the light, with contemptuous brutality.

It is something of a tribute to Mr. Williams’ talent that the story of Blanche’s past can seem even momentarily credible. The two girls were brought up in an old house, apparently the conventional “decaying mansion,” which he has chosen to call Belle Rêve, though they pronounce It “Belle Reeve.” Like Stella, Blanche married, but it was a brief and tragic escape, since the boy was a homosexual who shot himself after his seventeen-year-old bride had discovered him in a situation that could hardly be misinterpreted. She went back to Belle Rêve, where she watched the awful, lingering deaths of three old women, and then, when the creditors had taken the house, went on to a town called Laurel, where she taught school and gradually, in a sick—or quite possibly, by this time, an insane—revulsion against death, took up with many men. The Laurel episode ended with her seduction of an adolescent boy (youth plus love, I gather, seemed to her the absolute antithesis of death, though, of course, some authorities might have diagnosed simple nymphomania) and with her expulsion from the town, where, in her brother-in-law’s sardonic phrase, she was getting to be somewhat better known than the President of the United States.

 

By the time Blanche comes to her sister’s apartment, she has manufactured a gaudy and pathetic substitute past for herself, full of rich and handsome suitors, who respectfully admire her mind, but Kowalski tears that down ruthlessly, without any special moral indignation but with a savage, obscene humor that is infinitely more torturing. He also gives her secret away to the one man—a poor specimen, but kind and honest—who might conceivably have saved her and then takes her, casually and contemptuously, himself. The end comes when she tries to tell this to her sister, who, unable to believe it and still go on with her marriage, consents to having her committed to an asylum. This is, I’m afraid, a pretty poor synopsis—there is no way, for instance, to convey the effect Mr. Williams achieves in his last act of a mind desperately retreating into the beautiful, crazy world it has built for itself—but perhaps it is enough to give you the general idea.

The reservations I have may easily be captious. Principally, it seems to me that in the emotional surge of writing his play Mr. Williams has been guilty of establishing a too facile and romantic connection between Belle Rêve and the Vieux Carré. Not knowing much about the South, old or new, it was hard for me to visualize the girls’ ancestral home, except as something vaguely resembling the House of Usher, but Stella is written and played as a pretty, reasonably cultivated girl, in no sense unbalanced, and her abrupt and cheerful descent into the lower depths of New Orleans seems rather incredible. Mr. Williams attempts, though the evidence on the stage is against him, to portray Kowalski as a man of enormous sexual attraction, so that the very sight of him causes her to see colored pinwheels, but even that is scarcely enough. It is the same, to some extent, with Blanche; whatever the forces working against her may have been, her degradation is much too rapid and complete, her fall from whatever position she may have occupied in a top level of society to the bottom of the last level a good deal more picturesque than probable. As I say, it is conceivable that these transitions do occur in the South, but it is my suspicion that Mr. Williams has adjusted life fairly drastically to fit his special theme. The only other thing I might complain about (Blanche’s arrival from Laurel, where apparently she had just been tossed out of a cheap hotel, with a trunkful of pretty expensive-looking jewelry and clothes perplexed me some, but I’m willing to let it go) is the somewhat sustained and literary analogy that keeps turning up between the streetcars named for passion and death and the tragic conflict in the heroine’s mind. Mr. Williams seems to me much too good a playwright now to bother his head with these ladies’-club mystifications. “A Streetcar Named Desire” is a brilliant, implacable play about the disintegration of a woman, or, if you like, of a society; it has no possible need for the kind of pseudo-poetic decoration that more vacant authors so often employ to disguise their fundamental lack of thought.

After all that, I’m sorry to say there isn’t much room left for the compliments to the cast, though God knows they and, of course, Elia Kazan, their director, deserve all I can offer them. Briefly, Jessica Tandy gives a superb, steadily rising performance as Blanche; Marlon Brando, as Kowalski, is, as hinted previously, almost pure ape (his sister-in-law’s description of him as “common” entertained me quite a lot, there in the dark), and though he undoubtedly emphasizes the horrors of the Vieux Carré as opposed to Belle Rêve, it is a brutally effective characterization; Karl Malden, as Blanche’s unhappy suitor, gets a queer, touching blend of dignity and pathos into what you might call one of those difficult, listening parts; and Kim Hunter, as Stella, is sympathetic and restrained and very decorative indeed. The others, representing the inhabitants of that abandoned district, all seemed admirable and awful to me. 

15 Facts About Tennessee Williams’s A Streetcar Named Desire

In a sweltering New Orleans, a wilted Southern belle collides with the dysfunctional marriage of her sweet sister and brutish brother-in-law. This is the plot of Tennessee Williams’s classic play, A Streetcar Named Desire, which opened on Broadway on December 3, 1947. But the story of its making and legacy is even wilder than Stanley Kowalski’s screaming.

1. WILLIAMS SET THE PLAY IN HIS CHOSEN HOME.

The boy born Thomas Lanier Williams III lived in Columbus, Mississippi, until he was 8 years old. From there, his traveling salesman father bounced the family around Missouri, moving 16 times in just 10 years before abandoning them. As he forged a path of his own, Williams wandered from St. Louis’s Washington University to the University of Iowa to the New School in New York City, and even spent some time working on a chicken ranch in Laguna Beach, California. But at 28, he found his “spiritual home” in New Orleans. There he officially changed his given name to the college nickname he’d come to prefer. Inspired by the culture of the French Quarter, he wrote short stories and what would become one of his most popular plays. There he became Tennessee Williams, in more ways than one.

2. A STREETCAR NAMED DESIRE WAS NAMED AFTER A REAL STREETCAR LINE.

Named for its endpoint on Desire Street in the Ninth Ward, the Desire line ran down Canal Street onto Bourbon and beyond. It operated from 1920 to 1948—meaning that shortly after becoming famous on Broadway, it was retired in favor of buses that were quieter and put less stress on the streets and surrounding buildings. Gone but not forgotten, one of the Desire cars was restored in 1967, and was made a tourist attraction. In 2003, the city even proposed resurrecting the streetcars and this famous line’s name, but this dream died when federal funding was denied.

3. STANLEY KOWALSKI WAS INSPIRED BY TWO MEN.

The name «Stanley Kowalski» was borrowed from a factory worker Williams met while living in St. Louis. But the playwright’s true muse was Amado ‘Pancho’ Rodriguez y Gonzales, a Mexican boxer who was once Williams’s lover, and who argued the character he inspired should be Latino, not Polish.

Ten years his junior, Gonzalez met Williams when the writer traveled to Mexico City in late 1945. Entranced by the macho 24-year-old, Williams invited Gonzalez to move into his New Orleans home. Their relationship lasted only two years. By the time Streetcar Named Desire hit Broadway, Williams had moved on to who would be the love of his life, aspiring writer Frank Merlo.

4. BLANCHE MAY HAVE BEEN A STAND-IN FOR WILLIAMS.

As a gay man, the writer had been mocked all his life, called «sissy» by sneering peers, and “Miss Nancy” by his drunken, abusive father. In some respects, he was like Blanche, a gentle Southern soul, thirsty for love and kindness, yet dangerously fascinated by gruff men. Elia Kazan, who directed both the original Broadway production of Streetcar and its movie adaptation, once said of Williams, «If Tennessee was Blanche, Pancho was Stanley….Wasn’t he [Williams] attracted to the Stanleys of the world? Sailors? Rough trade? Danger itself? Yes, and wilder. The violence in that boy, always on a trigger edge, attracted Williams at the very time it frightened him.”

The closest Williams came to commenting on this comparison was saying of his work, «I draw every character out of my very multiple split personality. My heroines always express the climate of my interior world at the time in which those characters were created.”

5. A STREETCAR NAMED DESIRE WAS WILLIAMS’S SECOND BIG BROADWAY HIT.

In 1945, Williams broke through with his groundbreaking autobiographical drama The Glass Menagerie. Just a year and a half after this acclaimed production closed, A Streetcar Named Desire opened to even greater praise. Reportedly, the standing ovation lasted for 30 minutes after the curtain descended on opening night.

6. THE PLAY WAS DRASTICALLY DIFFERENT FROM ITS BROADWAY CONTEMPORARIES.

In her historical essay on Williams, critic Camille Paglia notes that A Streetcar Named Desire was a total change from The Glass Menagerie. Where the former had a «tightly wound gentility,» the latter boasted «boisterous energy and eruptions of violence.» But more than that, «Streetcar exploded into the theater world at a time when Broadway was dominated by musical comedies and revivals.» She adds, «the shocking frankness with which Streetcar treated sex—as a searingly revolutionary force—was at odds with the dawning domesticity of the postwar era and looked forward instead to the 1960s sexual revolution.»

7. IT CEMENTED WILLIAMS’S REPUTATION AS A MAJOR VOICE IN AMERICAN THEATER.

The New York Times critic Brooks Atkinson proclaimed, «Mr. Williams is a genuinely poetic playwright whose knowledge of people is honest and thorough and whose sympathy is profoundly human.» A Streetcar Named Desire went on to run for more than 800 performances, and would win the New York Drama Critics’ Circle Award for Best Play. Jessica Tandy earned a Tony Award for originating the role of Blanche, and Williams was honored with the Pulitzer Prize for Drama.

8. STANLEY KOWALSKI LAUNCHED MARLON BRANDO.

At 23, Brando was a method actor who was drawing praise in a string of Broadway roles. The year before A Streetcar Named Desire debuted at the Ethel Barrymore Theatre, New York critics had voted him «Broadway’s Most Promising Actor» because of his powerful performance in Maxwell Anderson’s Truckline Café. His portrayal as Kowalski delivered on that promise, and then some. Playwright Arthur Miller wrote that he seemed «a tiger on the loose, a sexual terrorist … Brando was a brute who bore the truth.» And this intensity was captured in the 1951 film adaptation, which earned the actor an Oscar nomination for what was only his second film role.

9. A STREETCAR NAMED DESIRE REDEEMED WILLIAMS’S HOLLYWOOD REPUTATION.

Following the success of The Glass Menagerie‘s Broadway run, Warner Bros. hired Williams to draft an adapted screenplay for a movie version. But seeking a more commercial offering, they hired another writer to tack on a happy ending, behind Williams’s back. The result was a critically panned dud that the playwright denounced as a «travesty.» Nonetheless, Williams returned to Warner Bros. with A Streetcar Named Desire. This time, however, the director and most of the cast from the Broadway show were kept on for the film, which went on to earn an impressive 12 Academy Award nominations, winning four, including Best Supporting Actress (Kim Hunter) and Best Actress (Vivien Leigh).

10. JESSICA TANDY WAS THE ONLY LEAD OF THE BROADWAY PLAY NOT CAST IN THE MOVIE.

Hollywood didn’t care about her Tony or her rave reviews. Warner Bros. needed a big name to assure the film’s success. So Tandy was dropped in favor of Leigh, who’d played the role of Blanche in a London production of A Streetcar Named Desire, but more importantly was a household name thanks to her first Oscar-winning role, that of Scarlett O’Hara in 1939’s historical epic Gone With The Wind.

11. THE FILM WAS TAMER THAN THE PLAY.

With mounting pressure from a public concerned about the influence movies have on children, Hollywood created The Motion Picture Production Code, a series of guidelines about what was acceptable and not in film. Thus, A Streetcar Named Desire‘s movie adaptation was forced to tone down some coarser language, and cut some of its most scandalous elements, like Blanche’s promiscuity and her late husband being a closeted homosexual. For instance, in the play Blanche demands of her sister, «Where were you? In bed with your pollack!» In the film, she says, «In there with your pollack!»

12. WILLIAMS FOUGHT TO KEEP BLANCHE’S RAPE FROM BEING CUT.

Following their climactic confrontation, the play implies Stanley rapes Blanche. But Warner Bros. felt this was too dark for the movie. Williams and Kazan sparred with the studio over this. The former argued, «[The] rape of Blanche by Stanley is a pivotal, integral truth in the play, without which the play loses its meaning which is the ravishment of the tender, the sensitive, the delicate by the savage and brutal forces of modern society.» Like in the play, this grievous crime occurs between scenes, but its implication is clear by the violent events that lead up to a fade to black.

13. ONCE AGAIN, HOLLYWOOD TACKED ON A HAPPY ENDING.

The compromise on including the rape was that Stanley would have to be punished for the act. So just as they did with The Glass Menagerie, Warner Bros. softened the end of William’s acclaimed tragedy with a script change. In this case, a line is included, where Stella declares she won’t go back to her abusive husband. It’s a stark contrast to the play, which concludes with the stage direction «He kneels beside her and his fingers find the opening of her blouse,» as Stanley coos to her. Williams would go on to say the adaptation was «only slightly marred by [a] Hollywood ending.»

14. THE FILM MADE A STREETCAR NAMED DESIRE ICONIC.

Brando’s tour de force performance may not have won him the Oscar, but his brutish performance, tight white t-shirt, and signature «Stella!» cry made the movie one that would not be forgotten. Today, the play is considered a classic, and has been revived on Broadway eight times. In 1999, the movie adaptation was added to the National Film Registry, which aims to preserve «culturally, historically or aesthetically» works of cinema. And in 2005, the American Film Institute included Kowalski’s agonized scream of «Stella! Hey, Stella!» among its 100 greatest movie quotes of the last 100 years. It came in at number 45.

15. EVERY SPRING, NEW ORLEANS THROWS A FESTIVAL IN HONOR OF THE PLAY.

Called the Tennessee Williams/New Orleans Literary Festival, the annual five-day event celebrates Williams’s world-famous work, showcases emerging writers, and provides educational opportunities for literary students. It also offers tours of the French Quarter locations where Williams walked, conversed and worked, like the Hotel Maison de Ville, the restaurant Galatoire’s, which gets a mention in Streetcar; and the apartment where he lived with Pancho, which overlooked the Desire line.

Source: https://www.mentalfloss.com/article/513351/15-facts-about-tennessee-williamss-streetcar-named-desire

Tennesse Williams – A Streetcar Named Desire (1947)

STELLA: You have no idea how stupid and horrid you’re being! Now close that trunk before she
comes out of the bathroom!
[He kicks the trunk partly closed and sits on the kitchen table.]
STANLEY: The Kowalskis and the DuBois have different notions.
STELLA [angrily]: Indeed they have, thank heavens !–I’m going outside. [She snatches up her
white hat and gloves and crosses to the outside door.] You come out with me while Blanche is
getting dressed.
STANLEY: Since when do you give me orders?
STELLA: Are you going to stay here and insult her?
STANLEY: You’re damn tootin’ I’m going to stay here.
[STELLA goes out on the porch. BLANCHE comes out of the bathroom in a red satin robe.]
BLANCHE [airily]: Hello, Stanley! Here I am, all freshly bathed and scented, and feeling like a
brand-new human being!
[He lights a cigarette.]
STANLEY: That’s good.
BLANCHE [drawing the curtains at the windows]: Excuse me while I slip on my pretty new dress!!
STANLEY: Go right ahead, Blanche.
[She closes the drapes between the rooms].
BLANCHE: I understand there’s to be a little card party to which we ladies are cordially not
invited.
STANLEY [ominously]: Yeah?
[BLANCHE throws off her robe and slips into a flowered print dress.]
BLANCHE: Where’s Stella?
STANLEY: Out on the porch.
BLANCHE: I’m going to ask a favour of you in a moment.
STANLEY: What could that be, I wonder?
BLANCHE: Some buttons in back! You may enter!
[He crosses through drapes with a smouldering look.] How do I look ?
STANLEY: You look all right.
BLANCHE: Many thanks! Now the buttons!
STANLEY: I can’t do nothing with them.
BLANCHE: You men with your big clumsy fingers. May I have a drag on your cig?
STANLEY: Have one for yourself.
BLANCHE: Why, thanks! … It looks like my trunk has exploded.
STANLEY: Me an’ Stella were helping you unpack.
BLANCHE: Well, you certainly did a fast and thorough job of it!
STANLEY: It looks like you raided some stylish shops in Paris.
BLANCHE: Ha-ha! Yes–clothes are my passion!
STANLEY: What does it cost for a string of fur-pieces like that?
BLANCHE: Why, those were a tribute from an admirer of mine!
STANLEY: He must have had a lot of—-admiration!
BLANCHE: Oh, in my youth I excited some admiration. But look at me now! [She smiles at him
radiantly.] Would you think it possible that I was once considered to be–attractive?
STANLEY: Your looks are okay.
BLANCHE: I was fishing for a compliment, Stanley.
STANLEY: I don’t go in for that stuff.
BLANCHE: What–stuff?
STANLEY: Compliments to women about their looks. I never met a woman that didn’t know if she was good-looking or not without being told, and some of them give themselves credit for more than they’ve got. I once went out with a doll who said to me, ‘I am the glamorous type, I am the glamorous type!’ I said, ‘So what?’
BLANCHE: And what did she say then?
STANLEY: She didn’t say nothing. That shut her up like a clam.
BLANCHE: Did it end the romance?
STANLEY: It ended the conversation–that was all. Some men are took in by this Hollywood
glamour stuff and some men are not.
BLANCHE: I’m sure you belong to the second category.
STANLEY: That’s right.
BLANCHE: I cannot imagine any witch of a woman casting a spell over you.
STANLEY: That’s–right.
BLANCHE: You’re simple, straightforward and honest, a little bit on the primitive side I should
think. To interest you a woman would have to– [She pauses with an indefinite gesture.]
STANLEY [slowly]: Lay … her cards on the table.
BLANCHE [smiling]: Yes—yes–cards on the table. … Well, life is too full of evasions and
ambiguities, I think. I like an artist who paints in strong, bold colours, primary colours. I don’t like pinks and creams and I never cared for wish-washy people. That was why, when you walked in here last night, I said to myself—-‘My sister has married a man!’–Of course that was all that I could tell about you.
STANLEY [booming]: Now let’s cut the re-bop!
BLANCHE [pressing hands to her ears]: Ouuuuu!
STELLA [calling from the steps]: Stanley! You come out here and let Blanche finish dressing!
BLANCHE: I’m through dressing, honey.
STELLA: Well, you come out, then.
STANLEY: Your sister and I are having a little talk.
BLANCHE [lightly]: Honey, do me a favour. Run to the drugstore and get me a lemon-coke with
plenty of chipped ice in it!–Will you do that for me, Sweetie?

Source: http://www.google.es/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=7&ved=0CFsQFjAG&url=http%3A%2F%2Fwww.english-literature.uni-bayreuth.de%2Fen%2Fteaching%2Fdocuments%2Fcourses%2FWilliams-1.pdf&ei=rcrOU6neMajb0QXgr4DwCw&usg=AFQjCNEuhUjTX-kUL9eYgZQyVFGOoD1gEA&sig2=Yv5QUAJ_bgcI_RsyvHaRfQ&bvm=bv.71198958,d.d2k

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 The Social Conflict Between Appearance and Reality

Blanche had freedom of expression, but only at the inward disdain of the others. Stanley was a very blunt, rough, and authoritative. He was not not used to Blanche’s personality, he disliked her because he felt that she threatened his authority.

Stanley (more so than the other characters) realizes that Blanche’s outward appearance and personality were merely facades which she created in order to protect herself. Stanley attacked Blanche’s weakest link: her reality. He sought to destroy Blanche by exposing her to the world.

(Stanley speaking) “Some men are took in by this Hollywood glamour stuff and some men are not” (Williams, A Streetcar…).

(Stanley speaking) “There isn’t no millionaire! And Mitch did not come back with roses… There isn’t a [explicit] thing but imagination!” (Williams, A Streetcar…).

As the play progresses, Stanley’s scheme works. Stella and Mitch slowly gravitate away from Blanche. They judge Blanche and her past at face value; they focus only on discovering her past mistakes and flaws. They see that Blanche was immoral in her past relations with men and looked no further. Their dislike and mistrust of her grows. They did not see the pain, loneliness, struggle, unhappiness, and rejection that Blanche experienced.

Stanley, Mitch, and Stella did not see Blanche as she really was because they were blinded by the differences they found with Blanche. The judged her quickly, only caring to look at one side of the evidence. They did not want to see Blanche as a good person, they did not want to feel sorry for her. Therefore, they made her look as bad as possible.

The Personal Conflict Between Reality and Fantasy

Blanche is illusive because she does not accept her circumstances; she does not accept her reality. Therefore, she lives in a fantasy. However, in order to do that she hides her true self. The audience is allowed to see that Blanche longs for true acceptance, yet never finds it. She lives in the mistakes of her past, and desires a brighter future.

“Both Blanche’s drinking and her endless hot baths suggest that she is attempting to wash away her past and emerge through a sort of watery purgatory” (Spampinato, 294).

Blanche has a flawed view of happiness…

Blanche firmly believes that only men bring happiness, and therefore, she never goes out on her own to find happiness.

“I cannot be alone! Because- as you must have noticed –I’m- I’m not very well….” (Williams, A Streetcar…).

She wants to return to the happiness she had before her husband committed suicide (which occurred as the result of Blanche accusing him for being homosexual). Therefore, Blanche puts forth much effort in attempt to attract the attention of young men; for example, she never appears in the light in order to hide her actual age.

“BLANCHE- ‘How do I look?’ STELLA- ‘Lovely, Blanche’” (Williams, A Streetcar…).

“And disgust and self-hate result in her life of destructive lust for young men. Thus her loving desire becomes brutal desire, unloving desire. It becomes that sheer lust which is a kind of real death” (Spampinato, 295).

Blanche tried to adapt her external circumstances to her inward fantasies, and that backfires on her.

“Yes, I had many intimacies with strangers. After the death of Allan, intimacies with strangers were all I seemed able to fill my empty heart with… I think it was panic, just panic, that drove me from one to another, hunting for some protection” (Williams, A Streetcar…).

Like her sister Stella, Blanche believed that the only way to gain stability and happiness was through the attention, appreciation, and adoration of men. Blanche saw her possible marriage to Mitch (who was much more of a gentleman than Stanley) as the only guarantee for her survival. Blanche did not really love Mitch, who at first believed that Blanche was a legitimate woman. However, after hearing Stanley’s accusations, he distanced himself from her.

Read more: http://gtownson1.hubpages.com/hub/A-Streetcar-Named-Desire-by-Tennessee-Williams

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Elia Kazan – A Streetcar Named Desire (1951)

Directed by Elia Kazan. With: Vivien Leigh (Blanche du Bois), Marlon Brando (Stanley Kowalski), Kim Hunter (Stella Kowalski), Karl Malden (Mitch), Rudy Bond (Steve), Nick Dennis (Pablo), and Peg Hillias (Eunice).

Out of Tennessee Williams’s A Streetcar Named Desire, which gathered up most of the drama prizes that were awarded when it was playing on Broadway, director Elia Kazan and a simply superlative cast have fashioned a motion picture that throbs with passion and poignancy. Indeed, through the haunting performance England’s great Vivien Leigh gives in the heartbreaking role of Mr. Williams’s deteriorating Southern belle and through the mesmerizing moods Mr. Kazan has wreathed with the techniques of the screen, this picture, now showing at the Warner, becomes as fine, if not finer, than the play. Inner torments are seldom projected with such sensitivity and clarity on the screen…

…Mélees, titanic and degrading, within the filthy New Orleans slum where Blanche comes to live with her sister and her low-born brother-in-law have been staged by the prescient director with such tumultuous energy that the screen fairly throbs with angry violence, before settling sharply into spent and aching quiet. Hate-oozing personal encounters between the lost lady and the brutish man have been filmed with such shrewd manipulation of the close-up that one feels the heat of them. And with lights and the movement of his people and the conjunction of a brilliant musical score with dialogue of real poetic richness, Mr. Kazan has wrought heartache and despair.

In this dramatic illustration, which makes vivid, of course, a great deal more than a fundamental clash of natures between a woman and a man—which transmits, indeed, a comprehension of a whole society’s slow decay and the pathos of vain escapism in a crude and dynamic world—we say, in this dramatic illustration, Miss Leigh accomplishes more than a worthy repeat of the performance which Jessica Tandy gave on the stage.

Blessed with a beautifully molded and fluently expressive face, a pair of eyes that can flood with emotion, and a body that moves with spirit and style, Miss Leigh has, indeed, created a new Blanche du Bois on the screen—a woman of even greater fullness, torment, and tragedy. Although Mr. Williams’s writing never precisely makes clear the logic of her disintegration before the story begins—why anyone of her breeding would become an undisciplined tramp—Miss Leigh makes implicitly cogent every moment of the lady on the screen…

Read more: http://www.nytimes.com/movie/review?res=EE05E7DF1730EF70BC4851DFBF66838A649EDE

‘A Streetcar Named Desire’ Review: Marlon Brando, Vivian Leigh Star in Film Version

Tennessee Williams’ exciting Broadway stage play – winner of the Pulitzer Prize and New York Drama Critics award during the 1947-48 season – has been screenplayed into an even more absorbing drama of frustration and stark tragedy. With Marlon Brando essaying the part he created for the Broadway stage, and Vivien Leigh as the morally disintegrated Blanche DuBois (originated on Broadway by Jessica Tandy). “A Streetcar Named Desire” is thoroughly adult drama, excellently produced and imparting a keen insight into a drama whose scope was, of necessity, limited by its stage setting.

The camera has done greater justice to the Williams play, catching the nuances and reflected tragedy with an intimacy that is so vital in a story of this type. It is a film whose theme militates against general boxoffice interest, but word-of-mouth and critical acclaim should find it building strongly.

“Streetcar” is a decidedly adult drama because of its theme–it tells the story of the slow moral collapse of a southern schoolteacher. It is an escape from escapism in every sense of the word, but never does its brutal realism and trenchant prose permit audience interest to lag despite its enormous length. The film runs two hours and five minutes, but there is no wasted footage in a picture that might find some criticism only from the more captious because of the projection of the nymphomania theme. Though it deals with a sex problem that is dangerous story-telling for films. “Streetcar” has not for a moment sacrificed good taste for the sake of realism. It propels the basic story with sensitivity, shading and poignancy.

Pic is a faithful adaptation from the original play as it was produced by Irene Mayer Selznick. It is the story of Blanche DuBois, a faded Mississippi teacher, who is forced from her job by her moral transgressions. She seeks refuge with a sister in the old French Quarter of New Orleans, her predilection for “meetings with strangers” being unknown to the sister and the latter’s husband. Because her presence intrudes on the husband-wife relationship, the husband, a crude brutal young Polish-American, immediately becomes hostile to the visitor. He also suspects she’s lying about her past. It is this hostility that motivates the story’s basic elements. Stanley Kowalski (Brando), the husband, embarks on a plan to force his sister-in-law from his home. He subsequently achieves this by making a point of probing and learning of her unrevealed past, thus shattering Blanche’s one chance at happiness with one of Stanley’s poker-playing friends.

Vivien Leigh gives a compelling performance in telling the tragedy of Blanche DuBois. She has several senses of great pathos, and no less of these is the final one in which she is seen being escorted to an asylum for the insane as the climax to her life of frustration. Marlon Brando at times captures strongly the brutality of the young Pole but occasionally he performs unevenly in a portrayal marked by frequent garbling of his dialog. It is to be granted that, as a common laborer, he wasn’t expected to project with an Oxonian accent; yet, Brando overdoes it somewhat. Kim Hunter and Karl Malden are the other principals in parts they played in the Broadway version. They are excellent. Miss Hunter as Blanche’s sister, torn between love for her sister and her husband, and Malden, as Blanche’s frantic suitor. Malden has two especially good scenes with Miss Leigh that strengthen his future film chances. The other players all lend strong support.

Charles K. Feldman’s production has been garnished with all the facets of Grade-A film-making, and Elia Kazan has directed with a keen perspective of story and character values, a job that he also handled for the play. The photography is excellent, so are all the other technical credits.

Source: https://variety.com/1951/film/reviews/a-streetcar-named-desire-3-1200417045/

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Franz Kafka, Der Prozess

kafka

Franz Kafka – Der Prozess

Erstes Kapitel

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. Die Köchin der Frau Grubach, seiner Zimmervermieterin, die ihm jeden Tag gegen acht Uhr früh das Frühstück brachte, kam diesmal nicht. Das war noch niemals geschehen. K. wartete noch ein Weilchen, sah von seinem Kopfkissen aus die alte Frau, die ihm gegenüber wohnte und die ihn mit einer an ihr ganz ungewöhnlichen Neugierde beobachtete, dann aber, gleichzeitig befremdet und hungrig, läutete er. Sofort klopfte es und ein Mann, den er in dieser Wohnung noch niemals gesehen hatte, trat ein. Er war schlank und doch fest gebaut, er trug ein anliegendes schwarzes Kleid, das, ähnlich den Reiseanzügen, mit verschiedenen Falten, Taschen, Schnallen, Knöpfen und einem Gürtel versehen war und infolgedessen, ohne daß man sich darüber klar wurde, wozu es dienen sollte, besonders praktisch erschien. »Wer sind Sie?« fragte K….

Quelle:

http://gutenberg.spiegel.de/buch/157/2

Entstehung

Der Process gehört zu denjenigen Werken Kafkas, bei denen sich ein unmittelbarer biografischer Anlass nachweisen lässt: die Auflösung der Verlobung mit Felice Bauer. Kafka hat diese Trennung vor allem deshalb als traumatisch erlebt, weil sie sich in Anwesenheit zweier Zeuginnen abspielte, die ihm im Hotel ›Askanischer Hof‹ in Berlin wie Geschworene gegenüber saßen. Dass sich hier dem Juristen Kafka die Metaphorik des Gerichts aufdrängte, ist naheliegend.

Anfang August 1914, etwa vier Wochen nach dem »Gerichtshof« in Berlin und eine Woche nach Beginn des Ersten Weltkriegs, begann Kafka mit der Niederschrift des Romans. Es war nach eineinhalb Jahren Pause der zweite große kreative Schub, den Kafka trotz der kriegsbedingt widrigen Umstände bis an die Grenzen seiner physischen Kraft auszunutzen suchte. So entstanden neben dem Process weitere Texte, vor allem die Erzählung In der Strafkolonie.

Der Process ist das einzige Werk Kafkas, das nicht in linearer Abfolge entstand: Es lässt sich nachweisen, dass er zuerst das Eingangs- und das Schlusskapitel niederschrieb: Verhaftung und Hinrichtung des Protagonisten. Möglicherweise erhoffte sich Kafka davon, den Schreibprozess zu disziplinieren und die Gefahr des vorzeitigen Abbruchs zu bannen. Ende Januar 1915 riss die Konzentration jedoch ab, und Kafka gelang es trotz mehrerer Anläufe nicht mehr, den Roman zu vollenden.

Quelle:
 
 

Franz Kafka: «Der Prozess»

Franz Kafka, geboren 1883 in Prag, gestorben 1924 in der Nähe von Wien, gehört zu den einflussreichsten und rätselhaftesten Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Welt, die er erschaffen hat, scheint weniger als andere literarische Welten an Zeit und Raum gebunden, obwohl sie fest in realistischer Schilderung fundiert ist und von dort immer wieder ins scheinbar Phantastische schweift. Das gilt für kein Werk Kafkas mehr als für den Roman «Der Prozess», eines der meistinterpretierten Bücher der Weltliteratur.

«Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.» So lautet der berühmte Anfangssatz des Buches. Es beginnt am dreißigsten Geburtstag des Protagonisten Josef K. mit seiner Verhaftung und endet am Vorabend seines einunddreißigsten Geburtstages, nach genau einem Jahr. Es ist das Jahr des Prozesses – auch wenn Josef K. nicht weiß, wer den Prozess gegen ihn führt, worin die Anklage besteht und welche Schuld er auf sich geladen hat. Josef K.s Beteuerungen seiner Schuldlosigkeit aber werden als Schuld gewertet angesichts seiner Unkenntnis des Gesetzes. Dieses Gesetz wird zitiert im Sinne einer höheren, unanfechtbaren Ordnung. Und in diesem Gesetz heißt es, dass die Behörden die Schuld eines Bürgers nicht zu beweisen haben, sondern von der Schuld «angezogen» werden. So verwickelt sich Josef K. und mit ihm der Leser immer tiefer in ein rätselhaftes Geschehen, das sich mitten im gewöhnlichen Alltag ereignet und einem Traumprotokoll ähnlich sieht.

«Quälende Angst, die aus dem Buch anweht»

Alles wird so exakt beschrieben, dass an der Wirklichkeit des Beschriebenen kein Zweifel aufkommen kann. Andererseits ist das Beschriebene so eigenartig und ungewöhnlich, so aus allen gewohnten Sinnzusammenhängen gerissen, dass es den Leser verwirrt und peinigt. Jede Einzelheit ist uns vertraut, als läge sie unter dem Scheinwerferlicht einer geschärften Aufmerksamkeit, nur scheint die Beziehung zwischen den Dingen, die Kausalität, auf die wir im gewöhnlichen Leben vertrauen, aus den Angeln gehoben. Zugleich fühlt sich der Leser tief beunruhigt und gequält, als warte eine Bedrohung auf ihn, die ihm aus einer unbestimmten Zukunft entgegenkommt. «Die quälende Angst, die uns aus diesem Buch anweht», schrieb André Gide, «ist in manchen Augenblicken fast unerträglich; denn wie sollte man sich der Empfindung erwehren: dieses gehetzte Wesen bin ich?»

Ungeahnter Wachstum des Romans

Man hat in Kafkas «Der Prozess», eine Vorwegnahme oder sogar Vorhersage nationalsozialistischer Herrschaftspraktiken gesehen, andere Interpreten erblickten darin ganz allgemein eine Darstellung totalitärer Praxis. Tatsächlich kann die Geschichte Lesarten eines Buches erschließen, von denen der Autor selbst noch nichts wusste, und damit zu einem ungeahnten Wachstum des Werkes beitragen. Kafkas Roman gehört zu den Werken, die sich unaufhörlich mit neuen Bedeutungen füllen, ohne dass man einer Ursprungsbedeutung habhaft wird. Und alles vollzieht sich im Medium der Sprache, in langen, verschlungenen, überaus exakten, logisch unwiderstehlichen Sätzen, die paradoxerweise eine Atmosphäre der Irrealität erzeugen.

Zunehmend gewinnt der Leser den Eindruck, es könne sich um einen Prozess handeln, den Josef K. gegen sich selber führt, gegen Bedrohungen, die aus ihm selber kommen. Zuletzt mündet der Roman in die Legende vom Türhüter, ein Gleichnis, das man als Deutung verstehen möchte, das aber selbst einer Deutung bedarf. Und nachdem man Kafkas Text vergeblich nach religiösen, moralischen oder metaphysischen Bedeutungen durchforscht hat, sieht man sich zuletzt wieder auf den Text zurückverwiesen als das Einzige, woran man sich halten kann.

Worin Josef K.s Schuld besteht, bleibt im Ungewissen. Doch deuten die zahlreichen sexuellen Konnotationen des Buches an, dass sich hier die alte Erzählung vom Sündenfall unter gänzlich anderen Vorzeichen wiederholt. Die biblische Erzählung begründete eine Urschuld des Menschen, die auch der Ursprung seiner Scham war. Der Schuld wie der Scham kann man nicht entkommen. Josef K. erfährt es noch im Augenblick seines Todes, wenn es heißt: «Es war, als sollte die Scham ihn überleben.»

Quelle: https://www.ndr.de/kultur/buch/Franz-Kafka-Der-Prozess,weltliteratur182.html

Franz Kafka: „Der Prozess“

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Dies ist wohl einer der berühmtesten ersten Sätze in der Literaturgeschichte. Josef K. wird verhaftet, aber landet zum Erstaunen des Lesers nicht hinter Gittern. Trotzdem beginnt ein Martyrium, das später mit seiner Hinrichtung endet.

Die Prager Germanistin Jindra Broukalová weist darauf hin, dass man bei der Lektüre zunächst Sympathien entwickelt für den Protagonisten. Doch mit der Zeit kommt die Frage auf, warum sich Josef K. so überhaupt nicht gegen sein Schicksal wehrt:

„Josef K. denkt sehr darüber nach, was seine Verhaftung eigentlich bedeutet. Er weiß, dass er in einem Rechtsstaat lebt, in dem alle Gesetze gelten und Frieden herrscht. Doch was ihm wiederfährt, widerspricht jeglichen rechtstaatlichen Regeln. Dennoch erkennt er in gewisser Weise die Autorität des Gerichts an.“

Wie Broukalová betont, wirkt der Roman unter anderem deswegen so beunruhigend, weil auch der Leser immer nur einen Ausschnitt der Realität erfährt.

„Einerseits erhält man eine Menge Detailinformationen, zum Beispiel als sich Josef K. bei seiner Verhaftung mit dem Aufseher unterhält. Dieser sitzt am Nachttisch einer der Bewohnerinnen seiner Pension, von Fräulein Bürstner. Wir erfahren, wie der Aufseher mit den Gegenständen des Fräuleins spielt. Andererseits ist die Beschreibung nicht allumfassend, sondern gibt nur das wieder, was Josef K. auffällt. Dies ist dann die Realität, die wir selbst wahrnehmen“, so die Hochschullehrerin.

Kafkas Sprache ist sehr nüchtern. Die Gefühle von Josef K. werden nicht beschrieben. Aber gerade dadurch entsteht Beklemmung…

„Denn zugleich lässt der Autor viel Raum für Unsicherheit und unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten. Das zeigt sich darin, dass er relativ häufig Modalwörter verwendet, die diese Unsicherheit gut transportieren. Zudem greift Kafka gerne zu Vergleichen – dass es aussehe, als mache jemand dies oder dies. Wenn Josef K. über die Beweggründe für das Handeln der anderen nachdenkt, kommt er meist nicht nur zu einer Möglichkeit der Auslegung, sondern mindestens zu zwei. Und das verstärkt die Verunsicherung“, findet Broukalová.

Traumatische Entlobung

Franz Kafka wurde 1883 in Prag geboren. Er war selbst Jurist und arbeitete bei der „Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag“. Parallel begann er zu schreiben, wobei ein Großteil seines Werkes erst postum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde. In welcher Phase entstand also „Der Prozess“? Reiner Stach hat die wohl umfangreichste Kafka-Biografie geschrieben. Gegenüber Radio Prag International sagt er:
„Es war eine ganz entscheidende Phase. Im Sommer 1914 hat sich einiges dramatisch zugespitzt, sowohl was Kafkas Leben betraf als auch das öffentliche Leben. Der Weltkrieg stand kurz bevor. Und wenige Wochen zuvor kam es zu einer Szene, die für Kafka fast traumatisch war. Er saß in Berlin in einem Hotel seiner Verlobten gegenüber, und sie hatte sozusagen noch zwei Zeuginnen mitgebracht, weil sie Kafka zur Rede stellen wollte. Vor ihr lagen seine privatesten Briefe, diese wurden dann teils öffentlich oder halb-öffentlich vorgelesen. Er hat diese Szene später als Gerichtshof im Hotel bezeichnet. Wahrscheinlich war dies die Keimzelle, aus der dann ‚Der Prozess‘ entstanden ist. Also ein absolut intimer Anlass.“

Dies führte letztlich zur Entlobung. Und Kafka musste laut Stach überlegen, wie er ohne seine Verlobte sein Leben weiterführen will.

„Wenige Wochen später kam der Krieg dazwischen. Und während der ersten Tage des Weltkriegs hat Kafka mit der Niederschrift begonnen“, so Stach.

Anhand des Schriftbilds wurde herausgefunden, dass das erste Kapitel des Romans und das letzte unmittelbar hintereinander entstanden sind. Erst danach schrieb der Autor den Rest. „Der Prozess“ blieb aber ein Fragment, und wie bei anderen seiner Bücher sträubte sich Franz Kafka gegen eine Veröffentlichung. Erst 1925, ein Jahr nach dem Tod des Autors, brachte Max Brod den Roman heraus. Trotz dieser Entstehungsgeschichte findet Reiner Stach, dass das Buch wie aus einem Stück wirke…

„Für Kafka ist typisch, dass er zu schreiben beginnt, ohne einen Plot im Kopf zu haben. Das hat ihn beim Schreiben von Romanen immer auch sehr behindert. Das sieht man bei ‚Das Schloss‘, wo er sich am Ende stark verheddert in verschiedenen Handlungssträngen und den Roman deswegen nicht zu Ende bringt. Beim Prozess könnte ihm sogar Max Brod den Typ gegeben haben: ‚Schreib erst einmal das aufs Blatt, was du im Kopf hast und fülle dann den Zwischenraum auf.‘ Und das ist beim Prozess ja leicht möglich, weil er eine Art Stationen-Roman ist. Das heißt, jedes Kapitel beinhaltet eine Begegnung, die der Angeklagte hat. Das hätten zehn oder fünfzehn Begegnungen sein können. Wir können aus dem Fragment gar nicht mehr rekonstruieren, welche Begegnungen er noch im Kopf gehabt hätte, wenn er weitergeschrieben hätte. Viele Leute lesen das Buch daher auch nicht als Fragment, sondern als vollendeten Roman.“

Berührungslose Machtausübung

Kafka wird überall auf der Welt gelesen – und das eigentlich mit derselben Begeisterung. Denn seine Texte sind vielschichtig. Gerade „Der Prozess“ wie auch „Das Schloss“ bieten viele Interpretationsmöglichkeiten. In manchen Augen hat der Schriftsteller in diesen beiden Romanen totalitäre Machtstrukturen des späteren Nationalsozialismus und Stalinismus vorweggenommen. Jindra Broukalová aus Prag hält diese Sichtweise für durchaus plausibel:

„Es gibt dort einige Züge, die für ein totalitäres Regime typisch sind: Das Gericht ist eine allumfassende und allgegenwärtige Institution, und der Angeklagte kann sich seinem Einfluss nicht entziehen. Ebenso ist typisch, dass die Grenzen zwischen privat und öffentlich aufgehoben sind. Schon die Verhaftung von Josef K. erfolgt auf eigenartige Weise, die aber zum Beispiel ähnlich ist der Festnahme von Oppositionellen in der Sowjetunion, die diese in ihren Erinnerungen beschrieben haben. Josef K. liegt im Bett, es ist morgens, und die Köchin der Pension, in der er wohnt, bringt ihm das Frühstück nicht. Er klingelt daher nach ihr, und es taucht ein fremder Mann auf. Als Josef K. sagt, er wolle sein Frühstück, sagt der Mann, dass dies nicht ginge. Josef K. erfährt dann, dass er verhaftet sei. Diese Aufhebung von privater und öffentlicher Sphäre zieht sich durch den ganzen Roman.“

Laut Reiner Stach kam diese Art der Sichtweise besonders in den 1950er Jahren auf, nach dem Erlebnis der Diktaturen besonders in Deutschland und der Sowjetunion. Doch Kafka als politischen Autor mit prophetischen Fähigkeiten zu sehen, hält der Germanist für viel zu kurz gegriffen:

„Wenn man den Roman genauer liest, fällt einem als Erstes auf, dass das Gericht zwar ein furchtbarer Gegner ist, aber den Angeklagten die ganze Zeit nicht antastet. Zum Beispiel ist von der Verhaftung die Rede, aber es findet gar keine reale Verhaftung statt. Josef K. kann weiter zur Arbeit gehen und in seiner Wohnung bleiben. Das ist für totalitäre Regime sehr untypisch.“

Auch gebe es keine Folter, betont Reiner Stach…

„Das Schreckliche ist der totale Verlust der Intimität. Das heißt, der Angeklagte Josef K. gerät vom ersten Tag an in eine Totalüberwachung. Alle wissen über ihn Bescheid. Zum Beispiel die Nachbarn. Oder er unterhält sich mit einem Kunden seiner Bank, mit dem er noch nie privat zu tun hatte – und es stellt sich heraus, dass der Mann bereits weiß, dass Josef. K. einen Prozess am Hals hat. Er wird beobachtet, überwacht, und das erzeugt einen schrecklichen Druck sowie eine Atmosphäre der Eiseskälte. Das ist sehr aktuell – eine berührungslose Machtausübung durch Beobachtung der Menschen. Dies kann man heute wiedererkennen.“

Die erwähnte Szene mit dem Bankkunden klingt im Original so:

„Ehe K. Zeit hatte zu antworten, trat der Fabrikant nahe an ihn heran, klopfte mit dem Fingerknöchel leicht an seine Brust und sagte leise: ‚Sie haben einen Prozeß, nicht wahr?‘ K. trat zurück und rief sofort: ‚Das hat Ihnen der Direktor-Stellvertreter gesagt!‘ ‚Ach nein‘, sagte der Fabrikant, ‚woher sollte denn der Direktor-Stellvertreter es wissen‘.“

Im Prozess will der Angeklagte das Geheimnis aufdecken, was dieser Gerichtshof und seine Rechtsauslegung eigentlich sind. Doch er scheitert – laut Reiner Stach an einer Entwicklung, die in der heutigen Gesellschaft noch stärker ausgeprägt ist als zu Kafkas Zeiten:

„Es ist nicht etwa so, dass Josef K. nichts erfährt. Im Gegenteil: Von jeder Person, auf die er trifft, erfährt er irgendetwas. Aber alle Informationen sind nur aus zweiter Hand, niemand weiß etwas aus erster Hand. Das heißt, Josef K. wird mit Informationen überhäuft, aber seine Laune wird immer schlechter, weil er merkt, dass er damit letztlich nichts anfangen kann. Das ist auch für unsere jetzige Gegenwart typisch. Wir werden ja auch mit Informationen geflutet, wissen aber häufig nicht, wie verlässlich sie sind. Sie sind widersprüchlich, vieles ist ganz offensichtlich aus zweiter Hand. Am Ende fühlt man sich nicht aufgeklärt, sondern desorientierter als vorher. Das ist typisch für die Moderne, man kannte das bis zum 19. Jahrhundert in der Form nicht. Und ich glaube, da hat Kafka eine ganz wichtige Sache entdeckt und als Erster auch so formuliert.“

Quelle: https://deutsch.radio.cz/tschechische-buecher-die-sie-lesen-muessen-8683027/8

Franz Kafka: «Der Prozess»

Joseph K. wird an seinem 30. Geburtstag verhaftet. Doch worin besteht seine Schuld? Angsterregend, traumartig, vorausdeutend: Kafkas posthum veröffentlichter Roman ist einer der rätselhaftesten Texte der Weltliteratur.

Jemand musste Joseph K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.» 

Der erste Satz von Kafkas «Der Prozess» gehört zu den berühmtesten Romananfängen der Weltliteratur. Joseph K. wird an seinem dreißigsten Geburtstag verhaftet, doch nicht festgenommen. Die «Wächter», die ihm die Nachricht seiner Verhaftung mit dreister Höflichkeit überbringen, schicken ihn zu seiner gewohnten Arbeit als Prokurist einer Bank. Doch von nun an ist er kein normaler Angestellter mehr, er hat sich in einen Angeklagten verwandelt. Aber worin besteht seine Schuld? 

Vor dem Gerichtshof

Franz Kafka war in einem inneren Zwiespalt: Er konnte sich lange nicht entscheiden, ob er seine Verlobte Felice Bauer heiraten sollte. Sein Dasein als Büroangestellter wäre besiegelt gewesen, er hätte die Existenz der Familie sichern und die Schriftstellerei, das Vorlesen seiner Texte vor Freunden, an den Nagel hängen müssen. Am 12. Juli 1914 wird er von Prag nach Berlin ins Hotel «Askanischer Hof» zitiert, um die Auflösung seiner Verlobung mit der Stenotypistin zu verhandeln. Einen «Gerichtshof» nennt er die Begegnung später. Er selbst war der Verurteilte.

Kafka ist danach wie befreit. Das einzig nicht Geheimnisvolle an seinem Roman scheint somit der Anlass zu sein, der den großen Selbstzweifler Kafka dazu brachte, mit der Niederschrift zu beginnen. Noch im Sommer 1914, in den Anfangstagen des Ersten Weltkriegs, schreibt er das erste Kapitel des «Prozess» und sofort auch den Schluss, danach arbeitet er an mehreren Kapiteln gleichzeitig. Im November stockt die Arbeit am Text, und im Januar 1915 legt er ihn ganz beiseite. 171 Blätter, herausgelöst aus großen Quartheften, umfasst das Manuskript am Ende. Es ist die vielleicht kostbarste Blattsammlung der modernen Literatur.

Dass die Geschichte einer Verurteilung, der man nicht entgehen kann, überhaupt als ein Stück Weltliteratur überliefert ist, ist Kafkas Freund Max Brod zu verdanken. Er hatte die auf einem an ihn gerichteten Zettel notierte «letzte Bitte», alle «Tagebücher, Manuskripte, Briefe, … alles, was sonst an Geschriebenem von mir vorliegt, … ausnahmslos, am liebsten ungelesen zu verbrennen» nicht erfüllt. Kafka, dem Max Brod zu Lebzeiten jede Veröffentlichung «in erbitterten Kämpfen» abgerungen hatte, war 1924 an Kehlkopftuberkulose gestorben. Acht Monate später brachte Brod den unvollendet gebliebenen Roman in einer von ihm geordneten Kapitelfolge heraus. 

Autobiografische Ähnlichkeiten

Es gibt durchaus biografischen Parallelen zwischen Autor und Figur. Als er die ersten Zeilen seines Romanfragments schrieb, war Kafka schon seit sechs Jahren bei der «Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag» angestellt. Vom Kriegsdienst wird er zurückgestellt, seine Vorgesetzten halten ihn für unentbehrlich. Noch bis 1922 bleibt er Büroangestellter, das gibt ihm nicht nur materiell, sondern auch psychisch Sicherheit. Denn als Schriftsteller hielt er sich immer wieder für einen Versager. Bei den Frauen hat Kafka dagegen durchaus Erfolg. Sie locken ihn oft, schreibt er an seinen Freund Max Brod. Gemeinsam mit ihm besucht er auch öfters Bordelle und trifft junge Frauen, «Ladenmädchen», wie er sie nennt.

Auch der Bankangestellte Joseph K. hat ein geregeltes Leben. Er wohnt in der Pension einer Frau Grubach, ist ganz auf seine Arbeit konzentriert. Einmal in der Woche besucht er Else, die Kellnerin in einer Weinstube, nach ihrem Dienst – dann kommt er spät nach Hause. Seine Freizeit verbringt er mit Spaziergängen und mit anderen Honoratioren am Stammtisch. 

Ohnmacht vor geheimnisvollen Mächten

Nach seiner rätselhaften Verhaftung fällt es Joseph K. immer schwerer, sich auf sein regelmäßiges, arbeitsames Leben zu konzentrieren. Er hat vor Gericht zu erscheinen, doch wo sich der Gerichtshof befindet, und wann er sich dort vorstellen soll, kann er nicht erfahren. Mal versäumt er, sich zu erkundigen, mal wird ihm die Auskunft verweigert. Nie dringt er zu den höheren Instanzen vor. Es walten geheimnisvolle, anonyme bürokratische Mächte. Joseph K. verliert den Glauben an seine Unschuld, wird immer ohnmächtiger bei seinem Versuch, herauszufinden, was ihm eigentlich widerfährt. 

«Wo war der Richter, den er nie gesehen hatte? Wo war das hohe Gericht, bis zu dem er nie gekommen war?» Am Ende, ein Jahr später, am Vorabend seines 31. Geburtstags akzeptiert er fatalistisch seine Hinrichtung in einem Steinbruch durch zwei bleiche, fette Herren. «Mit brechenden Augen sah noch K., wie die Herren, nahe vor seinem Gesicht, Wange an Wange aneinandergelehnt, die Entscheidung beobachteten. ‘Wie ein Hund!’ sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.»

Ein hellseherisches Jahrhundertwerk

Was macht den «Prozess» zu einem solchen Urwerk der Moderne? Seit bald hundert Jahren ist der Text immer wieder neu und immer wieder anders interpretiert worden, theologisch, existentialistisch, psychoanalytisch. Gibt es ein oberstes Gesetz? Gibt es das Böse, oder eine immanente menschliche Schuld? Ein Vergehen am eigenen Leben, indem man es falsch führt? Oder ist Kafkas Niederschrift in erster Linie eine subtile Kritik an bürokratischer Macht und Herrschaftsstrukturen? 

Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth sprach von Kafkas «prophetischer Ironie». Allgegenwärtiger Überwachung ausgeliefert zu sein, ist gerade im 21. Jahrhundert eine reale, für manche Menschen existentielle Bedrohung. Kafkas ungeheuer präzise Sprache vermittelt dem Leser das Gefühl von Angst und Ohnmacht, von Chancenlosigkeit gegenüber Mächten, die man nicht einmal erkennen kann. «Der Prozess» ist Franz Kafkas weltweit meistgelesener und bekanntester Roman – nicht zuletzt dank der kongenialen Verfilmung durch Orson Welles aus dem Jahr 1962. Wie immer, unter welchen interpretativen Vorzeichen, man den «Prozess» auch liest – es ist ein Jahrhundertwerk.

Franz Kafka: «Der Prozess» (1925), erhältlich in den Verlagen S. Fischer,  Anaconda, Tredition Classics

Franz Kafka wurde 1883 in Prag geboren. Mit zwanzig begegnete er Max Brod, seinem lebenslangen Freund und späteren Herausgeber. Nachdem er 1906 sein Jurastudium mit der Promotion abgeschlossen hatte, arbeitete er als Angestellter erst einer italienischen, später der staatlichen Unfallversicherung. 1912 traf er Felice Bauer, mit der er bis zu seiner Lungenerkrankung 1917 hunderte Briefe wechselte. 1920-23 pflegte er eine Beziehung zu der verheirateten Wiener Journalistin und Übersetzerin Milena Jesenská. Danach lebte er in ärmlichen Verhältnissen in Berlin mit der Ostjüdin Dora Diamant, bis kurz vor seinen Tod 1924 in einem Sanatorium bei Klosterneuburg.

Quelle: https://www.dw.com/de/franz-kafka-der-prozess/a-45710050

 

Video:

Rosa Luxemburg, Frieden und Freiheit

Kämpferin für den Frieden

Der Weltkrieg ist erst ein paar Wochen alt, da schreibt Rosa Luxemburg einem belgischen Freund von ihrem Entsetzen, dass die europäische Arbeiterbewegung die Katastrophe nicht verhindert hat: «Der Bankrott der Internationale ist ebenso vollständig wie er entsetzlich ist!» Viele Sozialisten haben sich jetzt an die Seite der eigenen Nation gestellt – und führen gegeneinander Krieg. Nach dessen Ende werde man mit diesen «Verrätereien» abrechnen, erwartet Luxemburg. Mehr könne sie aber nicht schreiben, «denn das Gefängnis kann mich jeden Augenblick verschlingen». Tatsächlich wartete das offizielle Kaiserreich geradezu darauf, die erklärte Pazifistin, prominente Journalistin und rhetorisch so brillante Sozialistin möglichst mundtot zu machen.

Schon seit Jahren hat Rosa Luxemburg öffentlich vor einen Krieg gewarnt, vor allem auf den Internationalen Sozialistenkongressen. Zugleich prangert sie immer wieder den Militarismus im eigenen Lande an, erst im Frühjahr 1914 steht sie spektakulär im Zentrum eines Verleumdungsprozesses, weil sie mit drastischen Worten die Misshandlung von Soldaten in der deutschen Armee angeprangert hat. Sie schafft Öffentlichkeit – und bald werden tausende solcher Übergriffe gemeldet. Für die Militärführung ist das höchst unangenehm, und konservative Kreise sprechen von einem «Sturmlauf der Sozialdemokratie gegen unser Heer».

och Luxemburgs Arbeit bleibt erfolglos. Es kommt zum Krieg, und ihre SPD macht mit: Als die Partei im August 1914 den Kriegskrediten zustimmt und damit dem sogenannten «Burgfrieden» zustimmt, ist sie entsetzt. Dann aber setzt sie alles daran, die Entscheidung zu kritisieren und einen sozialistischen Widerstand gegen diesen Kriegskurs zu initiieren. Im März 1915 wird sie als Kriegsgegnerin wegen angeblichen Landesverrats inhaftiert, nur 1916 genießt sie fünf Monate in Freiheit, ehe sie wieder eingesperrt wird.

Erst das Kriegsende bringt ihr am 8. November 1918 die Freiheit. Jetzt ist für sie tatsächlich der Moment gekommen, mit den «Verrätern» von 1914 abzurechnen. Sie kämpft gegen die alte SPD für eine Räterepublik, und wird mit Karl Liebknecht Vorsitzende der neu gegründeten KPD. Im Januar 1919, erst gut zwei Monate in Freiheit, wird sie im Alter von 48 Jahren von rechtsradikalen Freikorpsoffizieren ermordet. Die populäre Stimme für ein sozialistisches Deutschland ist verstummt.

Quelle:

http://www.dw.de/die-stimme-gegen-den-krieg-hinter-gittern/a-17566729

Rosa Luxemburg: „Sie hat das Leben einer freien Frau geführt“

Sehr viel. Sie war zum einen eine engagierte Gegnerin des Militarismus und des Krieges, als eine der wenigen Führungsfiguren in der Sozialdemokratie damals. Dieses Engagement ist heute aktueller denn je, wenn sie zum Beispiel an die Debatte darüber denken, ob die Bundeswehr Krieg in Afghanistan führen sollte. Rosa Luxemburg hat sich zum zweiten sehr für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen eingesetzt, auch dieser Kampf ist weiter im Gange. Zum dritten war sie eine hervorragende Wirtschaftswissenschaftlerin, die für die Überwindung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung eintrat. Auch dieses Ziel ist bis heute nicht erreicht.

Der berühmteste Satz, der von Luxemburg stets zitiert wird, ist, dass Freiheit immer nur die Freiheit der Andersdenkenden sein könne. Aber tatsächlich hat sie doch auch eine Diktatur des Proletariats befürwortet, oder?

 

Tatsächlich hat Luxemburg immer für einen Sozialismus von unten plädiert. Sie war klar für Entscheidungen einer gesellschaftlichen Mehrheit und hat klar gesagt, ein sozialistisches Gesellschaftssystem kann es nur geben, wenn eine Mehrheit das will. In einer Studie zur Entwicklung der jungen Sowjetunion von 1918 kritisierte sie offen, dass es kein allgemeines Wahlrecht gibt. Es ist unheimlich, dass sie die spätere politische Fehlentwicklung in der UdSSR genau vorausgesagt hat. Sie schreibt: „Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder öffentlichen Institution.“ Die Menschen würden dann nur zusammengerufen, „um den Reden der Führer Beifall zu klatschen, vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen, im Grunde genommen also eine Cliquenwirtschaft“. Genau das hat sich dann in der Sowjetunion entwickelt.

Am 30. Dezember 1918 gab es in Berlin die Gründungsversammlung der KPD, in der es um die Frage ging, wie sich die Linke jetzt verhalten müsse.

Ja, und Rosa Luxemburg hat in dieser Versammlung ganz deutlich dafür plädiert, dass die KPD sich an den ersten freien Wahlen in Deutschland beteiligen müsse. Doch dafür gab es in der Versammlung keine Mehrheit.

In den Jahren zuvor, auch bereits vor dem Ersten Weltkrieg, hat sich Rosa Luxemburg öffentlich in zahlreichen Auftritten gegen den Krieg ausgesprochen.

Ja, sie war ja eine sehr gute Rednerin, die Leute mitreißen konnte. Eine weitere Leidenschaft war das Schreiben, sie hat ununterbrochen geschrieben, auch Briefe. Sie trat für die SPD gegen einen Krieg auf, auch in Frankfurt hielt sie 1913 eine Rede in der Titania in Bockenheim, in der sie sagte, die deutschen Arbeiter dürften sich nicht gegen die französischen Arbeiter zum Krieg aufhetzen lassen. Unter anderem für diese Rede wurde sie dann ins Gefängnis geworfen. Sie hat sich zugleich in der SPD innerparteilich mit den berühmten Alten angelegt. Als sie sich 1898 in Berlin der SPD anschloss, schrieb sie in einem Zeitungsbeitrag, Bebel sei alt, Kautsky ein alter Affe, Ledebour eine Wetterfahne und Clara Zetkin schnattere zu viel und besitze keine eigene Meinung.

Als im August 1914 der Erste Weltkrieg begann, musste sie erleben, dass die SPD-Fraktion im Reichstag für die Kriegskredite stimmte, die es ermöglichten, den Krieg zu führen.

Ja, das hat sie zutiefst erschüttert. Sie reagierte mit einem Weinkrampf und dachte an Selbstmord. Die Nachricht von der Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten hat man übrigens im Ausland zunächst nicht geglaubt, man hielt das für Fake News.

Wie würde Rosa Luxemburg heute das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan sehen?

Sie würde es als Beteiligung der deutschen Armee an einem imperialistischen Krieg und als grundfalschen Einsatz kritisieren. Luxemburg hielt einen Krieg nur als Verteidigungskrieg für zulässig, also im Falle eines Angriffs auf Deutschland. Dass Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sogar deutsche Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer entsenden möchte, würde sie entsetzen. Aber noch einmal: Rosa Luxemburg war keine Pazifistin, sie hielt eine Verteidigung gegen einen imperialistischen Krieg für zulässig.

Wie denken Sie persönlich über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan?

Ich denke, man sollte ihn beenden. Der Westen führt dort jetzt seit zwanzig Jahren Krieg und die Lage im Land hat sich nicht verbessert, sondern eher verschlimmert. Ich denke, dass die Menschen dort selbst über ihre Zukunft entscheiden sollten.

Zurück zu Rosa Luxemburg: Trotz ihrer Bedenken hat sie zur Jahreswende 1918/1919 dann den bewaffneten Aufstand unterstützt. Warum hat sie das getan, musste sie nicht wissen, dass das in einer Katastrophe enden würde?

Sie schwankte damals total hin und her. Sie hat sicherlich gehofft, dass es gelingen würde, die SPD-geführte Reichsregierung abzulösen. Es waren ja Hunderttausende mit diesem Ziel auf den Straßen.

Die rechten Freikorps haben dann in Berlin Jagd auf Rosa Luxemburg gemacht und sie umgebracht.

Ja. Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von Offizieren der Garde-Kavallerie-Schützendivision ermordet. Der sozialdemokratische spätere Reichswehrminister Gustav Noske, der zu dieser Zeit noch Oberbefehlshaber in der Region Berlin war, hat dem Kommandeur der Division, Waldemar Pabst, dabei freie Hand gelassen. Ich beschäftige mich seit mehr als zwanzig Jahren mit diesem Thema und konnte die Ereignisse zweifelsfrei aufklären. Die wahren Vorgänge wurden lange Zeit vertuscht und die Mörder wurden damals laufen gelassen.

Noch einmal zu der Frage, was von Rosa Luxemburg heute bleibt. Wir haben noch nicht über ihr Engagement für die Frauen gesprochen.

Rosa Luxemburg hat durch ihr Leben ein Beispiel gegeben für viele Frauen. Sie hat für das Frauenwahlrecht gekämpft, das dann tatsächlich am 9. November 1918 in Deutschland eingeführt wurde. Sie hat das Leben einer freien Frau geführt. Sie hat sich ihre Lebenspartner selbst gewählt, was damals alles andere als selbstverständlich war.

Sie haben vorhin bereits ihren Kampf gegen die kapitalistische Wirtschaftsordnung erwähnt.

Ja, tatsächlich hat sie damals bereits befürchtet, dass der maßlose Kapitalismus in die Katastrophe führe. Diese Entwicklung bestätigt sich jetzt durch den Klimawandel als Folge eines ungezügelten kapitalistischen Wirtschaftens. Rosa Luxemburg hat geschrieben, dass das Gegenteil des Sozialismus die Barbarei sein werde. Sie hat die ökologische Katastrophe, die wir gegenwärtig erleben, also durchaus vorhergeahnt. Ihre Kritik des Kapitalismus ist noch immer aktuell.

In einem Ihrer Bücher beschreiben Sie, dass der gesellschaftliche Wandel, der von der politischen Linken in den Kämpfen in Deutschland Ende 1918/Anfang 1919 angestrebt wurde, unvollendet blieb.

Das ist tatsächlich so. Lassen Sie uns einen Blick in das Programm werfen, das die SPD bei ihrem Parteitag 1891 in Erfurt beschlossen hatte. Eines der Ziele war damals eine demokratische Armee, die mehr den Charakter einer Miliz haben sollte. Ein zweites Ziel war die Vergesellschaftung der großen kapitalistischen Wirtschaftsunternehmen. Diese Beschlüsse der SPD von 1891 sind nach wie vor nicht umgesetzt. Die Bundeswehr ist keine demokratische Armee im Sinne des Erfurter Programms. Und die kapitalistischen Verhältnisse sind nicht überwunden. Für diese Ziele zu kämpfen, das ist das politische Erbe von Rosa Luxemburg.

Quelle: https://www.fr.de/panorama/rosa-luxemburg-150-jahre-geburtstag-sie-hat-das-leben-einer-freien-frau-gefuehrt-90226893.html

„Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“

Im Januar 1919 verhört ein Freikorpsoffizier in Berlin zwei Gefangene: Es sind die prominenten Führer des Spartakus-Aufstandes. Generalstabsoffizier Pabst weist seine Begleitoffiziere an, die beiden zu töten – dieser Doppelmord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht beendet die Revolte.

Bis heute kommen Mitte Januar Zehntausende zusammen, der linken Märtyrer zu gedenken. Liebknechts entschlossenes „Nein!“ zu den Kriegskrediten, sein Internationalismus und Antimilitarismus, den Luxemburg entschieden unterstützt, hatte die beiden Sozialdemokraten zu Verbündeten gemacht – gegen die große Mehrheit ihrer Partei.

Aus dem Gefängnis heraus (Luxemburg) beziehungsweise von der Front her (Liebknecht) gründeten sie 1916 die Spartakusgruppe. „Ein scharfer Wind bläst durch die Lande“ ist im Spartacus Nummer 1 zu lesen, der von gezielten Verhaftungen und Einberufungen schreibt, immer träfe es die linke Opposition: „So verröchelt der famose ‚Burgfrieden‘. Die Komödie ist ausgespielt, die Masken sind gefallen.“ Zwei opferreiche Kriegsjahre später hängen Plakate in Berlin mit den Konterfeis und dem Aufruf: „Schlagt Liebknecht und Luxemburg tot!“

Der Befehlsgeber der Mörder, Waldemar Pabst, ist Strippenzieher der Faschisierung und macht Karriere im Dritten Reich, später als Waffenhändler in der Bundesrepublik. Leute wie er sind es, gegen die die 68er-Studenten auf die Straße gehen und wieder Plakate mit Luxemburgs Konterfei tragen. Rosa wird zur Ikone eines menschlichen Sozialismus gemacht, wird als poetische Briefeschreiberin, Feministin, Blumen- und Katzenfreundin entdeckt.

Im Osten unseres Landes sind Karl und Rosa ein fest gefügtes Begriffspaar. Versehen mit dem Heiligenschein kommunistischer Märtyrer, dienen sie der Selbstlegitimierung der SED. Bis 70 Jahre nach dem Mord Dissidenten in der DDR Luxemburg beim Wort nehmen und die Freiheit der Andersdenkenden einfordern. Bis heute gehen in den Köpfen der Linken die beiden Revolutionäre als Gespenster in einem Europa der sozialen Widersprüche um. Als Untote – und weitgehend Unbekannte.

Karl und Rosa

Sie flatterten an, die beiden Schmetterlinge, Karl und Rosa. Karl ein Trauermantel mit schwarzen, weit entfalteten Schwingen. Rosa schillernd bunt, ihre Flügel schlugen heftig. Sie spielten um den stumpfen schweren Block, der Ebert hieß, und stießen gegen die Helmspitze des Großen Generalstabs. Aus welchen Ländern kamen sie? Welches andere Klima hatte sie hervorgebracht? Sie hatten etwas bezauberndes, fremdartiges an sich. Es war der Zauber und das Befremdende des Traums. Manche schwärmten hinter ihnen her, manche staunten sie an, manchen flößten sie Schrecken und Widerwillen ein.

Alfred Döblin im vierten, „Karl und Rosa“ betitelten Band seiner Romantetralogie „November1918“. Der Schriftsteller sieht sie als exotische Schmetterlinge, kurzlebig, unstet, schwer greifbar in den Wirren der Revolution.

Rosa Luxemburg: „Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja, heiter trotz alledem und alledem.“

Rosa Luxemburg 1917: „Mensch sein, heißt; sein ganzes Leben ‚auf des Schicksals großer Waage‘ freudig hinwerfen, wenn’s sein muß, sich zugleich aber an jedem hellen Tag und jeder schönen Wolke freuen, auch ich weiß keine Rezepte zu schreiben, wie man Mensch sein soll, ich weiß nur, wie man’s ist…“

Karl Liebknecht: „Die Politik als Kunst des Unmöglichen…“

Karl Liebknecht 1916: „Wer die Entwicklung jeden Augenblicks bis zur Realisierung der äußersten Möglichkeit bestrebt ist…muß Ziele und Richtung seiner Politik weit jenseits der äußersten praktischen Möglichkeit nehmen. Das äußerst Mögliche ist nur erreichbar durch das Greifen nach dem Unmöglichen… Die eigentliche und stärkste Politik, das ist die Kunst der Unmöglichkeit.“

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/eine-lange-nacht-ueber-rosa-luxemburg-und-karl-liebknecht.704.de.html?dram:article_id=435030

Rosa Luxemburg – „Dass ich auf die Menschen wie der Blitz wirke“!

Heute, am 5. März 2021, jährt sich der Geburtstag von Rosa Luxemburg zum 150. Mal. Rosa Luxemburg war bis zu ihrem gewaltsamen Tod eine mutige und unermüdliche Kämpferin für eine gerechtere Welt. Im Engagement für Frieden, einen demokratischen Sozialismus und im Kampf um Feminismus ist ihr Vermächtnis, sind ihre Schriften unvermindert aktuell.

„Ich habe das Bedürfnis,“, legt sie 1899 in einem Brief an ihren Lebensgefährten, Leo Jogiches, dar, „so zu schreiben, dass ich auf die Menschen wie der Blitz wirke, sie am Schädel packe, selbstredend nicht durch Pathos, sondern durch die Weite der Sicht, die Macht der Überzeugung und die Kraft des Ausdrucks.“ 

Und in der Tat: Rosa Luxemburg hat für eine sozialistische Gesellschaft gestritten, die ohne Zwang auskommt. Ein Sozialismus, ohne Rechtsstaat, ohne Versammlungsfreiheit, ohne das Recht auf die freie Rede, war für sie undenkbar. Es ging ihr darum, die Menschen zu befähigen, ihre eigenen politischen Interessen zu erkennen. Geschähe das nicht, so Rosa Luxemburg, bestünde die Gefahr, dass die Massen für fremde Ziele missbraucht würden. Dem Einzelnen solle bewusst werden, dass es auf das eigene konsequente Handeln ankomme, um mit anderen organisiert die Gesellschaft so zu verändern, dass diese auf Dauer lebenswert wird.

Von brennender Aktualität für Linke, auch in Mecklenburg-Vorpommern, ist ihre Auseinandersetzung mit der Frage, ob durch eine Revolution oder durch Reformen das angestrebte Ziel der Überwindung kapitalistischer Verhältnisse erreicht werden könne. Erstaunlicherweise werden Schriften von Rosa Luxemburg von Linken durchaus zu Rate gezogen. Ihre Auffassungen zu dieser Frage werden jedoch, wenn nicht übergangen, so doch verzerrt wahrgenommen. Denn sie lehnte beides ab: Revolutionen, die über Leichen gehen und die die Meinung Andersdenkender unterdrückten, ebenso, wie Reformen, die das kapitalistische System nicht grundsätzlich infrage stellen, sondern im Wege einer sogenannten „Stellschrauben-Politik“, diese oder jene Veränderungen und Verbesserungen für die Mehrzahl der Menschen herbeiführen wollten. Ihre Antwort auf die Frage Revolution oder Reformen kann durchaus als Revolutionäre Realpolitik bezeichnet werden. Sie verstand die scheinbar einander ausschließenden Pole, hier radikale Kapitalismuskritik und konkrete Aktionen zur Überwindung des Kapitalismus und da Sozialreformen, um die schlimmsten Härten kapitalistischer Verhältnisse abzufangen, nicht als „Entweder-Oder“ und schon gar nicht als „Sowohl-als-auch“, sondern als ein Wechselverhältnis. Es besteht „Zwischen der Sozialreform“, so schrieb sie ihrer Sozialdemokratie ins Stammbuch, „und der sozialistischen Revolution ein unzertrennlicher Zusammenhang, indem ihr der Kampf um die Sozialreform das Mittel, die soziale Umwälzung aber der Zweck ist.“ Die Tagesaufgabe der Verbesserung der Lage der Arbeitenden und derjenigen die ausgegrenzt und erniedrigt werden, ist demnach keine sozialistische Politik, ein Umstand, der für die mit der Tagespolitik beschäftigten Parlamentarier oft schwierig ist, denn eben dies wird von ihnen häufig erwartet, und doch ist diese reformerische Tagespolitik zugleich Mittel, Element, ja Notwendigkeit, um sich dem Ziel der gesellschaftlichen Umgestaltung mit sozialistischer Perspektive zu nähern. Wie „Eisenfeilspäne im Magnetfeld“ müssten sich reformerische Handlungen am sozialistischen Fernziel ausrichten, schreibt sie. Das Handeln Linker in Parlamenten  müsse immer und überall ein solches sein, das Volk zu beteiligen, und zwar so, als säße es selbst in der Regierung.

Einfach herrlich, wie aktuell und hilfreich, die Gedanken dieser scharfsinnigen und mutigen Frau für uns in heutigen politischen Auseinandersetzungen im Kampf für eine gerechte Gesellschaft, für einen demokratischen Sozialismus sind!     

Quelle: https://www.originalsozial.de/politik/aktuelles/detail/news/rosa-luxemburg-dass-ich-auf-die-menschen-wie-der-blitz-wirke/

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